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Würdest Du . . . ? Würdest Du eine von einem Fremden angerauchte Zigarre weiterrauchen ? / Würdest Du aus einem Glas trinken, aus dem soeben ein Fremder getrunken hat ? / Würdest Du eine Zahnbürste benutzen, die irgendein Fremder im Gebrauch hat ? / Würdest Du ein Stück Brot weiteressen, das ein Fremder angebissen hat ? / Würdest Du Wäsche tragen, die eben noch ein Frem der getragen hat ? / Würdest Du eine Serviette benut zen, an der ein Fremder seinen Mund abgewischt hat ? / W ürdest Du einTaschentuch benutzen, mit dem soeben ein Fremder seine Nase gereinigt hat? / Würdest Du Deine Hände im Wasser eines Waschbeckens waschen, in dem soeben ein Fremder seine Hände gewaschen hat? Würdest Du . . .? Nie und Nimmer! Aber Du trocknest Deine Hände in einem öffentlichen W aschraum an einem Handtuch, an dem zwanzig, dreißig, und wer weiß wieviele Menschen ihre Hände getrocknet haben. Lnd Du tust es, obwohl Du ein Gefühl des Ekels da bei überwinden mußt und obwohl Du weißt, daß solch ein angeschmutztes Handtuch ein Bazillenherd ist, der Deine Gesundheit gefährdet. Du tust es aber trotzdem, weil Du bisher glaubtest, keine andere Möglichkeit zu sehen, Deine Hände in einem offen tlichenWaschraum zu trocknen. Aber diese, allen hygienischen Regeln widersprechende Maßnahme, zu der Du seither mehr oder weniger gezwungen wur dest, brauchst Du Dir nicht mehr gefallen zu lassen. Lass’ Dir erzählen, was ich auf der hygienischen Aus stellung in Dresden gesehen habe. Bei allem Inter essanten, was diese Ausstellung bietet, hat mich die Ausstellung von Händetrocknern durch Heißluft be sonders interessiert. Diese Heißlufttrockner trocknen in ein paar Sekunden in hygienisch einwandfreier Weise sehr wohltuend die Hände. Dadurch, daß die Luftzufuhr von beiden Seiten erfolgt, werden die Hände überraschend schnell getrocknet und hat man das Gefühl, daß die Trocknung durch die Heißluft einen sehr günstigen Einfluß auf die Haut ausübt. Es ist erstaunlich, in wieviel verschiedenenTypendiese Heißlufttrockner bereits angefertigt werden. Da gibt es Heißlufttrockner mit Automatenbetrieb für die Ge meinschaftstoiletten der Hotels, Caf£s und öffent lichen Gaststätten, da gibt es Heißlufttrockner, die besonders für den Gebrauch in Schulen, Büros und Krankenhäusern geeignet sind, da gibt es Apparate, die besonders dem Arzt und Zahnarzt dienen sollen, sogar einen kleinen Heißlufttrockner für die Küche konnte man sehen,’der hoffentlich mit der Zeit das immer schmutzige Küchenhandtuch in großen Haus haltungen bald verdrängen wird. So ist in weitschau ender Weise an alle möglichen Zwecke gedacht. Es ist wirklich ein dankenswertes Verdienst der Hy giene-Ausstellung, das gar nicht hoch genug angerech net werden kann, daß dort diese Heißlufttrockner aus gestellt sind. Denn dadurch werden allen Besuchern die Augen geöffnet, welcheGefahren eigentlich mit dem Gemeinschaftshandtuch verbunden waren und daß dieses unbedingt verschwinden muß, nachdem es einen idealen Ersatz gibt, den elektrischen Heißlufttrockner. Diese Ausstellung ist ein Appell an Alle, die in Ihrer Gesundheit ein wertvolles Gut sehen: Fort mit dem Gemeinschaftshandtuch, diesem gefährlichen Bazillen- hercl. Prof. Steiner, Hansen. Auflösung unserer Intelligenzaufgabe ,,"W"ie sckne 11 fährt dieses Auto?” I n der Aufnahme des fahrenden Wa gens erscheinen alle Linien, die am haltenden Wagen der Wirklichkeit ent sprechend senkrecht verlaufen, als Schräge. Das ist nur daraus zu erklären, daß der obere Teil des Wagens später auf die Platte gekommen ist, und das Auto inzwischen weiter gefahren war. Diese Zeitverschiebung in der Aufnahme ist darin begründet, daß es natürlich eine gewisse Zeit dauert, bis der Schlitz in der Verschlußjalousie vor der Platte entlang lief. Die Abweichung der Schrä gen am fahrenden, von der Senkrechten am haltenden Wagen läßt also Rück schlüsse auf die Geschwindigkeit des Wagens zu. Nehmen wir zum Ausrechnen die fette Linie A—B (siehe Zeichnung) am fahren den Wagen. Stünde der Wagen still, so erschiene sie senkrecht, also als A—C. Die Entfernung A—C ist gleich 28 mm, der Schlitzverschluß cler — wie ange geben — für 2 mm 1/1000 Sek. braucht, glitt also in 14/1000 Sek. über sie hin weg. In dieser kurzen Zeit bewegte sich das obere Ende cler hellen Linie ent sprechend der Geschwindigkeit des Autos von C nach B; das sind auf dem Bild 1,1 cm. In Wirklichkeit sind dies laut Angabe 22 cm. Die Geschwindig keit des Autos betrug also: 22 cm in 14/1000 Sek. oder 22 000 cm in 14 Sek., gleich 1570 cm oder 15,7 m in einer Se kunde. Umgerechnet in Stundenge- schwindigkeit (mit 3600 multiplizieren!) gibt dies 46,5 km in der Stunde. Hilfszeichnung zu unserer Intelligenzaufgabe. 112