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hätten und nachsehen kämen. Das Fenster blieb leer. leb war gerettet! Ich ging an der Marne hin, um zu Martha zu gelangen. Ich hatte die Absicht, meinen Korb in einem Gebüsch zu ver stecken und ihn am nächsten Morgen wieder zu holen. Der Krieg machte das aber ge fährlich. Denn an der einzigen Stelle, an der sich Gebüsch befand und wo ich den Korb hätte verstecken können, stand ein Wachtposten, der die Brücke bewachte. Ich zögerte lange, bleicher als ein Mann, der eine Dynamitbombe legt. Trotzdem ver steckte ich meinen Freßkorh. Das Gitter hei Martha war verschlossen. Ich nahm den Schlüssel, den man immer in den Briefkasten legte. Ich durchschritt den kleinen Garten auf den Fußspitzen und stieg dann die Stufen zum Vorbau hinauf. Dann zog ich abermals meine Schuhe aus, um die Treppe hinaufzugehen. Martha war so nervös! Vielleicht würde sie ohnmächtigwerden, wenn sie mich plötz lich in ihrem Zimmer sähe. Ich zitterte; ich fand das Schlüsselloch nicht. Endlich drehte ich den Schlüssel behutsam herum, um niemanden zu wecken. Im Vorzimmer stieß ich gegen den Regenschirmständer. Ich fürchtete Klingeln für Lichtschalter zu halten. Ich tastete mich zum Zimmer hin. Ich hielt inne —• noch hatte ich Lust, zu fliehen. Vielleicht würde Martha mir nie mals verzeihen. Oder vielleicht würde ich erfahren, daß sie mich betrügt, und sie mit einem Manne überraschen! Ich öffnete. Und flüsterte; ,.Martha?“ Sie antwortete: „Anstatt mich so zu erschrecken, hättest du ruhig auch erst morgen früh zu kommen brauchen. Du hast deinen Urlaub wohl acht Tage früher bekommen?“ Sie hielt mich für Jacques! Wenn ich auch auf diese M eise erfuhr, wie sie ihn empfangen hätte, so erfuhr ich doch auch, daß sie mir bereits etwas ver barg. Jacques sollte also in acht Tagen kommen! Ich machte Licht. Sie blieb ganz der Wand zugekehrt und drehte sich nicht um. Dec foeben erfcf)tenene Koman pon <£rnjt oon Ü)ol3O0cn ★ ©eljeftct 4,00 Sttarf <Öatt3leinen 5,$0 STlarP * 6erlm ©ED 6$