Indiscke Perlen L otterie Pbot. Pläte, Colpetty (Ceylon) Ein Glücklicher . . . Betrübte Gestellter der ^dusdielkäufer sind aber viel Läufiger Von Richard Katz D as englische Gouvernement von Cey lon, dem die Bänke der Perlaustern gehören, hatte den Muscheln siebzehn Jahre Ruhe gegönnt. Seit 1908 ließ es sie wachsen und — so hoffte man — Perlen ansetzen. Es galt, den Raubbau wiedergutzumachen, den eine englische Pachtgesellschaft igo 3 bis 1908 mit dieser ergiebigsten Perlenfische rei der Erde getrieben hatte. Das Jahr 1920 sollte den Rekord der 4 o Fischzüge bringen, die das englische Gouvernement in den 128 Jahren seiner Herrschaft veranstaltet hat, mindestens aber sollte es das Jahr 1906 er reichen, das 82 Millionen Perlaustern ge bracht hatte. Doch beim Perlenfischen kommt es nicht - nur auf die Absichten des Gouverneurs, son dern auch auf die der Perlaustern an, und die lassen sich nicht so leicht- kommandieren wie die braunen Eingeborenen. Sie setzen ihre kostbaren Gallensteine an, wann es ihnen paßt. Die Fischerei dieses Jahres — die eben nach einigen dreißig Tagen zu Ende gegan gen ist — war eine große Enttäuschung. Nicht so sehr für die Regierung wie für die Käufer. Das Gouvernement nämlich weiß sich zu schützen. Es nimmt zunächst ein mal zwei Drittel aller gefischten Muscheln für sich in Anspruch und verkauft sie unge öffnet, das Tausend für 4 o bis 5 o Rupien (Co bis 75 Mark). Da heuer etwa 18 Millio nen Perlaustern gefischt wurden, blieben der 51