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Ausschnitt aus: Kevin Kruse, The state of e-learning: Looking at History with the Technology Hype Cycle, 2002 |
Ein erster Höhepunkt in der virtuellen Lehre war bereits um die letzte Jahrtausendwende herum erreicht. Technische Neuerungen und Förderprojekte, die schon seit 1997 liefen, hatten 2002 ihre Zielsetzungen vorerst erfüllt. Doch konzentrierten sich diese Projekte vorrangig auf das zur Verfügung stellen von technischen Lösungen. Dem didaktischen Aspekt des Lernens kam dabei häufig nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Erst in der Folgezeit geriet die pädagogische Aufbereitung des nun für das Internet spezifisch angepassten Contents stärker in den Fokus.
Ein wichtiger Schritt, zur Optimierung der Nutzbarkeit der erstellten Inhalte, ist die seit einigen Jahren stärker entwickelte Standardisierungen von Daten und Formaten, deren Ziel es vor allem ist, verschiedene Software mit Inhalten unterschiedlicher Herkunft kompatibel zu machen. Doch von Seiten der Anwender mangelt es bis heute häufig an der Bereitschaft, sich mit bereits etablierten und damit in gewissem Sinne standardisierte Umgebungen zu beschäftigen. Stattdessen gibt es eine schier unübersehbare Menge technischer Insellösungen, die meist in Projekten entwickelt werden aber häufig nach Projektende nicht mehr weitergepflegt werden können. So wird noch zu viel Zeit mit der technischen Konzeption verbracht, was in der Regel zu Lasten des didaktischen Ergebnisses geht. Spezielle Lernsoftware, bei der es sich meist um ein Lern-Redaktionsystem handelt, würde dagegen insbesondere den technisch weniger geübten Anwendern die Möglichkeit eröffnen, ihre Lernziele schnell und unkomliziert umzusetzen.