Überlebenden dort an und .konnten am io. Januar die Nachricht von der Kata strophe nach London drahten. Nun war es mit Englands Langmut zu Ende. Da Benin sich weigerte, die Segnun gen europäischer Kultur kennenzulemen, sollte es ihre Schrecken und die über legene Kriegskunst der Weißen zu fühlen bekommen. In aller Eile wurde eine Strafexpedition organisiert. Bereits am 7. Februar lag eine Flotte von neun Kriegsschiffen an der Mündung des Benin flusses, und weitere zwölf Tage später war nach einem kurzen, aber blutigen Feld zug die Negerhauptstadt erobert. Die Engländer waren in Benin. Der Marsch durch das Dschungel, der Kampf mit den wilden Negern war furchtbar ge wesen. Aber was sich in der Hauptstadt des schwarzen Reiches den entsetzten Augen der Europäer und der Kolonialsol daten an Blut und Schrecken darbot, übertraf jede Vorstellungsmöglichkeit. Ein entsetzlicher Aasgeruch erfüllte die Stra ßen zwischen den niedrigen Erdhäusern. An die vielen Gekreuzigten, an die Men schenopfer und an jegliche andere Schrek- ken konnten sich die harten kriegsge wohnten Eroberer bis zu einem gewissen Maße gewöhnen, aber keines weißen Man nes Nerven konnten diesem schrecklichen Gerüche widerstehen. Die Offiziere des Expeditionskorps wurden viermal an einem Tage seekrank, und viele von ihnen mußten in aller Eile an die Küste zurück transportiert werden. Es schien, als ob jeder Eingeborene von Benin, der auch nur über ein kleines Vermögen verfügte, sich den Luxus von Menschenopfern Fortsetzung auf Seite 99 Panther aus Krz Trotz strenger Stilisierung ist die V^irkung des Werkes durchaus lebenswahr.