Netzwerk Topographische Bildmedien

Das Netzwerk Topografische Bildmedien dient dem Austausch zwischen Forscher*innen, die sich mit der bildlichen Repräsentation topografischer Räume in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und Kontexten befassen. Der Ansatz des Netzwerks ist bewusst breit gewählt, um eine regionen-, epochen-, und gattungsübergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Topografische Bildmedien wurden und werden in unterschiedlichsten Bereichen, wie etwa Wissenschaften, Kunst, Militär, Verwaltung, Rechtsprechung und Tourismus hergestellt und genutzt. Entsprechend umfasst das Untersuchungsfeld Landschaftsgemälde, -zeichnungen und -grafiken ebenso wie Land- und Seekarten, topografische Skizzen, Diagramme und Pläne, Kartierungen von Planeten und Meeren und virtuelle Räume in der Computergrafik. Da es im Hinblick auf Techniken und Typen der Raumdarstellung zwischen diesen Bildmedien vielfache Überschneidungen gibt, erscheint es sinnvoll, auch ihre Funktions- und Verwendungsbereiche unter Berücksichtigung solcher wechselseitigen Bezüge zu verstehen und zu untersuchen.

Anliegen des transdisziplinären Netzwerks ist es, ein Forum für den Austausch zwischen den Forschungen und Forschungsansätzen zu schaffen, die in unterschiedlichen Fachrichtungen, bspw. Bild-, Medien- und Kulturwissenschaften, Kunst- oder Kartografiegeschichte entstehen. Zunächst 2018 als interne Arbeitsgruppe von den Kunsthistorikerinnen Ulrike Boskamp, Amrei Buchholz und Annette Kranen in Berlin gegründet, soll es ab 2020 eine öffentliche Plattform für die akademische Auseinandersetzung mit topografischen Bildmedien bieten.

Vorgesehen sind zunächst ein bis zwei Workshops pro Jahr, bei denen aktuelle Forschungsprojekte zu topografischen Bildmedien vorgestellt und diskutiert werden. Darüber hinaus sind weitere Aktivitäten angestrebt, wie die Veranstaltung von Fachtagungen, Vorträgen und Vortragsreihen, die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, oder auch die Durchführung gemeinsamer Exkursionen.

Die erste Fachtagung wurde bereits 2018 zusammen mit Tanja Michalsky an der Bibliotheca Hertziana, Max Planck-Institut für Kunstgeschichte in Rom durchgeführt („Verkoppelte Räume. Die Kombination von Karte und Bildfolge als mediales Dispositiv“); der daraus entstandene Sammelband erscheint Anfang 2020.

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