nicht nach dem üblichen Schema: Durch eine Art Handfetischismus wird der Trancezustand erregt, in dem sie sich ihrer Intuition hingibt. Die Syrierin Bartschat: Zeitliche Hellschau; sie verfertigt Zeichnungen, Pastelle in „metaphysischer Trance". Ihre Bilder, die sie „empfängt", künden kommende Katastrophen oder auch Er findungen an. Häufig rätselt sie an ihren Zeichnungen herum, ohne sie lösen zu können. Meist hört sie aber in der Trance Sätze oder Worte, die ihr die Zeichnungen deuten. So hat sie 1930 das Neuroder Grubenunglück vom 9. Juli, die Straßenbahnkatastrophe von Buenos Aires am 12. und den Taifun in Ostasien am 19. Juli vorausgesagt oder besser gezeichnet. Mystische Krebsforschung. Gewisse Berliner Kreise stehen in regem Ge dankenaustausch mit dem in Montreux lebenden Mystiker Bumet, der mit ma gnetischen Strichen Fisch, Fleisch, Pflanzen „entwässert" und in einen Zu stand der Mumifizierung versetzt. Durch die gleichen Striche glaubt er Tumoren der Haut, der inneren Organe zum Ein trocknen bringen und so auch den Krebs heilen zu können. Lud Rigulski: Spukphänome, von der ärztlichen Gesellschaft für para psychologische Forschung geprüft. Sel tener Fall „direkter Schrift“. Dem Mädchen war der Onkel gestorben, an dem sie sehr hing. Seit dieser Zeit Spuk erscheinungen, sobald sie im Bett liegt. Gepolter in den Wänden, Gegenstände durchs Zimmer geworfen, Bettdecken weggezogen. Zwei kontrollierende Ärzte halten während ihrer Zustände ihre Hände fest: Ein Hampelmann, der am Kopfende über dem Bett an der Wand hängt, tanzt nach dem Takt des Klavier spiels ihres Bruders, zwei Zimmer wei ter. Unter das Bett wird eine Schiefer tafel mit Griffel gelegt. Der Poltergeist wird angewiesen, etwas auf die Schiefer tafel zu schreiben, und wenn er es getan hat, ein Zeichen mit einer Klingel zu geben, die am entgegengesetzten Ende des Zimmers aufgestellt ist. Nach einer halben Minute (laut Protokoll der ärzt lichen Sachverständigen) läutet die Glocke, ohne berührt worden zu sein, und auf der Tafel steht ein lateinisches H (der spukende Onkel hieß Hans). P. S. . . . und dennoch spukts in Tegel! B. T odesgedanken Am Tag von ,.Geschlossen wegen Todesfall" hätte der Laden die meisten Kunden gehabt; das raubt dem toten Ladenbesitzer die Grabesruhe. Im Zigarettenrauch bilden sich Kränze für verstorbene Erinnerungen. Der Tod überrascht uns so wie der Straßenbahnschaffner, wenn er an die Glasscheibe der vorderen Tür zum Zahlen klopft. Ramön Gömez de la Sema. Mit feinster Einfühlung zeichnet dieses Buch das Wesen der verschiedenen Stilarten von der Antike bis zur Schwelle unserer Zeit in Wort und Bild auf. Deri gelingt es, die künst lerischen nachschaffenden Kräfte im Leser zu erwecken und ihn zum Ursprungsgefühl des Kunstwerkes zurückzu führen. Wie von innen durch glüht stehen so Stil und Form des Kunstwerkes in voller Klarheit vor ihm. NT A X DERI DIE STILARTEN DER BILDENDEN KUNST IM WANDEL VON ZWEI JAHRTAUSENDEN Mit 48 ganzseitigen Abbildungen Ganzleinen RM 4.80 . Engl. Broschur RM 3.80 Reich illustrierte Prospekte kostenlos DEUTSCHES VERLAGSHAUS BONG&CO.,BERLINW57