DAS PLAKAT MiiiiiMUMiMmiiiimimiimiiimiiimimiiiiiiiiiiiiiimHiimimiimiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiNiuiiiimiMimmiimiiiiiimiiiimiiiiiNiiiiiiiiii 137 iiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiinniiiiii BRIEFE / REFERATE / KRITIKEN Der Weitbewerb für ein Plakat der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig 1914 D =ie Ausstellungsleitung hatte, um ein Plakat zu ; beschaffen, das in geeigneter Weise auf die Aus stellung hinweist, einen allgemeinen Wettbewerb : unter den deutschen Künstlern ausgeschrieben. Im Deutschen Buchgewerbe-Museum fand im Dezember die Ausstellung der eingegangenen Arbeiten statt. Ehe ich an ihre Besprechung gehe, scheint es mir notwendig, einige allgemeine Bemerkungen vorauszuschicken. Es ist gewiss ein löblicher Gedanke, zur Unterstützung eines man kaum erwarten, dass in diesem Falle sich das Bild ändern würde; und die Tatsachen haben leider recht. Allgemeine Konkurrenzen auszuschreiben ist nicht nur volkswirtschaftlich un gesund, auch nach der rein künstlerischen Seife hin wird der Erfolg stets ausbleiben. Man muss es bedauern, dass soviel Aufwand an Material und Arbeit nutzlos vertan ist und dass die breiteste Mittelmässigkeit im Verein mit talentlosem Dilettantismus die wenigen, allerdings auch nur bedingungsweise annehmbaren Arbeiten völlig erdrückten. Diese Kalamität hätte unzweifelhaft vermieden werden können, wenn man auf einen allgemeinen Wettbewerb verzichtet hätte und einige unserer Plakalkünsfler von Ruf zu einer engeren Konkurrenz gegen Honorare aufgefordert hätte. Wie man hört, bestand auch ursprünglich diese oder eine ähnliche Absicht; INTERNATIONALE AU//TELLUNG Fiy r BUCHGEWERBE UND GRAPHIK UNTER OEM PROTEKTORAT /R-MAJETTÄT DE/ KÖNIG/ FRIEDRICH AUGU/TVON /ACH/EN * LEIPZIG 1914 MAI -^OKTOBER Abb. 1 1. Preis. Schrift schwarz auf weiss derartigen Ausstellungsunternehmens die Mitarbeit aller deutschen Graphiker anzurufen. Und in der Theorie ist es auch wunder schön, dabei zu hoffen, sei es von der Hand eines anerkannten Plakatkünstlers oder durch einen glücklichen Zufall von einer bis dahin ungekannten Grösse ein den Ausstellungsgedanken markant zum Ausdruck bringendes Blatt zu erhalten. Die Praxis aber bewies, dass Theorien sehr häufig von illusorischem Werte sind und dass mit ihnen in realen Fällen nichts anzufangen ist. Nach den Erfahrungen, die man bereits kurz vorher mit dem allgemeinen Wettbewerb für das Plakat des diesjährigen in Leipzig stattfindenden deutschen Turnfestes gemacht hat, durfte UNTER DEM PRo TEKToRAT SR MA]ESTAT DEM KÖNIG FRIED RICH AUGUST vonSACHSEN VERANSTALTET AUS 1 ANLASS OEU50SSSSU BESTEHENS DER KGL AKADEMIE FURGRA« PH I SCH E KÜNSTE y BUCH GEWERBE'” LEIPZIG'”" :-?iX?8LKK6EWER BEVLREIN INTERNATIONALE AUSSTELLUNG W5BUCHGEWERBE W&GRAPHIKoktober LEIPZK31911 Abb. 2 2. Preis. Figuren rot, Schrift schwarz allein mit Rücksicht auf die Wünsche der mitberatenden Künstler kreise musste man den Gedanken fallen lassen. Das Preisgericht setzte sich aus folgenden Künstlern zusammen: Th. Th. Heine, Max Klinger, L. Manzel, Max Seliger, Walter Tiemann und E. R. Weiss, dazu kam der Vorsitzende des Direktoriums der Ausstellung Dr. Ludwig Volkmann und der Vorsitzende des Presse-Ausschusses Horst Weber. Das Gericht hat gesprochen, aber ich vermag unter den vier von ihnen herausgesfellten Entwürfen nicht einen zu erkennen, der, wie es in dem Ausschreiben heisst „in geeigneter Weise auf die Aus stellung hinweist". Die Schuld an diesem Misslingen scheint mir