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DAS PLAKAT 4. JAHRG./1913 NUMMER 3 MITTEILUNGEN DES VEREINS DER PLAKATFREUNDE d DIE BEZUGSBEDINGUNGEN SIND AUF DER LETZTEN TEXTSEITE ANGEGEBEN J Ludwig Hohlwein / Von Dr. Hans Sachs / Berlin" 1 L udwig Hohlwein - ein Name, ein Programm, ein Schlagwort. Ein Name, unauflöslich verbunden mit der Entwicklung deutscher Reklamekunst am Beginn des XX. Jahr hunderts,klang- lov len iov 3W rbi sm rab iaw 6m 5id b5I uM nh ißH mt •H« iaw nul r ial aad anß iniZ ibtz voll allen, die an ihr teil- I nahmen von Liebhaberei, ! von Berufs, von Geschäfts I ’ I wegen. Ein Programm, ein . Schlagwort für den Kauf- i mann und Gewerbetreiben- i den, der sich Ludwig Hohl- : weins Talente zu nutze I machen, sein Können in die Dienste einer grosszügigen \ Reklame stellen will, für i Sammler und Kunstfreund, Museum oder Bibliothek, die ein Blatt von Hohlweins Hand retten wollen für spä tere Zeiten. „Hohlweinstil", „Hohlweinsche Art", „Hohl- • weinsche Flächenbehand lung" —, wie konnten solcher lei Worte geprägt werden, die ' besser als langatmige Ausein- ; andersetzungen prägnanten • Sinn, scharf umrissene Vor- j Stellungen erzeugen? ■KMns £hde Oufi j anlössifö) des XV. üeuhtfjenöiiirämajiesreiis in der ülfen 5fe53fö(fe:^here5ienliöhe aiG giax Die Wände dieses Saales zeigen Ihnen ein fast sieben- Ludwig Hohlwein Abb. t Pieket Druck: Vereinigte Druckereien und Kunstenstelten G.m.b.H., München jähriges rastloses Schaffen und Vorwärtsstreben. Ein ander Ding, wenn ich hier vor Leuten sprechen müsste, denen Begriff und Wesen der Reklame und ihrer künst lerischen Ausdrucksmittel noch fremd wären, wenn es gälte, eine Schar von Juristen oder Philologen in das Ge heimnis unsrer Kunst, der Reklamekunst, einzuweihen; die Aufgabe wäre nicht schwer, wenn sie an der Hand solchen Materials durch geführt werden könnte. Aber Sie, meine Damen und Herren, sind keine Laien, Ihnen die Grundbegriffe an gewandter graphischer Kunst im Dienste der Reklame zu zergliedern und das Werk eines Hohlwein in seinen zahl losen Wechselbeziehungen zu ihr klarzulegen, hiesse Eulen nach Athen tragen. Ersparen Sie mir, da in Ihnen selbst die Erinnerung, das Ver ständnis dafür nicht weniger lebendig ist als in mir, zum hundertsten Male zu wieder holen, was Hohlwein den Münchnern, der süddeutschen Plakatkunst in erster Reihe, gewesen ist, wie er den Boden, der seit den Zeiten eines Stuck, eines Paul, eines ♦♦ ♦ ♦ nunsf.Hwfisfjgßiwrbe .CfnätisfrieN- *) Vortrag, gehalten im Verein der Plakatfreunde am 6. Januar 1913. \