Volltext Seite (XML)
1933 gar nur 9,2%. Der gleiche Bericht (Heft 35 v. 30. 8. 35) führt weiter aus, daß der Anteil der Ma schinenindustrie 1933 5,7 %, der der elektrischen Krafterzeugung 6,5 % betrug, während im Konjunktur höhepunkt 1929 die Maschinenindustrie einen fast doppelt so hohen Prozentsatz wie 1933 aufwies. Als Grund für diesen Rückschlag wird die landwirtschaft liche Kaufkraftschrumpfung angegeben. Anders war die Entwicklung des Anteils der Verbrauchsgüter industrien, denn nach der erwähnten Darstellung „hat sich der Anteil der so überaus empfindlichen Textilindustrie, der 1929 erst 14,2% betrug, bis 1933 auf 18,9% erhöht, während die Nahrungsmittel industrie, auf die vor der Krise 36 % der Gesamt produktion entfielen, mit einem Produktionsanteil von 34,5 % an Bedeutung etwas verloren hat. Es ist also innerhalb der Verbrauchsgüterindustrien eine Ver schiebung von der Erzeugung der Güter des starren Bedarfs zur Produktion der Güter des elastischen Be darfs eingetreten". Die Lehren aus dieser Wirtschaftsentwicklung für die Exportmöglichkeiten liegen darin, daß aus ihnen ziemlich deutlich die Abhängigkeit der gesamten Marktlage von der Situation der Landwirtschaft her vorgeht, in erster Linie also von dem Ernteaus fall. Und so ist es denn nicht ohne Bedeutung auch für die deutsche Ausfuhr nach Ungarn, wenn wir lesen, daß gegenüber einem vorjährigen Erntewert von 662 Millionen Pengö in diesem Jahr ein Ernte ertrag von etwa 825 Millionen Pengö erwartet wird, der zu einer ansehnlichen Kaufkraftsteigerung nicht allein der Landwirtschaft, sondern im wirtschaftlichen Kreislauf auch der Gesamtbevölkerung führen muß. Für die Beurteilung der Kaufkraft ist ferner noch die Preisentwicklung wichtig, und hier ist zu be merken, daß die Großhandelspreise in landwirtschaft lichen Produkten zwar gegenüber dem Vorjahr erhöht sind, sich jedoch in diesem Jahre nicht wesentlich ver ändert haben, während die Indizes für Industrie produkte eine leichte abwärts gerichtete Tendenz zeigen. Die Lebenshaltungskosten insgesamt sind im 1. Vierteljahr langsam gestiegen, seit April aber unverändert. Richtet man nun seine Blicke auf den ungarischen Außenhandel, so sieht man, daß die Handels politik Ungarns weitgehend von einer akuten Roh stoffnot beeinflußt wird, die namentlich in Textilroh stoffen zeitweise recht stark war, aber bisher noch immer ausgeglichen werden konnte. Der Rohstoff mangel ist zum größten Teil dadurch begründet, daß Ungarn infolge des Clearingsystems nur recht geringe Einnahmen an Bardevisen hat und infolgedessen in der Richtung seines Außenhandels nicht frei ist. Leider ist hier die Lage Deutschlands der ungarischen Situation gleich, und die handelspolitischen Interessen können sich auf diesem Gebiet nicht begegnen. Die Entwicklung des ungarischen Außenhandels selbst zeigt für 1934 auf der Ausfuhrseite eine etwas höhere Ziffer als 1933. Das liegt aber daran, daß der Ge samtausfuhrwert durch eine Preissteigerung gehalten werden konnte, mengenmäßig ist die Ausfuhr da gegen um 9,8 % gesunken. Ebenso ist die leichte Ausfuhrsteigerung im ersten Halbjahr 1935 eine rein DER EDELSTE BLEISTIFT % 4L. K° H' 1 oP DAS GUTE KLISCHEE bevorzugt die manuelle Behandlung seiner Werke. Das Nachempfinden seiner Arbeit ist erstes Gebot! Das gute Sauer-Klischee vereinigt seine Wünsche bei derWiedergabe seinerWerke. Photholithos • Kopierte Maschinenplatten SAUER & Co. GRAPHISCHE KUNSTANSTALT BERLIN SW 68, ALEXANDRINEN STRASSE 26 BOCHUM, FR.-LUEG-HAUS, KORTUMSTRASSE16 69