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Robert Wli item an, rler erfolgreiche amerikanische Hei ratsschwindler, jetzt in Sing-Sing: „Wenn die Frauen über 45 sind, kann man ihnen alles erzählen. Sie glauben alles." UNIV BI81 Bisim. zifal, und dieser der Sohn von Sieg fried, und dieser der Sohn von Tann häuser usw. Ein ausgezeichneter Stamm baum, wie Sie sehen. End doch ist es nur ein Hund!“ II. Laguardia, Abgeord neter von Harlem (Vereinigte Staaten): Ich habe keinen Familien-Stamm- baum. Das einzige Mitglied meiner Fa milie, das einen Stammbaum hat, ist mein Hund. Er ist der Sohn von Par- Nuri Shalaan, der fünf- undsiebzigjährige Emir eines südöstlichen Araberstammes, der vierzig Frauen und über siebzig Kinder hat: „Bevor ich sterbe, hoffe ich, noch ein mal vierzig Frauen zu heiraten.“ Zusammengestellt von Martin Proskauer. Der Anwalt sucht einen Anwalt Eine Gesdiidite, die fast so passiert ist Vo Dr. Vc ni m o n t e I Jer berühmte Rechtsanwalt Kurt Erben war in peinliche Lage ge raten. Er mußte sich mit seiner Frau und deren Verwandten herumschlagen, che, von niedrigen Instinkten getrieben, alle Minen springen ließen, um ihn ge sellschaftlich und beruflich zu kompro mittieren. Da nach einem alten Spruch niemand in eigener Sache sich beraten bann, ging auch der Rechtsanwalt hin und nahm sich einen Anwalt. Er bat einen um zehn Jahre älteren Kollegen, seine causa zu führen. Und nun ergab sich ein seltsames Schauspiel: der Rechtsanwalt als Klient konnte sich mit dein Kollegen Müller als Rechtsanwalt — als seinem Rechts freund nicht verständigen. Er sah zwar ohne weiteres ein, daß er als Hilfesuchender nicht den unge trübten Blick für die notwendigen Maß nahmen haben konnte. Er hatte schon früher, so lange er noch allein seine An gelegenheit betrieb, Fehler auf Fehler gehäuft, und seine Situation war bei nahe verloren, kaum mehr zu entwirren. Aber nun gesdiah es, daß die Ratschläge, die der weisere Kollege ihm gab, ihm als Mandanten gar nicht einlcuchten wollten, und eine Kritik der Rechtslage verbat sich wieder jener Kollege. Denn für den Anwalt waren die Ratschläge, die er in Wort und Schrift verfocht, die Prozeßhandlungcn, die er empfahl, eben falls eine causa propria, eine „eigene Sache“, die zu beurteilen offenbar über seine Kräfte ging. Da kamen nun die beiden Berufs genossen überein, einen dritten zu wäh len, der an Jahren noch älter und an Erfahrung noch reicher war. Der dritte, Justizrat Meier II, ließ sich den Fall des einen und die Methodik des ändern erklären, dann schüttelte er den Kopf. 102