Phot. R. Dühricoop X. Beobachtungsgabe und Farbensinn Starke Sdiädelbildung über den Augen veranlagt die "Wölbung der Brauen (Prof. Max Liebermann) darstellende, eine Ver- py ott breiterung des Kopfes E Barakmicb seitlich, das ist die Gruppe der sogenannten Kunstsinne (Abb. 6 ); aber auch der Konstruk teur, Feinmechaniker usw. hat die untere Partie dieser (Feld 9 ) nicht selten hervortretend (Abh. 9). Der etwas Überschwengliche, phantasiereiche Mensch hat eher einen hohen und schmalen Kopf im Gegensatz zum realen Praktiker, dem Breilschädel /vgl. Abh. 5). Dieser ideal gerich tete Schädel - dessen Eigentümer aber keines wegs immer eine moralische Persönlichkeit ist, wenn er auch der phrenologischen Gruppen einteilung nach mit guten moralischen Sinnen (vgl. Abb. /)) ausgestattet ist — findet sich häu fig bei geistigen Arbeitern, und zwar dann in Verbindung mit der hohen Stirn (Abb. 8 ). Der dicke speckschivartenarlige Kacken des gesellig keitsliebenden, etwas lüstern-leidenschaftlichen Lebemannes dürfte jedem so geläufig sein, daß eine bildliche Darstellung überflüssig erscheint. Nun zur Stirn. In ihrem oberen Teil sitzen nach Annahme der Phrenologie mehr die ver arbeitenden Denksinne, während im unteren Teil mehr die wahrnehmenden Sinne lokalisiert sind, so daß man in der Praxis Leute mit stark her vorragender unterer Stirnparlie häufig in den Kreisen gewisser Künstler, z. B. hei Bildhauern, Zeichnern, Malern usw., wiederholt findet (Abb. 10 , 11 , 12 ). Kant, der vornehm lich abstrakte Denker, hat die stärkere Wöl bung in der oberen XI. M.erkmal des Musikers W eit ausladende Stirn (Prof. Richard Strauß) Region 1 XII. Charakteristikum des bildenden Künstlers Die besonders deutlich entwickelten unteren iStirnknodien (1 ierbilJhauer Janelsdielt) (vtnjl. auch Abb. Xj 92