* vc -c. Kiril Arnstam Tee bei jungen Mädchen. Viele sprechen französisch. In Smith College herrscht die ausgezeichnete Sitte, alljährlich einen Teil der Studentinnen aus dem dritten Jahrgang nach Frankreich zu senden. Sie verbringen zunächst einige Monate in Grenoble, um sich an die Sprache zu gewöhnen, dann hören sie an der Sorbonne Vorlesungen über französische Kulturgeschichte. In Paris werden sie in sorgfältig ausgesuchte Familien untergebracht und müssen genau so leben wie unsere jungen Mädchen. Die Resultate scheinen ausgezeichnet zu sein. Meine beiden Nachbarinnen, Lucy Gaskell und Dorothy Ward, sprechen sehr gut französisch. Lucy Gaskell ist ein wenig übermütig; sie steht ständig auf, macht ein paar Tanzschritte, eine Boxrunde, dann kommt sie pirouettierend an ihren Platz zurück. Dorothy Ward ist sanft und träumerisch. Sie lebten in Paris in der gleichen Familie. „Unsere französischen Freunde“, erzählt Dorothy Ward, „hatten einen Sohn und eine Tochter, Lucien und Marguerite . . . Schrecklich, wie man in Frankreich arbeitet . . .! Aber dafür kam jeden Sonntag der Oberst und küßte uns die Hand. Ich erwartete den Sonntag mit Ungeduld!“ „Gefiel es Ihnen bei uns?“ „Oh, ja, ich möchte gern wieder nach Frankreich zurück . . . Nur sind alle dort so ernst und traurig! Marguerite war zwei Jahre jünger als ich, und sie wußte schon so viel vom Leben! Sie hatte eine schrecklich pessimistische Philosophie! Sie sagte, man müsse resignieren . . . Glauben Sie das? Resignieren! Mit siebzehn Jahren! Und sie lernte so viel, schrecküch viel . . . Und alles vielleicht nur, um eines Tages als kleine Sekretärin dreißig Dollar im Monat zu verdienen. Dreißig Dollar im Monat! Das ist wahr, glauben Sie nicht?“