Hab’ ich nur deine Liebe, die Treue brauch’ ich nicht . . . das ist auch die Meinung vieler, die selber in ihrer Ehe die Treue hielten. Aber dennoch sieht über die Hälfte der treugebliebenen „Glücklichen“ in cler Treue einen unentbehrlichen Bestandteil des Eheglücks. Ganz anders aber lesen sich die Ansichten derjenigen ab, die bereits außer eheliche Beziehungen hatten: Es finden, dafj Beziehungen Die Treue befrachten als: zu Dritten mit der „Treue“ eine Fessel, die nicht sehr wich- unentbehrlich gegen den eigenen Ehe- dem Eheglück tig oder absol ut oder doch wenig- partner nichts zu tun haben abträglich ist unwichtig stens wichtig Männer und Frauen im Durchschnitt von den Glücklichen 14 9 51 26 = 100 von den Unglücklichen 5 4G 15 34 = 100 °L von den W eder-noch-Paaren 5 16 43 36 = 100 °,' ft Können Sie sich vorstellen, daß jemand Es ist viel leidet kaum vorstellbar, und doch behaupten 80 v. II. glücklichen Männern und 92 v. II. glücklidien Frauen, daß sie mit ihrem Ehepartner offen über ihre Beziehungen zu Dritten mit seiner Frau über dieGeliebte spricht? gesprodien hätten. Sogar von den jenigen, die einander die Antwort streifen nicht gezeigt haben, sind cs unter hundert noch 22 Männer und 57 Frauen. Die Wahrheit verträgt nicht jeder. Wie die Wahrheit über die Beziehungen zu Dritten auf die Atmosphäre der eigenen Ehe eingewirkt hat, das j>rüfe cler interessierte Leser an cler folgenden kurzen statistischen Aufstellung: Die Offenheit hat die Eheleute die Eheleute einander noch die Ehe nicht weiter berührt wohl gequält, aber nicht seelisch enger verbunden, dodi das eheliche Band gelockert näher gebracht geschadet körperlich entfernt Glückliche Paare Männer 47 47 3 1 2 100 °/ a Frauen 36 4 U - 100 "/o W cdcr-noch-Paare Männer 55 7 8 4 100 °/ 0 Frauen 50 G 6 8 - 100«/. Unglückliche Paare Männer 85 1 8 100 % Frauen 80 2 3 7 100 «/p Der verhängnisvolle Zwang zur Heimlichkeit. Daß durch die \ crheimlichung einer außerehelichen Beziehung ihr Eheglück auch nicht weiter berührt wurde, das sagen uns die meisten unserer Einsender, die es in dieser Beziehung mit der Heim lichkeit halten. Aber immerhin melden sich viele zum W ort, die unter der Not wendigkeit eines durch die Eheverhält nisse aufgezwungenen Schweigegebots sehr leiden. In zehn von hundert Fällen 64