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/ Der Aufstieg der Medici in Florenz

Kapitel 4 - Der Aufstieg der Medici in Florenz (Rückblende)

 

Im Jahr war die soziale Stabilität in Florenz durch den Aufstand der Ciompi (ciompi=Taugenichtse) erschüttert wurde. Den Wollkämmern und Kremplern, also den Lohnarbeitern, die keiner Zunft angehörten und daher in rechtlosem Zustand lebten, gelang die Vertreibung der ottimati, d. h. der führenden Familien der Stadt, deren Prioren sie im Palazzo Vecchio gefangen setzten. Nach der Niederschlagung des Aufstandes kam es zur Erneuerung und Festigung der Herrschaft des gehobenen Patriziats, der ottimati, zu denen Familien wie die Strozzi, Capponi und Albizi gehörten, deren Angehörige kraft ihrer Berufe zu den sette arti maggiori (große Zünfte) gehörten. Jedoch erhielten die unteren Stände des Bürgertums, die Gewerbetreibenden und Handwerker, die in 14 so genannten arti minori, (kleine Zünfte) zusammengefasst waren, aber immerhin das Recht, in die Stadtverwaltung (Signoria) gewählt zu werden. Salvestro de’ Medici, der als Gonfaloniere di giustizia (Regierungschef und Vorgesetzter der Priori) einer der Urheber des Aufstandes war, musste in die Verbannung gehen, wo er 1388 starb. Auch unter der Herrschaft der Optimaten (ottimati) waren die republikanischen Ideale in Florenz eine politische Realität, die höchstes Ansehen genoss. Der Humanist Coluccio Salutati (1331-1406), ein Schüler Petrarcas und seit 1375 Kanzler der Republik Florenz, bekundete öffentlich den Wert der Freiheiten der Republik.





Wappen der Medici (Villa Demidoff, Pratolino, Toscana)

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