Eugen Croissant Bauhaus-Baby oben wieder 20 Grad. Ich müßte die geschmeidige, bewegte, eisgekühlte Zunge des Rabbiners Stephen S. Wise, nein, die Zunge weiland William Jennings Bryans haben, um meine Erleichterung beredt genug beschreiben zu können. Ich begann mich wie ein Mann zu fühlen, der soeben aus einem Totenhaus befreit worden war. Es war nie zu kalt und nie zu warm bei uns. Mein Haus wurde so sauber, daß ich ein Hemd fünf Tage tragen konnte. Ich gewann Geschmack an der Arbeit, und im Handumdrehen entstand eine Reihe unschätzbarer Beiträge zur Nationalliteratur. Mein Gemüt wurde so sanft, daß meine Familie schon Zeichen der Senilität an mir wahrzunehmen begann. Mein Keller wurde sö sauber wie die übrigen Teile des Hauses und geräumig wie eine Scheune. Ich ver größerte meinen Weinkeller um tausend Kubikmeter. Ich ließ einen Wand schrank aus Zedernholz einbauen, der meine Riesengarderobe fassen konnte. Ich fügte einen Stahltresor für Schriften, eine Zimmermannswerkstatt und eine Betkammer hinzu. Für alle diese Wohltaten und Nutznießungen stand ich in der Schuld des Erfinders des Thermostats, dieser einfachen, aber unvergleichlichen Vorrichtung. Ich möchte gern seinen Namen nennen, aber leider habe ich ihn vergessen. Der Mann war einer der großen Wohltäter der Menschheit. Ich würde ihn nicht her geben für ein Dutzend Marconis, ein Regiment Alexander Graham Beils und für ein ganzes Armeekorps von Edisons. Edisons Lebenswerk, ebenso wie seine schwatzhafte und sinnlose Prosa, hat über die Menschheit in der Hauptsache nur Fluch gebracht: er hat die Zahl dieser verfluchten Ärgernisse wesentlich ver mehrt. Aber der Mann, der den Thermostat erfunden hat, war meiner Meinung nach ein Held, Shakespeare, Michelangelo und Beethoven vergleichbar. 457