3. eLearning in der Kunstgeschichte

Die meisten universitären eLearning Angebote finden sich immer noch in den naturwissenschaftlichen, mathematischen oder medizinischen Fächern. Die Kunstgeschichte befindet sich hier noch am Anfang. An den Universitäten Heidelberg oder Köln sind beispielsweise schon seit längerer Zeit eLearning-Plattformen wie moodle oder ILIAS in Anwendung. Trotzdem sucht man Online-Seminare über diese Lernplattformen hinaus für das Fach Kunstgeschichte oftmals vergeblich. Hinzu kommt, dass der Zugang zu bereits bestehenden Online-Angeboten meist auf die Mitglieder der jeweiligen Universität beschränkt ist.
Eine Ausnahme bildet hier die "Schule des Sehens", die sowohl frei zugängliche wie zugangsbeschränkte eLearning Angebote offeriert. Die "Schule des Sehens" ist ein Kooperationsprojekt der kunstgeschichtlichen Institute der Universitäten Berlin (FU), Bern, Dresden, Hamburg, Marburg, München (LMU) sowie des Münchner Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie. Einzelne kunsthistorisch relevante Lehrveranstaltungen und Studieneinheiten werden hier sowohl für das Eigenstudium, sowie im Rahmen betreuter Seminare zur Verfügung gestellt.
Für die "Schule des Sehens" wurde beispielsweise auch das Lernprogramm "Kunst und Funktion" entwickelt, das aus dem im Jahre 1984 vom Saarländischen Rundfunk produzierten, sehr erfolgreichen "Funkkolleg Kunst" entstanden ist. Das für die Online-Nutzung angepasste und aktualisierte Format, bietet dem Nutzer thematisch gegliedert verschiedene Lektionen zu den Themenbereichen der religiösen, ästhetischen, politischen und abbildenden Funktion der Kunst. Leider ist der Zugriff auf die Lerneinheiten bislang ausschließlich auf die Projektpartner, sowie die Partneruniversitäten der "Schule des Sehens" beschränkt. 
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