Versagen der Frauen in der Diplomatie. Sie haben den großen Krieg nicht vermeiden können. Er ist sicher, daß, wenn Männer an ihrer Stelle gewesen wären, es keinen Krieg gegeben hätte. Ist nicht die Diplomatie dazu da? Der Vertrag von Ver sailles I Er brummelt: Was für einUnding I Wie kurz sichtig diese Frauen sind! Sie hätten einen Elemen tarkursus in Geographie durchmachen müssen, ehe sie sich anmaßten, ein neues Europa zu um grenzen 1 Dann das ganze Genfer Palaver I Wie diese Frauen schwätzen und schwätzen . . . und wie wenig sie handeln. Nun zu den Memoiren Fochs und Clemenceaus. Wie sie einander verleumden! Weiber können den Mund nicht halten, selbst nicht nach dem Tod! Des weiteren die Unruhen in Indien. Eine sogenannte sozi alistische Regierung schießt auf ein Volk, das Selbstbestimmungsrecht fordert! Frauen sind so unlogisch! Man betrachte die ständig wachsende Zahl der Arbeitslosen. Bald wird die ganze Welt von Unterstützung leben, auch die Land wirte, wenn die Besteuerung sich nicht ändert. Zuschüsse! Immer neue Zu schüsse! O, die weichen Herzen dieser Frauen! Das Land wird in die Binsen gehen mit ihren Zuschüssen! Ein weiteres Mal haben sie einen Handelsvertrag mit Ruß land unterzeichnet. Einen Tag brechen sie die Beziehungen ab, den nächsten . . . O, die Launenhaftigkeit der Frauen! — So würden die Männer reden, wenn die Frauen verantwortlich wären für alles, was geschehen ist. Wenn es den Anschein hat, als habe ich es an der nötigen Achtung vor den Herren der Schöpfung fehlen lassen, bitte ich um Verzeihung. Ich möchte sie so wenig heruntersetzen wie meinen Sohn. Sie sind der Sonnenschein, das Licht und der Schatten des Lebens, ohne den alles schal, fahl und unerträglich ist. Der Mann ist der natürliche Gefährte der Frau. Seine Mitarbeit ist wichtig, seine Zustimmung notwendig, sogar sein Mißfallen angenehm anspornend. Seine Logik ist die Er gänzung zur Intuition der Frau. Seine Urteilsfähigkeit ist das Gegenstück zur fraulichen Vision. Aber sein Anspruch auf Überlegenheit bleibt unbewiesen und der Grund seiner Vorzugsstellung ein Rätsel. (Deutsch von Hans B. Wagenseil.') Käte Knorr 181