Karriere in der* Holxinaiitsliiassc IT W f U nr Die Holzmarktstralje Berlir l’hot. Linnckogcl E-ine wakre Geschichte aus dem Gl asnaus Von VICKI BAUM J ung muß sie sein“, sagt Stuht, der Regisseur der Astrid Film A. G., und bläst ein bißdien Zigarettenraudi durdi die Nase. „Jawohl, ganz jung muß sie sein“, sagt Driescn: er ist der Mann, der das Drelibudi verfaßt hat, und redet in Sachen drein, die ihn gar nichts angehen. ..Und kosten darf sie nischt", setzt Stuhl seinen nachdenklichen Monolog fort. „Nicht viel, wenigstens nicht viel. Etwas wird man schon dranwenden müssen“, sagt Driesen. „Und können muß sie was", beschließt Stuht und steht auf. Man hat bisher im Hof des Ateliers auf einer Treppenstufe gesessen, um einen Atemzug Luft und Nikotin zu holen und die Augen mit den ewig entzündeten Uidrändern für fünf Minuten auszu ruhen. Driesen, seine Zigarette aufrauchencl bis auf das letzte kleine Restdien Golclmundstück, klappt hinterher: „Können muß sie! Und ob sie können muß! Sonst schmeißt sie uns den ganzen Schluß um." Marmarosz, der Hilfsregisseur, der clabeistancl, den Zeigefinger zwischen die zerfledderten Seiten des Regiebuches geklemmt, sagte jetzt auch etwas: „Wenn sie nischt kosten, können sie auch nischt. Und wenn sie können, kosten sie, und außerdem sind es dann immer alte Ziegen." Er schluckt die letzte Ecke seines Ueberwurstbrotes in seinen entzündeten Hals hinein, der immer brannte vom Staub, von der Hitze, von dem Gebrüll bei den Aufnahmen. Stuht warf niir einen vielsagenden Blick zu dem alten Menschen hin über, zog seinen Gürtel zurecht und brummte: „Uns. 74