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Konfession?“ begann der Generalinten dant recht vorsichtig ein heikles Pro blem. „Wir engagieren ungern Mit glieder der jüdischen Gemeinde, wenn’s sich vermeiden läßt. . „Soll ich bei Ihnen den Prinzen von Homburg spielen?“ forschte Donat. „Oder halten Sie mich für einen Don Carlos? Ich soll doch Juden darstellen! Wozu also taufen?! Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten: entweder ist die Taufe gut, na, dann werde ich doch ein hundsschlediter Judendarsteller! Oder die Taufe wird schlecht, na, wo zu soll ich sie denn dann erst durch führen!“ Daran scheiterten die Ver handlungen. Der „ Nazi “ von gestern. Niemand wird behaupten, daß das Wort „Nazi“ die Sprache um eine er- heblich schöne Vokabel bereichert habe. Und doch darf man ihr auf eine gewisse Art dankbar sein: dafür nämlich, daß sie — woran man sich fast nicht mehr erinnert — vor Jahr und Tag eine andere Bedeutung von ihrer Stelle verdrängt hat. Damals war „Nazi“ das Literatenscherzwort für „Oesterreicher“. Beiläufig das dümmste unter der Sonne, in Sinn und Klang dem linkischen, lippensteifen Aeffungsbemühen ebenbürtig, das sich in den Worten „holt“ (halt), „Bussal“ (Busserl) und vor allem im dreiteiligen ,,We-a-na“(Weäner) ausdrückt. „Nazi“ ist in Oesterreich ein vergleichsweise gar nicht häufiger Name (wenn auch Altbundeskanzler Seipel mit ihm geziert ist). Der satirischen Absicht entspräche also viel eher: Poldl, Pepperl, Franzi. Außerdem aber stellt man sich unter „Nazi“ etwas Zipfelmützig - Breites, Pfeife-Schmauchendes im Münchner Stil vor, während der Oesterreicher sich bekanntlich grade durch das „Schia- berische“, Flotte auszeichnet; und end lich bedeutet weder die Mundweichheit, mit der er seine Sprache spricht, noch die saloppe Schmiegsamkeit und Ver träglichkeit seiner Phantasie Dummheit. Aber die Klugheitsgrammophone haben immer etwas gegen die Liebenswürdig keit: können sie deren musische Wir kungen nicht in Abrede stellen, so stülpen sie ihr eine Trottelmütze auf. So entstand Nazi. Dank an die völkisch Gesinnten, daß dieses Wort die Blöd heit nicht mehr ethnologisch abgrenzt. Anton. Warum ist im eisernen Vorhang eine kleine Tür? Wenn das ganze Ensemble verbrannt ist, tritt der Herr im Frack heraus: „Da alle Schauspieler verbrannt sind, kann die Vorstellung leider nicht fortgeführt werden.“ Die Operngläser sterben aus. Es verschwindet das Kannibalen-Instru- ment, mit dem man die Opernsängerin verschluckte. Die Ehegatten, die des Abends ihre Frau aus dem Theater führen, sehen aus, als begleiteten sie die bei der Prü fung durchgefallene Schauspielerin. Ramön Gomez de la Serna. Dos ist sie — die wundervoll Plaubel-Makina für Amateure über dem Durchschnitt Taschen - Präzisions-Kamera besonderer Art und Leistungs fähigkeit mit der großen und extra lichtstarken Optik F: 2,9 und dem normalen, altbewährten Bildformat 6,5 x 9 cm, so daß man nicht immer erst vergrößern muß. Für Platten und Filmpacks 6,5x9 cm, die es auf der ganzen Welt gibt, da Standard - Größe. Visieren in Augenhöhe {keine Bauch- Perspektive!). Nachtaufnahmen aus der Hand. Für Reise und Wanderung einzigartig. Preis RM 265.— bzw. RM 280.— Gratis-Broschüre durch: Wauckosin&Co, Frankfurt a. M. 43 201