«tSCHAU 'jßrfxm AMJL BIS OKTOBER’ VERANSTALTET VOM REICHSNÄHRSTAND UND DER STADT DER AUSLÄNDSDEUTSCHEN STUTTGART II. PREIS. HELMUT SCHMOHL, BERLIN III. PREIS. KURT PRIEN-GERHARD SCHULZ, BERLIN Für diese Gegebenheiten wurde ein wirksames Werbeplakat verlangt, das „neben der Sachbeziehung der landschaftlichen Schönheit Stuttgarts als Stadt im deutschen Süden gerecht wird". Eine starke Beteiligung der in der Reichsfachschaftskammer zusammengeschlossenen Gebrauchsgraphiker war zu erwarten; sie blieb mit 910 Arbeiten noch unter der erhofften Zahl. Für die amtierenden Preisrichter war diese in der Gewerbehalle aufgehängte künstlerische Leistungs schau ein interessanter Überblick über den Stand der deutschen Plakatkunst. Bei den ersten Rundgängen wurden bis zum Nachmittag des ersten Tages gegen 800 Entwürfe ausge schieden, für deren Verbleiben sich keine Preisrichterstimme erhob. Durch dieses Ausscheiden sonderten sich 110 Arbeiten ab, aus denen in Abstimmungen nochmals 40 Plakate herausgezogen wurden. Viele Künstler versagten vor den Schwierigkeiten, ein allgemein verständliches Grundmotiv mit der For derung eines werbetechnisch wirksamen Blickfanges zu verschmelzen. Bei den neuen Wahlgängen des zweiten Tages blieben innerhalb der engeren Wtohl einige Entwürfe im Vordergrund, die jeder kritischen Betrachtung standhielten. Auch am zweiten Tag wurden die gesamten am Vortag zurückgestellten Blätter erneut in Rundgängen einer sorgsamen Nachprüfung unterzogen, die aber fast keine Änderung brachte. Aus der Spitzengruppe kamen zehn Entwürfe in die engste Wahl: In den folgenden Schlußabstimmungen, die mit 8 zu 1, 6 zu 3 und 9 zu 1 vorgenommen wurden, fiel der 1. Preis mit 4000 RM. auf die Arbeit des Augsburgers Richard Roth, der 2. Preis mit 2500 RM. an Helmuth Schm o hl, Berlin, und der 3. Preis mit 1500 RM. an die gemeinsame Arbeit von Kurt Prien und G. Schulz, Berlin. Sechs Ankäufe zu 500 RM. fielen an: Josef Bartl, Dresden, Gerhard Noack, Berlin-Zehlendorf, Eugen Cordier, München, Friedrich Riecke, Essen, und H. Eisenblütter, Königsberg, Hermann Schardt, Essen. 58