Retrodigitalisate, die erst einmal nichts anderes sind als Bilder, können mit Texterkennungsprogrammen (OCR) überarbeitet und die Ergebnisses dieses Prozesses in digitale Dokumente umgesetzt werden, die dann auch für den Computer lesbar sind, so dass man in ihnen wie in einem Word-Dokument nach einzelnen Wörtern suchen kann.
Jeder Kunsthistoriker, der sich mit deutschen Akten vor 1800 beschäftigt, wird dieser Entwicklung positiv entgegensehen, da in Zukunft das mühselige Entziffern immerhin vereinfacht werden kann. Doch leider sind die Programme noch nicht so weit ausgereift und ihre Produkte bedürfen einer aufwändigen Nachbearbeitung, was Kosten mit sich bringt und somit eine OCR-Überarbeitung häufig verhindert.
Bei einigen Lexika wurden jedoch Verfahren zur Volltexterkennung durchgeführt, um den Nutzer eine angenehme Suche in seinen Gewohnheiten entsprechenden Suchmasken zu ermöglichen. Auch für Kunsthistoriker interessant dürfte beispielsweise die digitale Volltextedition des 1854 bis 1960 in 32 Bänden erschienenen Deutschen Wörterbuches von Jacob und Wilhelm Grimm sein, die vom Trierer Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt wird. 
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