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Steinbocks, das er erst Ende November verläßt. Dezember 1932 jedoch betritt er das Zeichen Wassermann, und das dürfte eine ausgesprochene Festigung der Lage Deutsch lands — nach innen wie nach außen — mit sich bringen. Gleichzeitig beginnt damit eine Epoche, diefürreformatorische Bestrebungen außerordentlich günstig ist. Unterstützt wird diese Tendenz durch den Planeten Uranus im Widder, der dann „rechtläufig“ wird. Es wäre zu begrüßen, wenn diese Tendenz möglichst nachdrücklich wahrgenommen würde — denn schon im September 1933 bedroht Deutschland eine Jupiter-Opposition. Es soll damit nicht gesagt sein, daß uns wie unter der letzten Jupiter-Opposition eine neue Inflation bedrohen wird — aber die Stellung dieses wichtigen Planeten ist denn doch zu ungünstig, als daß sich seine Tendenz nicht auswirken müßte . . . Hemmungen, Schwierigkeiten aller Art, nach innen wie nach außen, erscheinen angekündigt. Soweit die Beurteilung der Gesamtlage. Von welcher Seite aus Deutschland im nächsten Jahre regiert wird, läßt sich sehr schwer sagen. Man muß dazu die Horoskope der maßgebenden Politiker berücksichtigen. Und hierbei muß festgestellt werden, daß diese Politiker mitunter den an sie heran tretenden astrologischen Tendenzen kraß zuwiderhandeln. So hat zum Beispiel Adolf Hitler die günstige Tendenz seiner Jupiter- Trigonal-Stellung Mitte August, die sich in dem Angebot des Vizekanzlerpostens und zweier nationalsozialistischer Ministersitze äußerte, abgelehnt... Wenn er astrologisch beraten gewesen wäre, hätte er unbedingt annehmen müssen — die Folgen wären für ihn und seine Partei günstig gewesen. Reichskanzler von Papen hat im Januar 1933 eine feindliche Saturnstellung. Brüning kommt in eine gute und festigende Saturn bestrahlung im Dezember 1932. Otto Braun kommt in der zweiten Hälfte des Jahres 1933 in gute Bestrahlungen. General v. Schleicher hat im November, Dezember 1933 eine Jupiter-Opposition. Amüsanterweise erließ Reichskommissar Dr. Bracht die berühmte Zwickelverordnung unter einem sehr schlechten Jupiteraspekt. Ob nun die genannten Politiker die günstigen Aspekte benutzen werden, um zu handeln, und die ungünstigen, um ihnen da durch auszuweichen, daß sie ihnen keine Angriffsfläche bieten — was beides möglich und der eigentliche praktische Sinn der Astrologie ist —, das steht dahin. Jedenfalls kann festgestellt werden, daß Deutschland mit Ende dieses Jahres in eine bedeutend günstigere Zeit kommt — hoffent lich gelingt es einer Regierung, in dieser Zeit den neuen und dauernden Aufstieg des Lan des zu begründen! gebracht wird, denen er nicht gewachsen ist. Jedenfalls ist mit einer starken Schwächung seiner gesamten Machtposition zu rechnen, von der er sich kaum wieder erholen dürfte. Und wenn die Frage gestellt würde, wie es um die Aussichten Hitlers auf eine Reichs kanzlerschaft bestellt ist, so könnte man nur erwidern, daß Hitlers „Sterne“ so ungünstig sind für 1933, daß ihm eine Kanzlerschaft keineswegs zu wünschen ist. Es ist übrigens charakteristisch für Hitler, daß er stets zu den astrologisch ungeeignetsten Zeitpunkten (nämlich bei vorherrschenden kritischen Saturn-Einflüssen) zu Aktionen gedrängt wird. So zeigte sich zur Zeit des November- Aufstandes 1923 der Saturn am Ostpunkte (Aszendent) seines Horoskops. Im Jahre 1932, da er die absolute Macht für sich bean spruchte, befand sich Saturn in schlechtem Aspekt zur Sonne. Wenn wir zwischen diesen Gesamt konstellationen einen ursächlichen Zusam menhang suchen wollen, so drängt sich uns die Vermutung auf, daß in den Monaten Mai-Juni der Kampf der verschiedenen Gruppen um die Macht sich so zuspitzen wird, daß seih Ausgang auf lange Sicht über Sein oder Nichtsein der Republik entscheiden könnte. Gerade zu diesem Zeitpunkt zeigen sich im Horoskop des Generals Schleicher sehr günstige Einflüsse: Jupiter und Mars er reichen um Mitte Juni den Platz des Uranus. Daraus läßt sich entnehmen, daß er innerhalb einer solchen Machtauseinandersetzung nicht nur eine bedeutende Rolle spielen, sondern auch seinen Machtkreis sehr erweitern könnte. Keinerlei merkliche Bewegungen weisen die Jahreseinflüsse Papens auf; eine Gefähr dung seiner Position ist schon Dezember 1932- Januar 1933 zu erkennen. So ernst uns alle diese innerpolitischen Anzeichen erscheinen mögen, ist doch mit einer Belebung der Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte zu rechnen. Aber anhaltende Besserungen sind nicht zu erwarten. Außenpolitische Probleme werden bis Juli mehr in den Hintergrund gedrängt wer den. Positive Konferenz-Entscheidungen, besonders in der Wehr- und Milizfrage, dürften in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Es ist durchaus möglich, daß als Resultat dieser Erörterungen in Deutschland in dieser oder jener Form eine Art allgemeiner Dienst pflicht neu ausgebaut wird. Es scheint auch, daß im Jahre 1933 die Kolonialfrage einer für uns günstigen Lösung entgegengeht. Weiterhin läßt die republikanische Jahres figur 1933 sehr wichtige fördernde Handels beziehungen erkennen. Abgeschlossen am 3. November.