Kunst- und Museumsbibliotheken im Aufbruch

"Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll."
Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker und Schriftsteller

Termin

29. u. 30. Oktober 2009, 09:00 bis 17:30 bzw. 17:00 Uhr

Ort

Nürnberg, Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg; Klarissenplatz; D-90402 Nürnberg; Auditorium

Veranstalter

Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) in Kooperation mit der Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e.V.

Veränderung, aber auch Tradition bestimmen das Alltagsgeschäft in Kunst- und Museumsbibliotheken. Die Aufgabenbewältigung zwischen diesen beiden Polen hat heute mehr und mehr unter dem Motto „doing more with less“ zu stehen, das freilich für alle Bibliothekssparten, überhaupt sämtliche Kultureinrichtungen gilt. Wenn wir mit Veränderungen (hier: beim Fach, beim Sammelgut, beim Ort, beim Verhalten von Forschern und Studenten) Schritt halten wollen, werden wir uns – insbesondere im Hinblick auf unsere tatsächlichen Arbeitsbedingungen – regelmäßig fragen müssen:

  • Was könnten wir besser machen?
  • Welche Dienstleistungen könnten wir in verstärktem Maße anbieten?
  • Was könnten wir vielleicht weniger intensiv betreiben?

 

Derartige Fragen lassen sich professionell nur auf der Basis eines klugen Konzeptes und den daraus folgenden strategischen Planungen beantworten. Der erste Veranstaltungstag vermittelt die zur Entwicklung eines tragfähigen Bibliothekskonzeptes notwendigen Kenntnisse. Er lässt aber auch Raum für Berichte aus Einrichtungen, die bereits innovative Wege beschritten haben, den Forderungen des Tages effizient entsprechen zu können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kunst- und Museumsbibliotheken leisten oft einen wertvollen Beitrag zum Alleinstellungsmerkmal ihrer Einrichtung. Sie tun das, indem sie ihre Expertise für Forscher, Studenten und Lehrer, für Kuratoren und die interessierte Öffentlichkeit einsetzen und ihnen Zugang zu den genau richtigen Informationen und Ressourcen verschaffen, die diese für ihre Arbeit brauchen. Entsprechend stellt der zweite Veranstaltungstag ein Spektrum aktueller Entwicklungen im elektronischen Dienstleistungsbereich vor, deren Berücksichtigung - je nach Möglichkeit - dazu beitragen kann, unsere Kunden an uns zu binden. In einer Beziehung bleibt ja doch alles beim Alten: die Zufriedenheit unserer Kunden ist nun einmal Maß aller Dinge.

Programm

29. Oktober 2009

Moderation: Sonja Benzner (Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen)
09:00 Uhr

Begrüßung (Dr. Angelika Nollert, Direktorin, Neues Museum)

09:30 Uhr

Wunsch und Wirklichkeit – (Perspektiven der) Bereitstellung von Information für Forschung, Lehre und interessierte Öffentlichkeit in Kunst- und Museumsbibliotheken.
Podium
:
Dr. Brigitte Franzen (Leiterin, Ludwig Forum für Internationale Kunst,  Aachen);
Dr. Joachim A. Brand
(Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin)
Leonie Hesse(Studentin, Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig)
Jenny Keuter
(Studentin, London School of Communication / Fachhochschule Aachen)
Dr. Thomas Eser
(Germanischen Nationalmuseum Nürnberg)

Yes – we can! Beispiele erfolgversprechender Neuorientierungen
10:45 Uhr

„Warum sagt mir denn eigentlich keiner, was man in der Bibliothek alles bekommen kann?“ (Andrea Glöckner, Hochschulbibliothek, Fachhochschule Erfurt)

11:15 UhrKaffeepause/networking
11:45 Uhr

„archive in motion“ - das documenta Archiv im Jahr 2009 (Karin Stenge, documenta Archiv für die Kunst des 20. + 21. Jahrhunderts, Kassel)

12:15 Uhr

Datenwelt 2015: Vernetzung von Bibliothek, Archiv und Forschungsdaten am Deutschen Archäologischen Institut (Sabine Thänert M.A., DAI Berlin)

12:45 Uhr

TROTZDEM – Konzepte zwischen Schublade und Chefetage (Dr. Simone MoserMuseum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien)

13:30 UhrMittagspause
14:30 Uhr

Yes, we can – the American way (Linda Seckelson, The Metropolitan Museum of Art, New York)

Veränderungen herbeiführen über den Einsatz von Managementinstrumenten

15:45 UhrKaffeepause/networking
15:15 Uhr

Konzeptentwicklung - strategische Planung für die moderne Kunst- und Museumsbibliothek (Meinhard Motzko, PraxisInstitut, Bremen)

17:30 Uhr

Ende des ersten Veranstaltungstages

18:00 Uhr

Empfang der Stadt Nürnberg im Namen des Oberbürgermeisters, Dr. Ulrich Maly in der Ehrenhalle des Rathauses, Wolfscher Bau

19:00 Uhr optional: gemeinsames Abendessen

 

30. Oktober 2009

Moderation: Dr. Maria Effinger (Universitätsbibliothek Heidelberg)
09:00 Uhr

optional : Führung durch die Bibliothek des Instituts für Moderne Kunst, Luitpoldstraße 5 (Kathrin Mayer)

Veränderungen herbeiführen über neue Dienstleistungen – das Spektrum des Möglichen

10:00 Uhr

Linkresolving: Mit drei Klicks vom Nachweis zum Volltext (Dr.M. Effinger)

10:45 Uhr

Who are you and where are you from? Identitätsmanagement, Authentifizierung mit Shibboleth und Single SingOn (Hans-Adolf Ruppert, Universitätsbibliothek Freiburg)
siehe auch: Identitäts-Management: Berechtigungskonzept für die Nutzung von IT-Diensten

11:30 Uhr Kaffeepause
12:00 Uhr

Elektronische Bücherregale: vom Umgang mit E-Books in Bibliotheken (Dr.Michaela Hammerl, Bayerische Staatsbibliothek, München)

12:45 Uhr Mittagspause
14:00 Uhr

Wie kommt das "E" in den Katalog? - Erschließung von Online-Ressourcen (Manfred Müller, Bayerische Staatsbibliothek, München)

14:45 Uhr

Persönlich Auskunft geben, wo sie keiner erwartet, aber jeder braucht : Virtuelle Auskunftsdienste an Bibliotheken – Möglichkeiten, Chancen und Grenzen (Dr. Berthold Gillitzer, Bayerische Staatsbibliothek, München)

15:30 Uhr

AKMB-Standards 2015 / Resümee (Dr. M. Effinger)

16:30 Uhr Ende der Veranstaltung
17:00 Uhr

optional: Bibliothek des Instituts für moderne Kunst, Luitpoldstraße 5 (K. Mayer) oder Führung durch das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, Kartäusergasse 1 (Dr. Birgit Jooss)

Die Vortragszeiten schließen eine Diskussion von jeweils zirka 15 Minuten mit ein.