Hamburg | Hamburger Kunsthalle

Hamburger Kunsthalle

Die drei nahe der Alster gelegenen, markanten Gebäude der Hamburger Kunsthalle beherbergen eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands. Beispiele aus acht Jahrhunderten Kunstgeschichte, vom Mittelalter bis heute, lassen neue Einblicke gewinnen und ermöglichen die Entdeckung von Zusammenhängen.

Das Kupferstichkabinett gehört mit seinen mehr als 130.000 Kunstwerke auf Papier (Zeichnungen, Druckgraphiken und Fotografien) wegen der durchgehend hohen Qualität zu den bedeutendsten graphischen Sammlungen in Europa. Den Grundstock legte das testamentarische Vermächtnis des Hamburger Kunsthändlers und Sammlers Georg Ernst Harzen (1790-1863), dessen an die 30.000 Zeichnungen und Druckgraphiken umfassende Kollektion seit 1869 in der Hamburger Kunsthalle als unveräußerliches Legat verwahrt wird.

Zu Harzens Vermächtnis gehörten ebenso eine wertvolle Handschrift aus dem 14. Jahrhundert und Bücher, zum Teil mit Originalillustrationen. Sie sind der Grund, weshalb die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle von Beginn an im Museum einen Bereich mit dem Kupferstichkabinett bildete. Diese Struktur wird bis heute beibehalten, bietet sie dem Besucher doch viele Vorteile. Im 1922 eröffneten, vom Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher (1869-1947) entworfenen gemeinsamen Studiensaal können sie sich die Bestände des Kupferstichkabinetts vorlegen lassen sowie die fast 200.000 Medieneinheiten der Bibliothek nutzen.

Historischer Studiensaal von Kupferstichkabinett und Bibliothek
© Hamburger Kunsthalle. Foto: A. Joosten, Hamburg
Historischer Studiensaal von Kupferstichkabinett und Bibliothek
© Hamburger Kunsthalle. Foto: A. Joosten, Hamburg

Künstlerbücher

Neben dem Sammlungsbereich der illustrierten Bücher besitzt die Bibliothek ca. 1.700 Künstlerbücher. Seit 1977 wurde die Kollektion aufgebaut, die sich mit ihren Beständen stark an die in der Museumssammlung vertretenen Künstler_innen anlehnt. Ihr Schwerpunkt liegt bei Künstlerbüchern aus den 1960er bis 1980er Jahren, die aus der Konzeptkunst heraus entstanden sind. Es sind aber auch spätere Künstlerbücher vorhanden. Heute wird die Sammlung weiter ausgebaut, oft mittels Geschenk, wobei sie sich weiterhin an der Museumssammlung orientiert.

Die Künstlerbücher sind alle im Bibliothekskatalog (https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/LNG=DU/) recherchierbar. Alle Bände werden mit dem Schlagwort „Künstlerbuch“ gekennzeichnet.

Vom 1. Dezember 2017 bis 2. April 2018 wird eine Auswahl aus der Sammlung in der Galerie der Gegenwart ausgestellt. Die Ausstellung  „Künstlerbücher. Die Sammlung“ (http://www.hamburger-kunsthalle.de/ausstellungen/kuenstlerbuecher) begleitet ein Katalog, der die Sammlungsgeschichte aufarbeitet und 60 Highlights näher beschreibt und abbildet.

Dieter Roth (1930-1998): Kinderbuch. In: Gesammelte Werke. Band 1: 2 Bilderbücher. Versionen der im Forl. ed, Reykjavik 1957 erschienen Bücher. Stuttgart, London, Reykjavik: Ed. Hansjörg Mayer, 1976
https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=460408151
Dieter Roth (1930-1998): Kinderbuch. In: Gesammelte Werke. Band 1: 2 Bilderbücher. Versionen der im Forl. ed, Reykjavik 1957 erschienen Bücher. Stuttgart, London, Reykjavik: Ed. Hansjörg Mayer, 1976
https://kataloge.uni-hamburg.de/DB=3.4/XMLPRS=N/PPN?PPN=460408151

Kontakt

Andrea Joosten. Leitung Bibliothek
Hamburger Kunsthalle - Bibliothek
Glockengießerwall, 20095 Hamburg
E-Mail: andrea.joosten@hamburger-kunsthalle.de

Bildnachweis Header

Ottfried Zielke
„Kain / DEMOKRATIE JETZT“
Künstlerbuch, Unikat, Übermaltes Gesangbuch
Verlag Uwe Warnke, Berlin 2013                                
Format:  Höhe 17,5 cm, Breite 10 cm
Seiten: 372

Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main
Mit Mitteln der Ludwig Pfungst-Museums-Stiftung 2013 erworben
Inventarnummer: LNBZ 1332