German Sales Institutions – Auktionshäuser, Galerien, Antiquariate

Aktuell wird in Heidelberg ein datenbankgestütztes Informationssystem unter dem Titel „German Sales Institutions – Auktionshäuser, Galerien, Antiquariate“ aufgebaut, das die Firmendaten der ca. 380 Auktionshäuser (1901–1945) erfasst, deren Kataloge bislang in „German Sales“ digitalisiert wurden. Zum Einsatz kommt dabei die Wissenschaftliche KommunikationsInfrastruktur (WissKI), eine virtuelle Forschungsumgebung, die den Aufbau von Anwendungen im Bereich der Digital Humanities unter Nutzung aktueller Standards ermöglicht und so den Anforderungen der Kunstmarktforschung Rechnung trägt.

Das der Datenbank zugrunde liegende Datenmodell wurde in Heidelberg eigens für die Erfassung von Kunsthandelsfirmen entwickelt und wird derzeit in WissKI modelliert. Neben der Erfassung von Firmennamen, Adressen, beteiligten Akteur*innen (Inhaber*innen, Geschäftsführer*innen, Gutachter*innen/Expert*innen, Auktionator*innen, Kurator*innen etc.), thematischer Schwerpunkte und firmengeschichtlicher Informationen, ist eine Verknüpfung der Firmendatensätze mit den digitalisierten Publikationen sowie externen Quellen und weiterführenden Informationen zu Projekten etc. vorgesehen. Die vorgenommene semantische, ontologiebasierte Erschließung zielt nicht nur auf die Visualisierung der Netzwerke der Akteur*innen, sondern vor allem auch die für andere Projekte anschlussfähige Bereitstellung der in einem TripleStore gespeicherten Inhalte im  RDF/XML-Format im Sinne von Linked Open Data ab.