Professor F. H. Kleukens noch stärker. Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges mußte Köhler gleich ins Feld und hatte das Unglück, gleich in den ersten Wochen in französische Kriegsgefangenschaft zu geraten. In den folgenden schweren Jahren der Kriegsgefangenschaft, in den Lagern in Südfrankreich, den Steinbrüchen des Atlas in Nordafrika, später in Portugal und Spanien, war jede freie Zeitspanne mit Zeichnen ausgefüllt. Die bewachenden Soldaten, die Typen der Eingeborenen, Volk, Landschaft und Meer waren seine Modelle. Die Mappen mit den Zeichnungen aus dieser Zeit sind Be weise der Unermüdlichkeit und des Fleißes und Grund lage für eine Beherrschung des Figürlichen, wie sie kaum eine Schule dem Künstler hätte vermitteln kön nen. Erst Jahre nach dem Krieg kehrte Köhler in die Heimat zurück. Hier mußte er sich mit dem erwor benen Können nun eine Existenz aufbauen, und nach schwierigem Anfang in Darmstadt kam er nach Frank furt am Main. Da seine Auftraggeber in erster Linie die großen Automobilfirmen waren, mußte er sich auf dieses Gebiet spezialisieren, so sehr ihm gerade das Spezialistentum zuwider war. Das tat er dann mit einer Gründlichkeit und einem Ernst, die er jeder ge stellten Aufgabe entgegenbrachte. Seine Vorbildung und seine zeichnerischen Fähigkeiten waren ihm jetzt sehr wertvoll. Das Technische für die Darstellung der Autos erarbeitete er sich mit eisernem Fleiß. So zei tigte die Sorgfalt der Vorbereitung Resultate auf dem Gebiet der Automobilpropaganda, die ihn zu einem der bevorzugtesten Künstler dieses Gebietes machten. Katalogausstattungen, Prospekte, Inserate und Plakate entstanden in den Jahren vor dem Ausbruch des jetzi-