Historismus

Detail aus dem Einband des Albums aus dem Umkreis Traugott Bienerts, nach 1880, Inv.-Nr. SLUB/DF 1989.C.4
Detail aus dem Einband des Albums aus dem Umkreis Traugott Bienerts, nach 1880, Inv.-Nr. SLUB/DF 1989.C.4

Die Zeit des Historismus beginnt etwa 1850 und ist geprägt durch eine eklektizistische Vermischung und Nachbildung historischer Stile. Dies spiegelt sich auch im Einbandschaffen wider. Die prachtvollen frühen, mit Prägungen verzierten Ledereinbände dieser Epoche, anknüpfend an die von der Buchkunst entwickelte traditionsreiche Form des Beziehens von Einbänden, erinnern in der Erscheinungsform zunächst an Bibeln. Wie diese auch, verfügen sie oft über Metallschließen. Schon bald findet auch der romantische Rückbezug dieser Zeit mit seinen Motiven aus der Welt der Ritterschaft Eingang in die Motivwelt der Einbandgestaltung. Neben dem Leder verwendet man nun gern Samt oder auch reich geschnitzte Holztafeln für die Einbände. Zudem zeigt sich eine Vorliebe für Beschläge und Montierungen vielfältigster Art.