Max Beckmann Tagebücher
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv, Max Beckmann Nachlässe
Die 17 erhaltenen Tagebücher Max Beckmanns aus den Jahren 1903/04, 1908/09, 1912/13 und 1940-1950 waren bislang unzureichend ediert. Zehn Hefte vermachte Mathilde Q. Beckmann an die Rare Book and Manuscript Library der Columbia University New York. Sieben Tagebuchhefte sind als Teil der Max Beckmann Nachlässe seit 2016 Eigentum des Max Beckmann Archivs an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Seit 2020 wurden am Max Beckmann Archiv auf Grundlage der digitalisierten Originalmanuskripte zeichengenaue Transkriptionen vorgenommen und auf Grundlage aktueller Beckmann-Forschungen und bisher unveröffentlichter Materialien ausführliche Kommentare erarbeitet und um Personen-, Orts- und Schlagwort- sowie Werkregister ergänzt.
Digitale Gesamtedition nach oben
Max Beckmann, Tagebuch 1941, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Max Beckmann Archiv
Mit der vollständigen Online-Edition von Max Beckmanns Tagebüchern machen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sämtliche 17 Tagebücher des Künstlers aus den Jahren 1903 bis 1950 zugänglich. Die Edition erlaubt durch erstmals identifizierte Personen neue Einblicke in die Netzwerke des Künstlers sowie Erkenntnisse über seine Arbeits- und Lebensumstände. Sie liefert neue Hinweise zu Provenienzen der Werke und Aspekten des Kunsthandels. Beckmann wird zudem als aufmerksamer Beobachter des politischen Geschehens greifbar. Durch die vollständige Abbildung sämtlicher Tagebuchseiten werden erstmals auch zahlreiche Zeichnungen und Skizzen zugänglich, mit denen Beckmann seine Einträge bisweilen ergänzte.
Zu den Tagebüchern
Weitere Informationen auf der Projektwebsite
Das Max Beckmann Archiv nach oben
Das Max Beckmann Archiv in München widmet sich als Künstlerarchiv dem Leben und Schaffen Max Beckmanns (1884-1950), einem der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Das 1977 gegründete Archiv ist als zentrale Forschungseinrichtung und Dokumenten sowie Fotosammlung zum Künstler bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen angesiedelt und wird von dem gemeinnützigen Verein Freunde des Max Beckmanns Archivs gefördert.
Die Archivbestände umfassen über 5.000 Briefe, darunter fast 500 Autografen Max Beckmanns, sowie 6.000 Fotografien, etwa 60.000 Zeitungsausschnitte und weit über 1.400 Spezialpublikationen. Unpublizierte Materialien wie Vorträge oder wissenschaftliche Abschlussarbeiten ergänzen die stetig anwachsende Zahl an Zeitdokumenten, ebenso wie Filme und Tonträger. Zu den wichtigsten Zugängen gehört die 2016 erhaltene Schenkung der Familie Beckmann: die Nachlässe von Max Beckmann, seiner ersten Frau Minna Beckmann-Tube wie seiner zweiten Frau Mathilde Q. Beckmann, seinem Sohn Peter und dessen Frau Maja Beckmann. Weitere bedeutende Nachlässe von Freund:innen Beckmanns, Sammler:innen aber auch Wissenschaftler:innen ergänzen die stetig wachsenden Bestände des Archivs.
Als Forschungszentrum und Wissensspeicher ist das Max Beckmann Archiv zentrale Anlaufstelle für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Werk und Person des Künstlers. Neben einer fortwährenden Tiefenerschließung der Bestände unterstützt es durch die Bereitstellung von Materialien Ausstellungen und Publikationen und ermöglicht die Durchführung von Forschungsprojekten. Hierzu bietet das Archiv Möglichkeiten zur selbstständigen Recherche und berät oder begleitet wissenschaftliche Vorhaben. Die Bestände des Künstlerarchivs sind öffentlich zugänglich und können nach vorheriger Anmeldung von jedem Interessierten genutzt werden.