.Jc-AtWv.«- ' ■ fVULAsYdt/lf ? »% 1 n- vvalzer über den „Wellen“... Übrigens gibt es natürlich auch heute noch Leute, die von Radio so viel Ahnung haben wie ein Hindukuli von der deutschen Literatur geschichte. Ich nenne nur meine Portier frau. „Na, Frau Kühl," erzähle ich ihr 'neu lich, „ich habe mir jetzt auch eine An tenne zugelegt!‘ „Ick zieh’ Ilunde vor!“ sagt sie kategorisch. „Ick kann nu mal Katzen nich vaknusen. Und denn sehnse Ihnen vor, detma det Biest nich de neuen Treppenläufa va- schandelt!..." Der Rundfunk ist eine segensreiche Einrichtung. Wohl, dreimal wohl dem, der sie ungestört genießen kann! Warum indiskret sein und Namen nennen, — jeden falls, ich habe einen guten Freund, der, abgesehen von seiner vor etlichen Jahren begangenen Ehe schließung, gänzlich Eine Radiokatastrophe Fante Lieschen und Fante Röschen wollten den Vortrag über „Das Einkocbcn“, hallen ahcr durch Einstellung auf eine falsche W ellenlange eine Vorlesung über das „Geschlechtsleben der Urvölker“ erwischt. (Zetcbnuty von Willibald Kram) Feierabend auf der Alm mit Radio (Berliner Illuftrirte) unvorbestraft ist. Diesem Freunde schien anfangs sein neugelegtes Radio viel Er leichterung zu schaffen. Begann näm lich die Gattin üblicherweise nach der An probe des sechsundzwanzigsten Kleides zu jammern, daß sie nichts, aber auch rein gar nichts anzuziehen hätte, wuchs sich diese immerhin noch harmlose Fest stellung im weiteren Verlaufe der Tirade zu Vorwürfen von schwerster Tragkraft aus, — nun, so nahm mein Freund die beiden Kopfhörer und schnallte sie sich fest, fest um die Ohren. Trotz dem: als jüngst sein Radiomonteur kam, um nach dem Rech ten zu sehen, und meinen armen Freund fragte: „Wie funktioniert Ihr Apparat?“ Da antwortete er wahrheitsgemäß: „Leider höre ich lästige Nebenge räusche!“ „So? Dann er lauben Sie, daß ich Ihren Apparat mal mitnehme!“ 84