Zur Person Alois W. Schreiber
Alois Wilhelm Schreiber, geboren 1761 in Bühl (Baden), gestorben 1841 in Oos (Baden-Baden), war Professor der Ästhetik, Hofhistoriker, Schriftsteller, Reisebuchautor und Lehrer. Ab 1781 studierte er Theologie an der Universität Freiburg i.Br., bevor er 1784 eine Lehrtätigkeit an seinem früheren Gymnasium in Baden-Baden aufnahm. Ab 1788 war er als Hofmeister und Hauslehrer in der Familie des Grafen von Westphalen-Fürstenberg in Mainz tätig. Er unternahm Reisen zwischen Rhein und Ostsee und verfasste zahlreiche Reiseberichte. 1801 übernahm er eine Lehrtätigkeit als Professor für klassische Literatur am Lyzeum in Baden-Baden. Im Januar 1804 bat er den Kurfürsten Karl Friedrich von Baden um den Lehrstuhl für Ästhetik an der Universität Heidelberg, den er bis 1813 innehatte. 1807 promovierte Schreiber zum Doktor der Philosophie und wurde 1809 wurde Dekan der philosophischen Fakultät in Heidelberg. Bereits 1813 kündigte Schreiber seine Stelle in Heidelberg und wurde Hofhistoriograf in Karlsruhe. 1825 ging Schreiber in Pension und zog 1826 nach Oos. Er starb am 21. Oktober 1841.
Literatur:
- Weech, Friedrich von, "Schreiber, Alois Wilhelm" in: Allgemeine Deutsche Biographie 32 (1891), S. 471 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100400159.html#adbcontent
- Claudia Rink (Hrsg.): „weder Kosmopolit noch Spießbürger“ – der badische Dichter und Heidelberger Professor der Ästhetik Aloys Schreiber (1761–1841) (Bd. 10), Heidelberg u.a. 2006.