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1929 erschienenen Aufsatz hat der Verfasser, Studienrat Ausland eine Fülle von Zuschriften erhalten, aus denen öffentlichen, ohne unsererseits Stellung zu den eingesandten Die Schriftleitung von »Scherls Magazin“ Ich war geradezu erschüttert von dem Er lebnis, und mein Mann, der sonst derlei Dingen skeptisch gegenübersteht, fing an, an meine Fähigkeit zu glauben, später ein tretende Ereignisse im Traum voraus zuerleben. Ein weiteres Erlebnis war folgendes: Meine Mutter war schon zwei Jahre tot und mein Vater noch gesund und kräftig. Da träumte mir eines Nachts, ich stünde neben dem Grabhügel der Mutter, und von vielen Menschen würde mir eine Unmenge frischer Kränze zugereicht, die ich neben den Grabhügel und, als weiter kein Platz mehr war, auch auf den Hügel legte. Dieser Traum wollte scheinbar kein Ende nehmen, denn er wiederholte sich trotz öfteren Er wachens immer wieder. Zwei Tage später fanden wir meinen Vater tot im Bette. Er hatte einen Herz schlag erlitten. Er wurde neben der Mutter beigesetzt, und zwar genau auf der Stelle, wo ich im Traum vorher gestanden hatte. Eine ungeheure Menge Kränze deckte seinen Hügel, und da diese auf seinem Grabe nicht alle auf gehäuft werden konnten, wurde ein großer Teil auch auf das Grab der Mutter gelegt. Die Szene spielte sich genau so ab, wie ich sie im Traum wieder und immer wieder gesehen hatte. Während des Krieges hatte ich folgenden Traum: Initialen von Erich F ey er abend Meine Schwester, die in Berlin verheiratet ist und deren Sohn im Felde Stand, war bei mir zu Besuch. Wir beide standen vor einem Spiegel, um uns zu einer Beerdigung fertig zumachen. Ich suchte immerfort nach einem schwarzen Schleier. Aber meine Schwester rief mir zu: ,Du brauchst ja doch keinen, nur ich habe einen nötigV Da sahen wir plötz lich durchs Fenster den langen Leichenzug kommen mit Fahnen und Musik. Er hielt stille, und wir gingen hinaus, um uns an zuschließen. Genau drei Tage später schickte meine Schwester ein Telegramm des Inhalts, daß ihr hoffnungsvoller Sohn gefallen sei. Zu alledem möchte ich nochmals aus drücklich bemerken, daß ich jedes Traum erlebnis unmittelbar am folgenden Morgen der Familie erzählte und nicht erst dann, wenn der Traum in Erfüllung gegangen war.“ Hauptmann Carl von Zombat, Wien VIII, Herbeckstraße 96: ach nur neunjähriger Ehe starb in der Nacht vom 16.jl7. Mai 1907 meine Frau. Etwa 14 Tage nach ihrem Tode sah ich sie im Traum wie lebendig in einem langen weißen Ge wand durch die Tür ins Zimmer treten. Sie sah mich mit klaren Augen, doch 823