r J 'Weltmeister WAlter Rütt am Start Jakre auf Pe d a 1 e n Von Walt er Rutt D ie Lenkstange führe ich besser als die Feder. Vielleicht ist aber so eine Silberhochzeit mit der Rennbahn, wie ich sie dieses Jahr be gehe, wirklich ein Anlaß, auch dieses Match aufzunehmen. Ich will trach ten, es so gut als möglich zu bestehen. Beim Rennfahren haben die Leute ja schon oft über mich gesagt, ich hätte es pneumadick hinter den Ohren, na, vielleicht kann ich zeigen, daß man auch auf ändern, fremden Gebieten einigermaßen sattelfest sein kann. Man traut den Rennfahrern außer halb ihrer Bahn nicht viel geistige Regsamkeit zu. Ich erinnere mich da an ein für mich sehr schmerzhaftes Erlebnis. Es war in Paris, wo ich mir die schwerste Verletzung in meiner Laufbahn (oder muß ich Fahrbahn sagen?) zuzog. 191 3 stürzte ich dort so unglücklich, daß ich einen Schä delbruch erlitt. Der Bahnarzt war offenbar auch nicht sehr begeistert von der Durchschnitts-Intelligenz der Rennfahrer, oder aber wollte er mit einem Scherze über die elende Situa tion hinweghelfen, obwohl er nicht wußte, daß ich bei Bewußtsein war und ihn verstand, kurz, er sagte zum Abschluß seiner Lntersuchung: ..Schädelbruch. Glücklicherweise ist kein edlerer Körperteil verletzt.“ Trotz mei nes furchtbaren Zustandes zer sprang ich fast vor Wut, und ‘ kaum war ich soweit, da sagte ich dem Medizinmann, 94