doch herab, eine von den eindrucksvollen Zigaretten Ladevvs anzunehmen, und als ich in taktvoller Weise sein Pferd be wunderte, war er sichtlich geschmeichelt und ließ sich photographieren. Als die Aufnahme beendet war, schlossen sie sich uns an, und wir fuhren langsam durch die Wüste zum Lager. Ich fühlte mich wohl einem gefangenen Kreuzfahrer ähn lich, wenn er im Triumph zum Zelte von Saladin geführt wurde. Und mehr noch, als am Rande der Zeltstadt andere Araber sich dem Zuge anschlossen, die ihrer Auf regung durch Rufen und Trillern Aus druck gaben, so daß wir uns bald im Mittelpunkt eines wilden Stromes von ge schwungenen Gewehren und grimmigen Gesichtern befanden. Wir müssen uns ungefähr eine Meile weit durch die Zelte hindurchgewunden haben, bevor wir Adjils Standquartier er reichten — ein Zelt aus schwarzem Ziegenhaar in der Form einer Vorhalle, vielleicht vierzig Fuß lang, und mit der im Schatten liegenden, aufgerollten Wand. Innen saß mit gekreuzten Rei nen auf einem Gebetsteppich Adjil sel ber, von einer Schar seiner Häuptlinge umgeben, denn wir hatten augenscheinlich eine Stammesberatung unterbrochen. Er war Mitte der Dreißiger nach meiner Schätzung, schlank, feinknochig, mit Händen so schmal und schön wie Frauen hände, einem Spitzbart, einer Adlernase und besonders durchdringenden Augen. Sein Haar war geflochten und hing vor seinen Schultern in zwei Zöpfen herunter. Der Agal, der seine gestickte Keffije hielt, war stellenweise mit Goldfaden um wickelt, auch seine tabakbraune Abhaje war am Halsausschnitt mit Gold einge faßt; aus seiner scharlachroten Schärpe