Erwerbungsprofil
Die Universitätsbibliothek Heidelberg und die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) erwerben für den Fachinformationsdienst Kunst - Design - Fotografie mit Unterstützung der DFG im Rahmen eines abgestimmten Erwerbungsprofils gedruckte und elektronisch erscheinende Fachliteratur zu allen relevanten Bereichen der Kunst- und Bildwissenschaften.
E-Books und Datenbanken werden für Nutzende unter bestimmten Zugriffsvoraussetzungen überregional zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zu unseren digitalen Angeboten finden Sie hier.
Unsere Neuerwerbungsdienste bieten Abo- und Suchfunktionen zu den neu erworbenen Titeln. Über unser Digitales Wunschbuch und weitere Wunschbuch-Formulare können Sie uns weitere benötigte Titel melden. Gedruckte Fachliteratur kann über Fernleihe und Dokumentenlieferdienste an Ihrem Standort bereitgestellt werden.
Universitätsbibliothek Heidelberg
Mit Unterstützung der DFG erwirbt die Universitätsbibliothek Heidelberg wissenschaftliche Literatur zur Kunstgeschichte sowie zur Kunst- und Bildwissenschaft. Publikationen zur Kunst nach 1945 werden berücksichtigt, sofern sie aus theoretischer, historiographischer oder vergleichender Perspektive für die kunsthistorische Forschung relevant sind. Der Erwerbungsschwerpunkt liegt auf der europäischen Kunst sowie ihren globalen Vernetzungen von der frühchristlichen Epoche bis 1945. Dazu zählen allgemeine kunstwissenschaftliche Grundlagenwerke ebenso wie Publikationen zur Kunstästhetik, Kunstphilosophie, Kunsttheorie und Kunstpsychologie. Ebenso gesammelt werden Darstellungen zur Kunstgeschichte bis 1945 mit besonderer Berücksichtigung der Gattungen Malerei, Graphik und Zeichnung, Plastik einschließlich Bauplastik sowie des Kunsthandwerks.
Darüber hinaus werden Werke zur Architektur, zum Städtebau, zur Landschafts- und Gartengestaltung sowie zur Denkmalpflege unter historischen und kunstwissenschaftlichen Aspekten erworben. Ein weiterer Sammelschwerpunkt liegt auf Literatur zu Kunstausstellungen sowie auf Veröffentlichungen zur Industriearchäologie. Ergänzend werden auch nicht-wissenschaftliche Publikationen berücksichtigt, sofern sie eine wichtige historische oder dokumentarische Quelle für die kunsthistorische Forschung darstellen.
Nicht erworben werden in der Regel praxisorientierte Handbücher, technische Anleitungen, Bau- und Ausführungsrichtlinien, Restaurierungs- und Konservierungshandbücher mit überwiegend anwendungsbezogenem Charakter sowie Literatur mit primär handwerklichem oder gestalterischem Fokus. Darüber hinaus werden keine populären Bildbände ohne wissenschaftlichen Anspruch, Ausstellungspublikationen ohne dokumentarischen Mehrwert sowie Publikationen mit vorwiegend kunstmarktbezogener, touristischer oder dekorativer Ausrichtung gesammelt.
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Im Rahmen der DFG-Förderung konzentriert sich der Bestandsaufbau der SLUB Dresden auf Grundlagen- und Spezialliteratur zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Komplementär zur UB Heidelberg liegt der Erwerbungsschwerpunkt für die Bildende Kunst auf der Zeitgenössischen und Gegenwartskunst ab 1945, wobei der Fokus auf Europa und Nordamerika liegt. Literatur aus anderen Regionen wird ergänzend berücksichtigt, sofern sie von hoher internationaler Relevanz oder im aktuellen kunsthistorischen Diskurs verortet ist.
Das Spektrum reicht von klassischen Gattungen wie Malerei und Bildhauerei bis hin zu modernen Ausdrucksformen wie Installations-, Video- und KI-generierter Kunst und umfasst alle wesentlichen Strömungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Berücksichtigung findet ferner Literatur, welche aktuelle Entwicklungen der Forschung, des Museumswesens sowie der Kunst selbst widerspiegelt. Ergänzt wird dies durch Bildbände zur Architektur ab 1945 sowie Sekundärliteratur zum Thema Comics. Explizit vom Erwerb ausgeschlossen sind hingegen Hobby-Anleitungen, rein bautechnische Werke, Auktionskataloge sowie Lehrbücher zur praktischen Umsetzung künstlerischer Techniken. Auch Comics als Primärwerke werden nicht gesammelt.
Im Gegensatz zur zeitlichen Eingrenzung bei der Bildenden Kunst werden die Bereiche Fotografie, Design und Gebrauchsgrafik zeitlich und regional umfassend erworben Die Sammlung umfasst hier die Fotogeschichte, historische Techniken sowie die dokumentarische und künstlerische Fotografie. Im Bereich Design und Angewandte Kunst liegen die Schwerpunkte auf dem historischen Kunstgewerbe, dem Design des 20. Jahrhunderts, zeitgenössischen Entwürfen sowie der Gebrauchs- und Werbegrafik.
Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal ist die systematische Berücksichtigung der sogenannten „Grauen Literatur“. Dabei handelt es sich um schwer auffindbare Publikationen, die von Künstlerinnen und Künstlern, Galerien oder Museen in Eigenregie herausgegeben werden. Diese Broschüren und Heftchen stellen oft die einzige Dokumentation für junge künstlerische Positionen dar. Flankiert wird der physische Bestandsaufbau durch eine ambitionierte Digitalisierungsstrategie, die ältere Forschungsliteratur und rare Quellen weltweit im Open Access verfügbar macht.