Bilddatenbanken und Bilderdienste

DEUTSCHE DIGITALE BIBLIOTHEK

Die Deutsche Digitale Bibliothek ist das zentrale Portal für Kultur und Wissen. Sie macht das kulturelle Erbe der Bundesrepublik über das Internet verfügbar. Erklärtes Ziel der DDB: deutsches Kulturerbe online zusammenführen und nutzbar machen. Bislang konnten in der DDB Bestände von mehreren Hundert Kultureinrichtungen wie Museen, Archiven oder Bibliotheken versammelt werden – und die Zahl wächst beständig. Aktuell beteiligen sich 14 Einrichtungen am Aufbau und der technischen Weiterentwicklung der DDB

EUROPEANA

Europeana.eu ist eine virtuelle Bibliothek, die einer breiten Öffentlichkeit das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Europas von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart in Form von Bild-, Text-, Ton- und Video-Dateien zugänglich machen soll. Europeana arbeitet mit Tausenden europäischen Archiven, Bibliotheken und Museen zusammen, die gemeinsam das kulturelle Erbe im Interesse von Kunstgenuss, Bildung und Forschung nutzen. Europeana Collections bietet Zugang zu mehr als 50 Millionen Objekten in digitalisierter Form – Fotografien, Büchern, Musik, Kunstwerken und mehr.

BILDARCHIV PREUSSISCHER KULTURBESITZ

Die bpk-Bildagentur ist ein zentraler Mediendienstleister aller Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Sie besitzt mit über 12 Millionen Fotografien eine der größten zeitgeschichtlichen Fotosammlungen in Europa. Bei einem großen Teil ihrer Fotografien verfügt die Agentur über die ausschließlichen Nutzungsrechte. Die bpk-Bildagentur vertritt alle Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei der Vergabe von Bildnutzungsrechten für kommerzielle Zwecke.

DEUTSCHE FOTOTHEK

Gegründet 1924 bietet die Deutsche Fotothek als kulturgeschichtliches Universalarchiv mit einem Gesamtbestand von über 5 Millionen Bilddokumenten ein vielfältiges Themenspektrum mit Sammelschwerpunkten in den Bereichen Fotografiegeschichte, Kunst, Architektur und Technikgeschichte. In der Bilddatenbank können sowohl Bilder aus der Deutschen Fotothek als auch aus aus über 90 Partner-Institutionen recherchiert werden: Fotografien, Gemälde, Grafiken sowie in unseren Kollektionen zu Karten und Architekturzeichnungen. Mit dem Archiv der Fotografen bietet die Deutsche Fotothek in der SLUB Dresden ein virtuelles Schaufenster für die Werke bedeutender deutscher oder in Deutschland arbeitender Fotografinnen und Fotografen — aus dem Bestand der Deutschen Fotothek und aus den Sammlungen ihrer Partner. Ziel der Dokumentations-, Sammlungs- und Erschließungstätigkeit der Deutschen Fotothek ist es, Forschung und Lehre, Presse und Verlagen, jedem Interessierten - im Verbund mit Partnern - umfangreiches und effizient aufbereitetes Bildmaterial bereitzustellen.

BILDARCHIV FOTO MARBURG
Seit seiner Gründung 1913 ist es Ziel des Bildarchivs Foto Marburg, Bild- und Datenbestände zur europäischen Kunst zu sammeln und kunstgeschichtliche Dokumentarfotografien anzufertigen. Der Bildindex der Kunst und Architektur stellt einen zentralen Nachweis von Dokumentarfotografien zur Kunst und Architektur in Deutschland dar und steht unter dem Namen Marburger Index auf Microfiche, inzwischen aber auch digital im Internet, zu Recherchezwecken zur Verfügung. Der Bildindex bietet inzwischen 1,9 Millionen Fotografien jedweden Formats, überwiegend in Schwarzweiß, zum Teil aber auch in Farbe aus zahlreichen Bildarchiven, Denkmalämtern, Instituten und Museen an.

DDR-BILDARCHIV

Das DDR- Bildarchiv digitalisiert und vertreibt Fotos aus der DDR und den Neuen Bundesländern u.a. von Bildjournalisten wie Dr. Gerhard Murza, Heinz Schönfeld, Siegfried Gebser, Burkhard Lange, Ullrich Winkler, Siegfried Bonitz.

AEROFOTOTECA, ROM

Die Datenbank der planimetrischen Bilder setzt sich aus rund 12000 Aufnahmen zusammen.

ALBUM 1900
Eine Privatsammlung von Porträt-Carte-de-Visite-Photographien, ca. 250 davon sind online in sehr guter Qualität auf der deutsch- und englischsprachigen Website zu sehen. Der Schwerpunkt liegt weniger auf Vollständigkeit als auf motivischen Darstellungen (Männer, Frauen, Kinder); soziologisch eine Fundgrube, beispielsweise eine Typologie des Matrosenanzugs als Kinderkleidung. Interessante Linksammlung zu vergleichbaren Websites.

CENTROPA WIEN
Das in Wien ansässige Centropa-Institut des Photographen Edward Serotta dokumentiert jüdische Familienphotos und Lebensgeschichten aus Mittel- und Osteuropa. Es ist das erste Oral History Project, das auf Photographien basiert. Unter dem Titel „Witness to a Jewish Century“ werden Privatphotographien aktiv aufgestöbert, sie und ihr Kontext dokumentiert und online zur Ansicht zur Verfügung zu stellen. 500 Lebensgeschichten samt Photos wurden schon festgehalten, 110 sind schon im Internet nach Schlagworten abrufbar. Auf der Website von Centropa werden zudem „Slideshows“ und Essays angeboten.

ddp-BILDERDIENST
Der Bilderdienst der Nachrichtenagentur ddp stellt zwei Bilddatenbanken zur Verfügung: In der Datenbank Aktuell findet sich die tagesaktuelle Produktion der Photographen. Hier wird der gesamte ddp Bilderdienst zeitgleich mit der Satellitenübertragung zur Verfügung gestellt und etwa vier Wochen vorgehalten. Im Archiv findet sich das gesamte Bildmaterial der Agentur verschlagwortet. Die Bildnutzung ist kostenpflichtig.

DAS DIGITALE BILDARCHIV DES BUNDESARCHIVS KOBLENZ
Das Bundesarchiv verwahrt ca. 11 Millionen Bilder, Luftbilder und Plakate zur deutschen Geschichte. Erste Fotografien stammen aus dem Jahr 1860. Schwerpunkte der Überlieferung sind Bilddokumente zu Ereignissen und Personen der Weimarer Republik, zum Dritten Reich, hier insbesondere die Bilder der Propagandakompanien der Wehrmacht, zur DDR in Form von Bildern des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes ADN-Zentralbild sowie zur Bundesrepublik Deutschland.
Das Archiv ist im September 2007 mit 60.000 Bildern online gegangen. Kontinuierlich werden neue Bilder in diese Datenbank eingestellt. Die Bilder können über eine Volltextsuche, Erweiterte Suche oder eine Recherche durch die Sach-, Personen- und Ortsklassifikation ermittelt werden.
Der Recherche-Zugang ist zwar frei, doch leider wurden alle digitalen Bilder mit einen riesigen Wasserzeichen in der Mitte versehen, was nicht sehr benutzerfreundlich gestaltet wurde. Man hätte hierfür auch den Randbereich vorsehen können. Die tatsächliche Benutzung im Internet ist leider mit sehr hohen Gebühren versehen.

ERKENNUNGSDIENSTLICHE KARTEI DER GESTAPO WIEN
Die Photographien der „Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien“ sind online über die Homepage des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes abrufbar. Diese Aufnahmen wurden im April 2000 im Wiener Stadt- und Landesarchiv in 51 Kartons gefunden. Die Wiener Gestapo war mit rund 900 Mitarbeitern die größte Gestapo-Dienststelle in Nazi-Deutschland. Circa 12.000 Menschen sind in der vorliegenden Erkennungsdienstlichen Kartei erfasst; Fotos von rund 1.500 Juden und Jüdinnen wurden mit den Daten von ca. 62.000 jüdischen Opfern aus der bereits im Dokumentationsarchiv bestehenden Datenbank verknüpft.

FOTOART GRIECHENLAND
Die Olympiade 1896 in Athen in historischen Photographien.

ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK
Nicht die Photographien der Sammlung, sondern eingescannte Karteikarten sind online abrufbar; entweder über die Eingabemaske, per Index oder über die Volltextsuche. Reproduktionen lassen sich ebenda anfordern. Zu drei ehemaligen Ausstellungen aus den hauseigenen Beständen gibt es Bildkataloge (Photographien von Harry Weber und Kaiserin Sissi.

PHOTONEWS.CH
Bildportal verschiedener Schweizer Fotografen. Die Online-Bilddatenbank entstand vor knapp sechs Jahren und wurde kürzlich komplett neu überarbeitet. Sie ist honorarpflichtiges “Schwester”-Archiv von swiss-image.ch, einem kostenlosen Bildportal für Schweizer Tourismus und Events. photonews.ch stellt aktuelle Bilder und Archivfotos zum Download bereit. Die rund 25.000 Bilder aus Sport, Gesellschaft, Politik und Kultur können ausgewählt und sofort in hoher Auflösung aus dem Internet heruntergeladen werden. photonews.ch erhebt keine Abonnementgebühren. Die Bildhonorare richten sich bei Tages-und Wochenzeitungen nach Auflage, bei Magazinen nach Auflage und Verwendung und bei Werbeagenturen nach Verwendungszweck.
Über neu in der Datenbank vorhandene Bilder informiert der Info-Kasten »Neu importierte Bilder«. Zusammenstellung von Bildern des Bildarchivs findet man unter der Rubrik »Sammlungen«. Auch eigene Bildsammlungen können zusammengestellt werden (»Leuchttisch«). Ein Speichern von Leuchttischen ist für registrierte Benutzer möglich.
Zu den angebotenen Sammlungen gehören die des Walter Dobbertin zur deutschen Kolonialgeschichte, des Georg Pahl zur Weimarer Republik sowie von ADN-Zentralbild zur DDR-Geschichte. Das Digitale Bildarchiv des Bundesarchivs soll weiter ausgebaut werden, als »moderner und serviceorientierter Informationsdienstleister«.

PHOTOSPUREN
Private Homepage von Klaus Oberländer, dessen Leidenschaft des Fotosammelns und der Ahnenforschung einen reichen und stetig wachsenden Fundus historischer Fotografien hervorbrachte, den es durchzustöbern lohnt.

PROMETHEUS - DIGITALES BILDARCHIV
prometheus ist ein verteiltes digitales Bildarchiv, das derzeit 103 Instituts-, Forschungs- und Museumsdatenbanken unter einer Oberfläche verbindet. Mit Sitz am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln wird es durch den gemeinnützigen Verein prometheus e.V. zur Förderung von Wissenschaft und Forschung vertreten. Die Nutzung ist lizenzpflichtig.

SV-BILDERDIENST
Im SV-Bilderdienst Online können über 140.000 digitale Bilder zur deutschen Zeitgeschichte eingesehen werden, zudem kann Bildmaterial aus der Süddeutschen Zeitung über den Dienst bezogen werden. Die Bildnutzung ist kostenpflichtig.

ULLSTEINBILD

Der Bilderservice Ullsteinbild bietet ein umfangreiches Bildarchiv zur Pressefotografie und Bildreportage. Die Bilder können online recherchiert und, nach Anmeldung, bestellt werden. Neben Photobeständen der eigenen Photographen und Agenturen aus dem In- und Ausland, bietet ullstein bild folgende digitale Bestände an: The Granger Collection (New York, USA), Roger-Viollet (Paris, Frankreich), KPA/Contenmine (Köln, Deutschland), Imagno (Wien, Österreich) und bald Fratelli Alinari (Florenz, Italien).