Nicht nur gegen einen starken Gegner. Ich sehe an mir vorüberziehen viele Feinde und erkenne deutlich Belgien als einen Feind, der uns schlimme Wunden schlägt in maßloser Grausamkeit. Im Westen taucht neben Frankreich noch England auf als unser bedeutend ster Gegner. In Afrika haben wir auch schwer zu känpfen, doch scheinen es auch Weiße zu sein, die uns dort zu vernichten streben. Italien aber eilt, mit England, Rußland und Frankreich gemeinsame Sache zu machen, wider uns. Auf dem Balkan Serbien und Rumänien. Ich sträube mich gegen Rumänien, aber es bleibt. Rußland macht uns große Mühe, aber es wird gelingen, trotzdem Japan ihm hilft, wie Amerika England hilft (ich sehe Roosevelt dem König von England Brot reichen und Wein und ihm auf die Schulter klopfen und ihm Geld und ein Pulverhorn reichen, einen Dolch und Bleikugeln, und Roosevelt schien doch unser Freund?!). Der Krieg ist schauerlich und wird viele Jahre dauern. Immer neue Feinde kommen, ich sehe sie aus allen Ländern der Erde zu England eilen, das gegen uns steht, und mit ihm gehen. Gewaltige Entfernungen wird es geben, auf denen wir kämpfen müssen; und fast alle Völker der Erde werden hineingezogen. Ich sehe den Krieg in Ausführung von Nordamerika bis Australien, von Serbien und Japan bis zum Kap Horn. Und überall taucht England auf. Auch in allen Ministerien unserer Feinde sitzt es fest und regiert brutal und egoistisch, und alle beugen sich, alle, ich sehe keine Ausnahme. Ist es möglich? Deutschland kommt in furchtbare Lage, und 1918 wird’s am schlimmsten. — Ich sah den Kaiser, angetan mit Hermelinmantel und die Krone auf dem Haupte, die Beine seines eigenen umgelegten Thronsessels ansägen; während dieser Arbeit wurde der Hermelinmantel immer grauer und pulveriger, allmählich abfallend, während die Krone immer mehr zusammenschrumpfte und der Kaiser selbst in Nichts zerrann. Deutschland geht furchtbar aus dem Kriege hervor, und an die 30 Jahre braucht’s zur Erholung. Rußland erwacht und streitet mit Amerika um den Besitz der Zukunft. — Gott sei mit uns!! — Guido von Gillhausen. — Versiegelt Seiner Kaiserlichen Hoheit dem Kronprinzen übergeben I Man vergesse nicht: am 3. August 1914 vorausgesagt 1 Vtsr Karl Rössing Der Traum des Barockengels von der Antike 882