LIDO für kulturelle Objekte

Forschungsdaten über kulturelle Objekte entstehen in großer Zahl in vielen unterschiedlichen Kontexten. Diese Daten maschinell miteinander zu vernetzen und sie in gemeinsamen Anwendungen so zusammenzuführen, dass logische Aussagen über Personen, Kunst- und Bauwerke, Orte oder Ereignisse getroffen werden und damit neue Erkenntnisse entstehen, ist ein wichtiges Ziel von NFDI4Culture, einem Konsortium der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur.

Die Voraussetzung für jegliche Auswertung und Vernetzung von Daten ist es jedoch, dass solche Daten bereits an der Quelle mit der gebotenen wissenschaftlichen Sorgfalt erhoben und in lokalen Systemen in einer logischen Struktur abgelegt werden. Dies gelingt umso mehr, je mehr Kenntnisse bereits bei der Datenerhebung darüber vorhanden sind, wie diese Informationen später im Rahmen eines Datenexports ausgewertet werden. Dafür braucht es einen lebendigen Austausch zwischen den Expert:innen der jeweiligen Fachdisziplinen, in welchen die Forschungsdaten entstehen, und denjenigen, die diese Daten so aufbereiten, dass sie technisch und rechtlich optimal für eine Nachnutzung durch Dritte zur Verfügung stehen.

Dieses Themenportal soll ein Forum für einen solchen Austausch bieten. Das geschieht auf der Grundlage des international etablierten Standards LIDO für die Publikation von Daten zu Objekten der materiellen Kultur. Das Themenportal richtet sich vor allem an die deutschsprachige Community sowohl aus den Disziplinen Kunstgeschichte als auch der Informationswissenschaften und benachbarter Disziplinen. Der LIDO-Standard selbst wird im permanenten Austausch mit internationalen Expert:innen weiter entwickelt im Rahmen der CIDOC LIDO-Working Group, einer Arbeitsgruppe des ICOM International Committee for Documentation. An der Entwicklung ist auch eine deutschsprachige LIDO Arbeitsgruppe in der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbunds beteiligt.

Wir laden Sie ein,

  • sich mit uns zu vernetzen (siehe Kontakt)
  • die LIDO-Handbücher zu lesen und in die praktische Arbeit einzubeziehen
  • sowie sich an LIDO XML-Beispieldatensätzen zu schulen, die hier nach und nach eingestellt werden und jeweils unterschiedliche Fragestellungen beantworten, die im Kontext der Beschreibung kultureller Artefakte entstehen können, wie z.B. die Strukturierung von Ereignissen in der Objektgeschichte, die Relation von Datensätzen, die inhaltliche verwandte Objekte beschreiben, oder die Schilderung der Provenienz eines Objekts.

Hinweise oder Fragen zum LIDO-Standard und seiner Anwendung im Rahmen der digitalen Dokumentation nehmen wir gern entgegen (siehe Kontakt).

 

LIDO für kulturelle Objekte

Kontakt

Barbara Fichtl
Abteilung Forschung und Entwicklung
Georg-August-Universität Göttingen
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
lido-feedback@sub.uni-goettingen.de

Aktuelles

Band 2 des Handbuchs ist nun online und im Buchhandel erhältlich!
Gudrun Knaus, Angela Kailus, Regine Stein
LIDO-Handbuch, Band 2: Malerei und Skulptur