Ulrich Fürst, Einführung in die Architektur der Renaissance und des Barock;
Schule des Sehens

eLearning in der Kunstgeschichte

Universitäre eLearning Angebote sind mittlerweile vielfältig, doch meistens befinden sie sich außerhalb der naturwissenschaftlichen, mathematischen oder medizinischen Fakultäten noch in den Anfängen. Beispielsweise sind an den Universitäten Heidelberg oder Köln schon seit längerer Zeit eLearning-Plattformen wie moodle oder ILIAS  in Anwendung. Trotzdem sucht man hier Online-Seminare für das Fach Kunstgeschichte oftmals vergeblich. Ein weiterer Nachteil ist der zumeist eingeschräkte Zugang der bereits bestehenden Online-Angebote in der Kunstgeschichte und deren rein Universitäts gebundenen Zielgruppe.

 

Eine Ausnahme bildet hier die Schule des Sehens, die sowohl frei zugängliche wie zugangsbeschränkte eLearning Angebote offeriert. Die Schule des Sehens ist ein Kooperationsprojekt der kunstgeschichtlichen Institute der Universitäten Berlin (FU), Bern, Dresden, Hamburg, Marburg, München (LMU) und des Münchner Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie. Einzelne kunsthistorisch relevante Lehrveranstaltungen und Studieneinheiten werden hier sowohl für das unbetreute Eigenstudium, sowie im Rahmen betreuter Seminare zur Verfügung gestellt.

 

Für die Schule des Sehens wurde beispielsweise auch das Lernprogramm „Kunst und Funktion“ entwickelt, das aus einem, im Jahre 1984 sehr erfolgreichen im Fernsehen ausgestrahlten, Funkkolleg zur Kunst entstanden ist. Das nun aktualisierte und für die Online-Nutzung angepasste Format, bietet dem Nutzer thematisch gegliedert verschiedene Lektionen zu den Themenbereichen der religiösen, ästhetischen, politischen und abbildenden Funktion der Kunst. Leider ist der Zugriff auf die Lerneinheiten bislang ausschließlich auf die Projektpartner, sowie die Partneruniversitäten der Schule des Sehens, beschränkt.