UHLEG-KALENDER MM 261 SOENNECKEN TINTENFASS 467 ARTIKEL BÜCHERSTÜTZE 348 PRAKTISCHE WEIHNA CHTSGESCHENKE Ourch alle Schreibwarenhandlungen zu beziehen F. SOENNECKEN • BONN • BERLIN LEIPZIG sam und laut vor. Als der Brief zu Ende war, räusperte sieh Adjil zweifelhaft. „Nun?“ sagte ich zu dem Fahrer. „Wie steht es? Was hat er jetzt zu sagen?“ Einen Augenblick sprachen sie zu sammen. „Er sagen, Sahib,“ erklärte der Über setzer, „er nichts wissen von Amerika. Er sagen, er nie hören von Vereinigten Staa ten.“ In diesem Augenblick erschien der an dere Fahrer, der sich still aus dem Zelte geschlichen hatte, wieder mit einer Frie densgabe in Gestalt von mehreren Gurken und einer großen Melone, die er aus Mossul als eigenen Proviant mitgebracht hatte, und die wegen ihres erfrischenden Geschmacks von den Beduinen sehr ge schätzt sind. Die kleineren Gurken sandte Adjil durch einen Sklaven zu dem von sei nem weiblichen Haushalt eingenommenen Zelt; die größeren und die Melone reser vierte er für sich selbst. Er zog einen ge fährlich aussehenden Dolch aus dem Gür tel und schnitt die Melone in Scheiben; ich nahm an, in der Absicht, sie mit uns zu teilen. Aber er beabsichtigte nichts Derartiges, denn er begann, seinen Dolch als Gabel gebrauchend, selber die Frucht zu verschlingen. Das war nun, wie ich verstand, eine absichtliche Ungeschliffenheit, und wenn ich sie unbemerkt und ohne Zurechtwei sung vorübergehen ließ, so konnte man nicht wissen, was für eine unwürdige Be handlung ihm noch einfallen würde. Beim Umgang mit Orientalen muß der weiße Mann Respekt verlangen und sich durchsetzen, sonst schwindet sein Prestige augenblicklich und unwiderruflich. Wenn Adjil einmal überzeugt war, daß er uns ungestraft beleidigen konnte, gab es keinen Grund mehr, warum er uns nicht