Freie Universität Berlin, Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften
http://www.fu-berlin.de/vorlesungsverzeichnis/ws0809/
Proseminar Fotografie, Ready-made, Pop Art: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (2SWS)
Walter Benjamins facettenreicher Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ ist ein kulturwissenschaftlicher wie kunsthistorischer Schlüsseltext. Darin geht es um die Frage nach den Reproduktionstechniken und ihren Auswirkungen auf die Rezeption von Kunst, aber auch um den Begriff der Aura, um die damals neuartigen Medien Fotographie und Film, um die „Ästhetisierung der Politik“ im Faschismus und die „Politisierung der Kunst“ im Kommunismus. Kurzum: Benjamin nennt eine Vielzahl von Aspekten, die nachhaltig relevant und denkwürdig sind. Ausgehend von Benjamins Beobachtungen, die er 1936 zunächst auf Französisch publizierte, möchte das Seminar dem Verlauf der Kunst ins 21. Jahrhundert folgen und Benjamins Kritik wiederum kritisch betrachten. Ausgesuchte Aspekte, die sich vom Text historisch ableiten lassen, bestimmen die Struktur des Seminars, darunter etwa die Techniken der Reproduktionsgraphik, der „Kultwert“ und „Ausstellungswert“ eines Werks, Dada-Montagen, Marcel Duchamps Konzept des Ready-made, die Serienproduktion der Pop Art oder die Frage nach der Auratisierung von Originalen und Kopien.
Ort: Koserstr. 20, A 125 (Übungsraum)
Zeit: Mo 16.00-18.00 Uhr
Leitung: Tobias Vogt
Proseminar Fotografie und Wirklichkeit in Japan
Die Fotografie unterscheidet sich von anderen Ausdruckstechniken durch ein besonderes Verhältnis zur Realität. Darauf haben im europäisch-amerikanischen Sprachraum besonders Roland Barthes und Vilém Flusser aufmerksam gemacht. In diesem Seminar werden wir ihre Überlegungen als begrifflichen Rahmen nutzen, um einerseits westliche Veröffentlichungen zu Fotografie in Japan aufzuarbeiten und uns andererseits mit Hilfe von Fotobüchern und eines online-Archivs eigene Zugänge zu japanischen Fotografen und Fotografinnen zu erschließen. Ziel des Seminars ist es, eine kritisch reflektierte und fundierte Vorstellung davon zu gewinnen, wie japanische Fotografie in Europa und den USA rezipiert worden ist und was es an ihr jenseits eines exotisierenden westlichen Blicks noch zu entdecken gibt.
Zur Vorbereitung auf das Seminar werden dringend empfohlen (möglichst bis zur ersten Sitzung lesen!): Flusser, Vilém (1983): Für eine Philosophie der Fotografie, Berlin (European Photography). Barthes, Roland (1985): Die helle Kammer - Bemerkungen zur Photographie, Frankfurt/Main (Suhrkamp). Französisches Original: La chambre claire. Note sur la photographie, Paris (Gallimard/Le Seuil) 1980. Osiander, Anja (Hg., 2008, Internet): Fotografie und Moderne in Japan - Photography and Modernity in Japan - Nihon ni okeru kindaisei to shashin. Dreisprachige Dokumentation einer Vortragsreihe in Leipzig und Berlin mit Beiträgen von IMAFUKU Ryūta, KITAJIMA Keizō und SUEHIRO Madoka. Im Netz unter www.photography-japan.net (ab Juli 2008).
Ort: Rost- / Silberlaube Habelschwerdter Allee 45, JK 31/125
Zeit: Fr 10.00-14.00, 24.10., 31.10., 14.11., 21.11., 5.12., 9.1., 16.1. und 23.1.
Leitung: Anja Osiander
Humboldt-Universität Berlin, Kunstgeschichtliches Seminar
http://www.riwabi.de/kuge/kvv_ws2008_2009.pdf
Seminar/Übung Gesichter der Fotografie
Die Fotografie scheint das Medium für die Darstellung des menschlichen Gesichts schlechthin zu sein. In den frühen Jahren der Fotografie, als um etwa 1860 die ersten kommerziellen Portraitateliers Geschäfte zu machen begannen, bemühte man sich, Gesichter zu produzieren, die dem Bildnis in der Malerei gleich kamen. Gegen Ende des Jahrhunderts aber setzte sich - nicht zuletzt auch wegen neuer technischer Möglichkeiten - ein neues Natürlichkeitsverständnis in der Portraitfotographie durch. In der Spannung zwischen Inszenierung und Schnappschuss bewegt sich auch die Kunstfotografie des späten 20. Jahrhunderts, die sich mehr denn je dem menschlichen Gesicht zugewandt hat. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der deutschen Portraitfotografie in Ost und West nach 1945 und in der Gegenwart.
Zeit: Mi 14-16 Uhr
Ort: 3031 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Seminar- und Unterrichtsraum)
Leitung: Klonk, Charlotte, PD Dr. phil.
Seminar Wissenschaftliche Fotografie
Seit der Erfindung der Photographie in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde nicht nur ihr künstlerischer, sondern vor allem ihr wissenschaftlicher Wert in theoretischen Texten diskutiert und in der Praxis erprobt: von Biologie und Medizin über Kriminalistik und Astronomie bis hin zu Kunstgeschichte und Bibliothekswesen kam das neue Medium als nicht mehr nur naturtreues, sondern vermeintlich objektives Medium der technischen Aufzeichnung zum Einsatz, um neue Formen der Sichtbarkeit von bis dato mit dem bloßen Auge nicht oder kaum wahrnehmbaren Phänomenen zu generieren.
Das Seminar, das sich an Studienanfänger/innen richtet, wird ausgehend von Bildanalysen sowie der Lektüre grundlegender Texte zur Geschichte und Theorie der Photographie eine allgemeine Einführung in die Implementierung des Mediums (etwa bei Talbot, Galton, Bertillon, Muybridge, Krone, Krumbacher, Koch und Mach) in die modernen Wissenschaften geben. In jeder Sitzung wird ein Gebiet der photographischen Visualisierung im Hinblick auf das Verhältnis von Funktion, Technik und Ästhetik exemplarisch behandelt werden.
Ort: 3031 Unter den Linden 6 (UL 6) - (Seminar- und Unterrichtsraum)
Zeit: Mi 10-12 Uhr
Leitung: Brons, Franziska
Ruhr-Universität Bochum, Kunstgeschichtliches Institut
http://www.kunstgeschichte.rub.de/beta/?open=Vorlesungsverzeichnisse,Lehre%20und%20Studium&cat=49
Grundseminar Fotografien beschreiben. Übung vor Originalen in NRW
Ziel der Übung ist es, Fotografien im Hinblick auf die spezifischen Eigenheiten des Mediums beschreiben zu lernen. Vorgesehen sind vier ganztägige Exkursionstage an zwei Wochenenden im Semester in die ständigen Sammlungen sowie zu fotografischen Sonderausstellungen der umliegenden Museen. In der K21 in Düsseldorf und im Museum Ludwig in Köln wird es darum gehen anhand einiger ausgewählter Fotografien wichtige Künstler und Positionen in der Fotografie kennen zu lernen, sowie die Konzepte der Präsentation und Auswahl von Fotografien im Museum zu besprechen. In der fotografischen Sonderausstellungen des Museum Folkwang in Essen „Street & Studio. Eine urbane Geschichte der Fotografie“ sowie dem NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf, in dem Arbeiten von Albert Watson gezeigt werden, stehen Aspekte fotografischer Ausstellungskonzepte sowie die Mythen um die Figur des Fotografen im Vordergrund.
Ort: Siehe Aushang
Zeit: 30.10.2008, (Vorbesprechung) 16h c.t., Blockveranstaltung
Leitung: Katharina Busch M.A.
Übung Fototheorie (Lektürekurs)
Die Übung widmet sich vornehmlich der Lektüre von Texten, welche einen Beitrag zur medialen Bestimmung der Photographie leisten. Dabei steht die Lektüre verschiedener Positionen des fototheoretischen Diskurses im Mittelpunkt des Seminars: Benannte Charakteristika wie zum Beispiel Wirklichkeitsabbild, Dokumentation, künstlerische Transformation, Index und Inszenierung skizzieren einige Auffassungen zum medialen Status der Photographie und sollen hinterfragt und diskutiert werden.
Einen besonderen Stellenwert im Seminar soll dabei die Erörterung der Relation von Photographie und Malerei spielen, welche den Versuch einer Charakterisierung des Mediums auf unterschiedlichste Weise bereichert. Ein Vergleich der verwendeten Gattungen, Bildmotive, der Rolle des Künstlers und des Werkstatus´ dient als erste Orientierung einer medialen Gegenüberstellung und Loslösung vom malerischen Dogma. Zudem sollen die im Rahmen der Lektüre vorgestellten Auffassungen und medientheoretischen Ansätze anhand von ausgewählten photographischen Arbeiten erörtert und hinterfragt werden. Dabei soll vor allem die Wirkung der Photographien vor der Folie der ästhetischen und apparativen Möglichkeiten und der funktionellen Verwendung der Bilder thematisiert werden.
Ort: Raum: GA 04/149
Zeit: 20.10.2008, MO. 12 –14 Uhr
Leitung: Katja Pufalt M.A.
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Institut für Kunstwissenschaft
http://www.hbk-bs.de/home/Binaries/Binary29634/080901_kommvor_ws0809.pdf
Hauptseminar Fotos Sammeln
Das Seminar stellt die Fragen: Wer sammelt Fotografien? Welche Fotografien werden von wem gesammelt? Warum werden sie gesammelt, und wie werden sie geordnet?
Wir werden uns den unterschiedlichen Konzeptionen von Sammlungen und deren Verwendung und damit auch den verschiedenen Gebrauchsweisen von Fotografie widmen. Dabei soll es nicht nur um „Kunstfotografien” gehen, sondern um die Funktion von Fotografien im angewandten Zusammenhang, etwa im ethnologischen, kulturhistorischen oder im dokumentarischen Kontext.
Zur Vorbereitung der Tagesexkursionen, die uns in verschiedene Fotografiesammlungen führen werden, lesen wir Texte zum Sammeln und zu den unterschiedlichen Gebrauchsweisen von Fotografien. Besucht werden sollen beispielsweise Sammlungen wie die des Städtischen Museums Braunschweig, wo Fotografien unter kulturgeschichtlichen oder historischen Gesichtspunkten gesammelt werden, das Ethnologisches Museum Berlin, die Berlinische Galerie, das Spiegelarchiv in Hamburg und die Sammlung eines Künstlers, etwa das Luftbildarchiv Peter Pillers in Hamburg.
Ort: Raum 01/304
Zeit: Mittwoch 13:15–14:45 Uhr Blockveranstaltung ab 29.10.2008
Termine: Mittwoch, 29.10.2008 / 26.11.2008 / 17.12.2008 / 4.2.2009
Tagesexkursionen: Samstag, 29.11.2008, Freitag, 19.12.2008 / 6.2.2008
Leitung: Esther Ruelfs
TU Dresden, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft
Block-Seminar Jede Fotografie ein Bild
Ein Rundgang durch die Foto-Siemens-Sammlung in der Ausstellung „Troubled Waters. 12 Stillleben aus der Siemens Fotosammlung Pinakothek der Moderne“
Die Fotografieausstellung „Troubled Waters“ steht für die Öffnung des Sammlungskonzeptes der Galerie Neue Meister hin zur Fotografie und stellvertretend für die Einrichtung der Abteilung „Neue Medien“ im Albertinum. Zu Gast in den Räumen der Gemäldegalerie Alte Meister, greift sie das klassische Thema des Stilllebens auf und zeigt, wie zeitgenössische Fotografen mit diesem Genre umgehen. Troubled Waters, eine Fotoserie von William Eggleston, einem der profiliertesten Fotografen der Gegenwart , gibt der in Kooperation mit dem Siemens Arts Program erarbeiteten Ausstellung ihren Namen.
Daneben sind weitere Stillleben international renommierter Künstler zu sehen: Claude-Philippe Benoit, Laurenz Berges, Thomas Demand, William Eggleston, Peter Fraser, Dan Graham, Sigmar Polke, Jörg Sasse, Michael Schmidt, Thomas Struth, Lidwien van de Ven und Bernard Voïta. Die Kabinettausstellung erweitert so den aus der Malerei entlehnten Begriff des Stilllebens um Arbeiten aus der Landschafts-, Historien- und Porträtfotografie der Gegenwart. Abstrakte Fotografien von Sigmar Polke sind in der Ausstellung beispielsweise neben Aufnahmen Chicagoer Appartementblocks von Thomas Struth oder neben das Motiv eines Flurs von Thomas Demand gestellt. All diese Werke ermöglichen subjektive und ungewohnte Ansichten auf das Alltägliche, auf Gegenstände, Räume, Situationen und verleihen dem Stillleben überraschende Aktualität.
Zeit: 15. 10., 22. 10., 05. 11., 26. 11., 10. 12. '08, 07. 01. '09, jeweils 15.00 - 18.00 Uhr, Beginn: 15.10.08
Ort: Semperbau am Zwinger, Ausstellungsräume „Troubled Waters. 12 Stillleben aus der Siemens Fotosammlung Pinakothek der Moderne“ (Kabinetträume links neben Gobelinsaal) = Treffpunkt
Leitung: Dr. Ulrich Bischoff
Johann Wolfgang Goethe-Universität, Kunstgeschichtliches Institut
Vorlesung Das Fotografische und das Bildliche. Spannungsfelder der zeitgenössischen Fotografie
So wie sich z.B. 'Sportivität' heute überall, in der Alltagskleidung, im Fernsehen, im Benehmen, in Kraftfahrzeugen - und nur manchmal auch im Sport - findet, genauso geht es mit dem Fotografischen, dem für Fotografie typischen, aber keineswegs darauf beschränkten Effekt einer gleichsam physischen Verbindung zwischen dem Fotografierten und dem fotografisch Sichtbaren. Fotografien sind typischer Weise Spur dessen, was sie zeigen. Demnach dürften freilich auch Duchamps Ready mades als quasifotografischer Abdruck der Realität gelten - und ebenso die Ding-Assemblagen des Nouveau Réalisme, oder etwa die Einschreibung von Blitzen in die rasterförmig angeordneten Metallstäbe von Christos Lightning Field. Das Fotografische in diesem übertragenen Sinne herrscht überall dort, wo man der Selbstabbildung (oder nurmehr Selbstpräsentation) der Dinge mehr zutraut als ihrer willentlichen Verwandlung durch den Künstler. Entsprechend dominiert es innerhalb der eigentlichen Fotografie überall dort, wo mit Verve dokumentiert, gesammelt, gezeigt wird. Dagegen gab es von Anfang an eine Tradition, das solcherart Fotografische innerhalb der Fotografie zu kaschieren, zu mildern, es zu schwächen oder gar außer Kraft zu setzen, um jenes Bildliche zum Zuge kommen zu lassen, das man sonst aus der Malerei kennt: also eine kompositorisch, farblich-formal, inhaltlich weitgehende Verfügung des Künstlers über die Bildfläche, derzufolge sich ein eigentümliches Spannungsverhältnis zwischen darstellenden, tiefenräumlichen und tendenziell ungegenständlich flächenbezogenen Wertigkeiten ergibt. Diese auf das Bildliche erpichte Tradition der Fotografie reicht vom frühen Piktorialismus über die Montage hin zum weiten, recht ausdifferenzierten Feld Inszenierter Fotografie. Dabei arrangier(t)en die Fotografen aufwändig vor, während und nach der Aufnahme, wobei insbesondere die jüngere digitale Nachbearbeitung Manipulationen und Eingriffe erlaubt, die es kaum mehr nachvollziehen lassen, ob und inwieweit das resultierende Bild überhaupt noch auf eine - so und nicht anders gewesene - Wirklichkeit referiert.
Es gilt diese Spannweite theoretisch, punktuell fotohistorisch und natürlich auch im Hinblick auf die vermittelnde Funktion einer Konzeptuellen Fotografie und ihrer Erben zu erörtern. Im Zentrum der Vorlesung stehen dann namhafte Beispiele heutiger künstlerischer Fotografie, von Wall bis Gursky, von Liebscher bis Boberg oder Tillmans - auch jüngere HfG-AbsolventINNen kommen vor.
Ort: Hochschule für Gestaltung Offenbach R 305
Zeit: Mi 16:30 - 18:00, Beginn: 22.10.
Leitung: Prof. Dr. Christian Janecke
Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Kunstgeschichte
http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/lehre-studium/lv/kunstgeschichte/#pdf
Fotografie im Kontext von Kunstgeschichte und musealer Praxis
Das Seminar richtet sich an Studenten, die sich bereits jetzt oder zukünftig mit Fotografie beschäftigen werden. Fotografien werden in vielen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen und Archiven der unterschiedlichsten Ausrichtung und Funktion aufbewahrt. Heute besteht kein Zweifel mehr, dass Fotografien herausragende Zeugnisse unserer Kulturgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert darstellen.
Sie bieten sowohl als künstlerische und zeitgeschichtliche Dokumente ein unerschöpfliches Feld für Alltagsgeschichte, Stadtchronik, Kunstwissenschaft, Archäologie, Ethnologie, usw.
Das Seminar stellt neben der Erfindung und den fotografischen Techniken, deren Nutzen und hauptsächliche Verwendung vor und wirft einen Blick auf die künstlerischen Strömungen innerhalb der frühen Fotografie. Die Frage, ob Fotografie Kunst – oder nur Technik ist, besteht seit Erfindung der Gattung.
Im Rahmen des Seminars soll sich auch mit Aspekten der Digitalisierung eines Bildbestandes beschäftigt werden. Gedacht ist an eine Einführung in die verschiedenen Bereiche der Thematik, wobei ein besonderes Augenmerk auf die praktische Arbeit geworfen wird. Außerdem ist die Langzeitarchivierung digitaler Daten ein bisher ungelöstes Problem.
Ort: G 333
Zeit: Blockveranstaltung ab 24.10.2008
Leitung: Dr. Calin-Alexandru Mihai - Dr. Petra Rau
Casper-David-Friedrich-Institut Greifswald, Lehrstuhl Kunstgeschichte
http://www.uni-greifswald.de/~kunst/_studium/07_cdfi_lehrveranstaltungen.html
Vorlesung/Seminar Geschichte der Fotografie, Teil IV: 1970er Jahre - Gegenwart
Im vierten und abschließenden Teil der Lehrveranstaltungsreihe wird die Entwicklung der Fotografie im Kontext mit der schrittweisen Durchsetzung der Medien TV und Video untersucht, ebenso die individualisierte Interpretation charakteristischer Genres der Fotografie wie das Porträt und Bildnis, die Akt- und Modefotografie, die inszenierte Genrefotografie, die sozialdokumentorische Fotografie. Obwohl die Fotografen alle wesentlichen Krisenherde der Welt seid Ende des Vietnamkrieges 1975 weiterhin begleiten, hat sich deren Sichtweise und Stilistik nachdrücklich verändert.
Die tiefgreifendste Wandlung der Funktionen und Stilistika der Fotografie seit Durchsetzung der Rollfilme wurde durch die Herausbildung der Neuen Medien ausgelöst. Aus der Krisis der traditionsgebundenen Fotografie gelangte das Medium zu neuen gestalterischen Mitteln und Methoden der Verbreitung. Zu ausgewählten Entwicklungsproblemen und Vertretern der neueren und aktuellen Fotografie werden zu Beginn der Lehrveranstaltung Seminarreferate vorgestellt und verbindlich belegt.
Ort: Seminarraum 1, Rubenowstr. 2
Zeit: Montag, 10.00 – 12.00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Bernfried Lichtnau
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas
http://www.ikare.uni-halle.de/lehrveranstaltungen/kunstgeschichte/winter08-09/magister/fotografie/
Fakultative Veranstaltung Digitale und analoge Fotografie
In dieser Lehrveranstaltung wird eine Einführung zum Einsatz der analogen und digitalen Fotografie gegeben. Notwendige Kenntnisse zur Technik des Fotografierens sind keine Voraussetzung für eine Teilnahme, sondern Bestandteil der Lehrveranstaltung. Es wird ein Überblick zu den kreativen Möglichkeiten der Anwendung der analogen und digitalen Fotografie sowie der fotografischen Bildgestaltung, der Bildkomposition und der Sondertechniken gegeben.
Ort: SR 123
Zeit: Mittwoch 8-10 Uhr
Leitung: Klier
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Institut für Europäische Kunstgeschichte
http://www.khi.uni-heidelberg.de/studium/vlv/VV_IEK_WS0809.pdf
Proseminar Positionen zeitgenössischer Fotografie
Ort: IEK ÜR
Zeit: Mi 16-18 Uhr
Leitung: Dr. R. Spieler
Friedrich Schiller Universität Jena, Kunsthistorisches Seminar
http://www2.uni-jena.de/philosophie/arthist/vlv0809.html
Vorlesung Geschichte der Fotographie: Von den Anfängen bis heute
Weil es kaum eine Definition gibt, mit der sich alle fotografischen Bilder erfassen lassen, wird diese Vorlesung wird vorschlagen, Fotografie als hybrid zu begreifen: Seit ihren Anfängen hat sie sich mit anderen visuellen Medien auf verschiedenen Feldern auseinandersetzen müssen, hat sich ihnen angepasst, hat sie transformiert, aus ihren Funktionen verdrängt oder umgewertet. Diese Prozesse haben erkennbare Spuren in den den Produktions-, Distributions- und Rezeptionsweisen von Bildern hinterlassen. Statt für diese Bilder eine vereinheitlichende Chronologie zu entwerfen, wird die Vorlesung deshalb der Fotografie in ihren Themen, Materialitäten, Ausschlüssen, Verwendungen nachgehen, so dass sie in dem erscheint, was sie liefert: in Bildern.
Ort: Carl-Zeiss-Str. 3, SR 314
Zeit: Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr, Beginn: 23.10.2008
Leitung: Jun. Prof. Dr. Friedrich Tietjen
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Institut für Kunstwissenschaft und Medientheorie
http://solaris.hfg-karlsruhe.de/hfg/vvz/index_html
Seminar Künstler im/als Bild. Selbstinszenierung nach dem „Zeitalter der Photographie“
Das Seminar widmet sich der Schnittmenge aus fotografischem Bild und künstlerischer Selbstinszenierung. Das Selbstporträt von Avantgarde-Künstlern ist ein Sonderfall, die Entbindung von Handschrift und Schöpfertum verlieh dem Fotoporträt im Vergleich zu gemalten, gezeichneten, radierten oder plastischen Künstlerselbstbildnissen eine gewisse Eigenständigkeit. Nicht selten handelt es sich um ein programmatisches Bild, das sich auf künftige Taten (die Welt retten), das eigene Werk (der Künstler im Atelier) oder eine (kunst-) theoretische Position bezieht (z.B. Manifest). Der Kult um Avantgarde-Künstler ist jedoch bevorzugt die Spielwiese der Nachgeborenen, die unterschiedliche Künstlerkonzepte ausprobierten bzw. Masken an- und ableg(t)en oder leere Studios fotografierten. Wir werden im Seminar den Weg vom Kult um wechselnde Rollen und (Selbst-)Stilisierungen zum bildlichen Niederschlag als Kunstfigur verfolgen. Von Warhols Polaroids und konzeptuellen Selbstbildnissen reicht der zeitliche Betrachtungsrahmen bis zur digitalen Bildmanipulation.
Ort: Raum 112
Zeit: Mittwochs, 11–13 Uhr, Beginn: 22.10.08
Leitung: Walther/Esser
Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe (TH)
http://www.ikg.uni-karlsruhe.de/
Pro-/ Hauptseminar Positionen zeitgenössischer Fotografie II
Ort: HfG/Seminarraum 1. I. 20
Zeit: 14.00-16.00 Uhr
Leitung: Schulz
Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/khi/download/ws0809_15_10_08.pdf
Blockseminar Das Fotografische in der Kunst seit 1960
Ort: Kunsthistorisches Institut
Zeit: Vorbesprechungen 12-13.30 Uhr: Mi. 15.10. u. Mi. 29.10.2008, Blocksitzungstermine: Sa. 13.12. und So. 14.12.2008 sowie Sa. 17.01. und So. 18.01.2009 ganztägig
Leitung: I. Becker
Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Kunstgeschichte
Übung Das Bild als Index: Grundlagentexte der Fototheorie (Fototheorie)
Als das Spezifikum der Fotografie wird heute in Unterscheidung zu anderen Bildkünsten weithin ihr „indexikalischer“ Charakter hervorgehoben. Gemeint ist damit die Bestimmung der Fotografie als „fotochemisch verarbeitete Spur“, als „physikalischer Abdruck“ des Wirklichen. Den Theorien der Indexikalisten wie etwa Susan Sontag, Rosalind Krauss oder Philippe Dubois liegt letztlich der naturwissenschaftliche Fotobegriff des 19. Jahrhunderts zugrunde. Seine zeichentheoretische Ausformulierung nahm zu Beginn des 20. Jahrhunderts der amerikanische Philosoph und Naturwissenschaftler Charles S. Peirce vor. Die Korrespondenz von Wirklichkeit und Wahrheit, wie sie als „Abdruck“ und „Spur“ vom Indextheorem der fotografischen Abbildung zugesprochen wird, findet sich auch in Roland Barthes Abhandlung Die helle Kammer von 1979, dem „einflussreichsten Theorieentwurf der Fotografie der letzten Jahrzehnte“ (Herbert Molderings), worin Barthes die Fotografie ontologisch als „Emanation“ des vergangenen Wirklichen als reine „Evidenz“ kennzeichnete („ça a été“ – es ist so gewesen). Diese hypothetisch existentielle Relation der Fotografie zu ihrem Objekt ist seitdem zwar hin und wieder in Frage gestellt worden, was aber nichts daran änderte, dass das Indextheorem bis heute fast alle Debatten über Fotografie dominiert und dabei meist völlig unkritisch für eine ausgemachte Sache gehalten wird.
Die Übung soll dazu dienen, die Teilnehmer mit den wichtigsten Positionen der Indextheorie vertraut zu machen und eine historische Einordnung vorzunehmen. Anhand eines close reading der einschlägigen Texte soll ein kritisches Verständnis ihrer theoretischen Prämissen entwickelt werden und damit die Fähigkeit, an fototheoretischen Debatten qualifiziert teilnehmen zu können. Bezüge zu aktuellen bildwissenschaftlichen Fragestellungen sollen dabei ebenfalls in den Blick genommen werden.
Ort: Binger Straße 26, Seminarraum 3. OG
Zeit: Do 18:15 - 19:45
Leitung: Dr. Gregor Wedekind
Philipps-Universität Marburg, Kunstgeschichtliches Institut
http://www.uni-marburg.de/fb09/khi/studium/angebot
Hauptseminar und Oberseminar "Humanistische Fotografie": Engagierte und sozialdokumentarische Fotografie im 20. Jahrhundert
Der unscharfe Begriff der „Dokumentarfotografie“ umfasst vielerlei Formen, besonders der Sachdokumentation, aber auch die Dokumentation von Lebensformen und Lebensverhältnissen. Seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, mit der Verbesserung der Kamera- und Filmtechnik (tragbare Apparate) wird diese Aufgabe entscheidend erleichtert. In den immer zahlreicheren illustrierten Zeitschriften und Zeitungen finden viele Fotografen Abnehmer für ihre Fotografie, die als visueller Bericht von den Lebensformen und Umständen der Menschen auch im Sinne der Reportage erscheinen. Nur scheinbar ist dabei der dokumentierende Fotograf in der Rolle des neutralen Beobachters, bzw. schon diese Rolle zeigt ihn gerade indem er Menschen in ihren Lebenszusammenhängen begegnet, als engagierten Beobachter, dessen Parteinahme schon in der Zuwendung besteht, sich aber oft in der besonderen Art und Weise der Erfassung des „Menschlichen“ übermittelt.
Das Seminar soll, ausgehend von einer differenzierteren Untersuchung des Begriffes des dokumentarischen Bildes, der Idee der „Augenzeugenschaft“, der Vorstellung vom Bild als einer historischen Quelle eine Reihe der bedeutendsten „engagierten“ Fotografen des 20. Jahrhunderts auf ihre Auffassung zum Dokumentarischen befragen. Dabei soll die Erfassung der spezifischen künstlerischen Leistung im Mittelpunkt stehen.
Zur Debatte stehen u. a. : Lewis Wickes Hine, August Sander, Walker Evans, Dorothea Lange, Margaret Bourke White, Helen Levitt, Lisette Model, Manuel Alvarez Bravo, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Andreas Feininger, Berenice Abbott, Jewgenij Chaldej, Robert Frank, Garry Winogrand, Lee Freedlander, Sebastiao Salgado.
Ort: 204 , HG --> Biegenstrasse 14, Hörsaalgebäude
Zeit: Di, 16:15 bis 17:45
Leitung: Locher, Hubert
Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Kunstgeschichte
Übung Zur Mediengeschichte der Fotografie in Deutschland 1900-1938 (Blockseminar)
Neben der allgemeinen Entwicklung der Fotografie vom Piktorialismus zum Neuen Sehen kommen weitere mediengeschichtliche Aspekte zur Sprache wie etwa die Entwicklung einer modernen Werbegestaltung, die Geschichte der illustrierten Printmedien oder der Einsatz der Fotografie als erkenntnistheoretisches Hilfsmittel (Aby Warburg und die Fotografie).
Ort: Zentnerstr., Raum 004 Seminarraum
Zeit: 11 -19 Uhr, Beginn: 16.10.2008, (Blockseminar: an zwei Wochenenden, freitags und samstags. 16.01. und 17.01.2009 sowie 23.01. und 24.01.2009)
Leitung: Dr.phil. Ivo Kranzfelder
Hochschule für Gestaltung OFFENBACH, Lehrgebiet Kunstgeschichte
http://www.hfg-offenbach.de/w3.php?nodeId=183
Vorlesung DAS FOTOGRAFISCHE UND DAS BILDLICHE. SPANNUNGSFELDR DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE
So wie sich z.B. ‘Sportivität’ heute überall, in der Alltagskleidung, im Fernsehen, im Benehmen, in Kraftfahrzeugen – und nur manchmal auch im Sport – findet, genauso geht es mit dem Fotografischen, dem für Fotografie typischen, aber keineswegs darauf beschränkten Effekt einer gleichsam physischen Verbindung zwischen dem Fotografierten und dem fotografisch Sichtbaren. Fotografien sind typischer Weise Spur dessen, was sie zeigen. Demnach dürften freilich auch Duchamps Ready mades als quasifotografischer Abdruck der Realität gelten - und ebenso die Ding-Assemblagen des Nouveau Réalisme, oder etwa die Einschreibung von Blitzen in die rasterförmig angeordneten Metallstäbe von Christos Lightning Field. Das Fotografische in diesem übertragenen Sinne herrscht überall dort, wo man der Selbstabbildung (oder nurmehr Selbstpräsentation) der Dinge mehr zutraut als ihrer willentlichen Verwandlung durch den Künstler. Entsprechend dominiert es innerhalb der eigentlichen Fotografie überall dort, wo mit Verve dokumentiert, gesammelt, gezeigt wird.
Dagegen gab es von Anfang an eine Tradition, das solcherart Fotografische innerhalb der Fotografie zu kaschieren, zu mildern, es zu schwächen oder gar außer Kraft zu setzen, um jenes Bildliche zum Zuge kommen zu lassen, das man sonst aus der Malerei kennt: also eine kompositorisch, farblich-formal, inhaltlich weitgehende Verfügung des Künstlers über die Bildfläche, derzufolge sich ein eigentümliches Spannungsverhältnis zwischen darstellenden, tiefenräumlichen und tendenziell ungegenständlich flächenbezogenen Wertigkeiten ergibt. Diese auf das Bildliche erpichte Tradition der Fotografie reicht vom frühen Piktorialismus über die Montage hin zum weiten, recht ausdifferenzierten Feld Inszenierter Fotografie. Dabei arrangier(t)en die Fotografen aufwändig vor, während und nach der Aufnahme, wobei insbesondere die jüngere digitale Nachbearbeitung Manipulationen und Eingriffe erlaubt, die es kaum mehr nachvollziehen lassen, ob und inwieweit das resultierende Bild überhaupt noch auf eine - so und nicht anders gewesene - Wirklichkeit referiert.
Es gilt diese Spannweite theoretisch, punktuell fotohistorisch und natürlich auch im Hinblick auf die vermittelnde Funktion einer Konzeptuellen Fotografie und ihrer Erben zu erörtern. Im Zentrum der Vorlesung stehen dann namhafte Beispiele heutiger künstlerischer Fotografie, von Wall bis Gursky, von Liebscher bis Boberg oder Tillmans - auch jüngere HfG-AbsolventINNen kommen vor.
Ort: HfG Offenbach R. 305
Zeit: MI 16.30-18.00 Uhr; Beginn: 22.10.2008
Leitung: Prof. Dr. Christian Janecke
Universität Paderborn, Fakultät für Kulturwissenschaften, Historisches Institut, Materielles und Immaterielles Kulturerbe UNESCO
„Fotografie und Collage als historische Quellen"
Das Seminar untersucht den dokumentarischen sowie den künstlerischen Umgang mit Fotografien und formuliert die Frage nach dem historischen Erkenntniswert von fotografischen Bildern. Dabei soll das Verständnis der Fotografie als Medium der Augenzeugenschaft hinsichtlich seiner Möglichkeiten und Grenzen kritisch überprüft werden.
Bilder stellen im Allgemeinen eine besondere Kategorie historischer Quellen dar und wurden als solche von der Geschichtswissenschaft immer schon zur Veranschaulichung hinzu gezogen. Die konsequente Erforschung von Bildmedien als historische Quellen setzte nichtsdestotrotz erst in den letzten Jahrzehnten in Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Forschungsergebnissen und –methoden ein. Insbesondere die Zeit- und Neueste Geschichte (etwa im Bereich der Kriegs-, der Politischen und der Alltagsgeschichte) lenkte dabei den Blick auf das im Zwanzigsten Jahrhundert als Medium der Dokumentation und Vermittlung dominierende technische Bild. Der fotografischen Aufzeichnung und Reproduktion fällt unter den verschiedenen anderen Bildquellgattungen, wie etwa Gemälde und Druckgrafik, eine besondere Rolle zu. Die Quellenkritik hat den Wahrheitsgehalt der Fotografie, deren Rezeption weiterhin zunächst durch den Aspekt einer angenommenen Objektivität gekennzeichnet ist, besonders aufmerksam zu prüfen. Bei einem genaueren Hinsehen erweist sich die Fotografie nicht nur als Beweis, sondern häufig auch als geschickte Manipulation. Welche Möglichkeiten zur Bildbearbeitung, Collage und Montage gegeben sind, können Historiker aus der Anschauung der seit der Erfindung der Fotografie im 19. Jahrhundert unternommenen künstlerischen Experimente mit Fotografien lernen.
Ort: Raum: W 1.101
Zeit: Do 14.00-16.00 c.t., Beginn: 16.10.2008
Leitung: Laura Gieser M.A.
Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien, Europäische Medienwissenschaft
http://www.uni-potsdam.de/ikm/KVV_IKM_WS0809.pdf
Blockseminar Fotografie und Bewegung
Leitung: Dr. Simone Förster
Universität Regensburg, Institut für Kunstgeschichte
Proseminar Einführung in die Geschichte der Fotografie I - I (Anfänge – 1902): 10 Minuten lächeln bitte!
Die Fotografie ist eine junge Disziplin in der Geschichte der Kunst. Während sie es anfänglich schwer hatte, sich als eigenständige Gattung in den Künsten zu etablieren, stand ihr dokumentarischer Nutzen niemals außer Frage. Selbstverständlich musste diese exakte Methode der naturgetreuen Wiedergabe erst einmal erfunden werden. Das Seminar gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und Theorie der auf Papier gebannten Fotoarbeiten und es wird ein Glossar zu den einzelnen Fototechniken erarbeitet. Auch die Gattungen in der Kunst, welche die Fotografie nachahmt, werden vorgestellt: das Portrait, die Landschaft, die Stadtvedute, die Genreszene und das historische Ereignisbild zählen zu den Themenkomplexen dieser neuartigen und zunächst mit Argwohn bedachten Wissenschaft. Darüber hinaus sollen Funktion, Anerkennung und Widerstand gegen die neuen Möglichkeiten der abbildenden Künste in diesem Seminar diskutiert werden.
Ort: H 12
Zeit: Mo 18-20
Leitung: Dr. Oettl
Universität Stuttgart, Institut für Kunstgeschichte
http://www.uni-stuttgart.de/kg1/lehre/wochenuebersicht.html
Proseminar Fotografieausstellungen vom Bauhaus bis zur Gegenwart
Zeit: Mi, 9.45-11.15 Uhr
Ort: M 7.301
Leitung: Wiebke Ratzeburg M.A.
Fach Kunstgeschichte, FB III der Universität Trier
http://www.uni-trier.de/fileadmin/fb3/KUN/stdp0809.pdf
Repräsentationen von Krieg in der Fotografie
Ort: A 142
Zeit: Mi, 12-14 Uhr
Leitung: Threuter, Christina, PD Dr.
Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Kunsthistorisches Institut
http://www.uni-tuebingen.de/Kunstgeschichte/html/Lehrveranstaltungen%20WS%2008_09.pdf
Hauptseminar Die fotografische Eroberung des Orients
Zeit: Do 23.10.08; Blockveranst. 10. + 11.01.09 (Sa+So)
Leitung: Frübis
Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich F - Design und Kunst
http://www.fbf.uni-wuppertal.de/Vorlesungsverzeichnisse/p_pics/KVV%20fertig%20Druckversion.pdf
Fotografiegeschichte. Fotografie im Zeichen des Digitalen. Medium zwischen Kunst und Werbung.
Das Seminar geht der Frage nach, was sich durch den Prozess der Digitalisierung für das Medium Fotografie verändert hat; ist es überhaupt noch ein fotogrfisches Medium? Verliert die Fotografie nicht vollends ihre Glaubwürdigkeit; Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich für Fotografinnen und Fotografen? Am Beispiel von Bildern führender Künstler und Fotografen wie Andreas Gursky, David de la Chapelle u. a. sowie den Praktiken von Bildverschönerungsfirmen gilt es, einer Beantwortung dieser Fragen näher zu kommen.
Zeit/Ort: Do 10 – 12, Termine und Raum s. Aushang
Leitung: Prof. Klaus Honnef
ÖSTERREICH
Uni Wien, Kunsthistorisches Seminar
http://online.univie.ac.at/vlvz?pkey=10694&semester=current
Momentfotografie: Ihre Entwicklung seit 1840, ihr Vor- und Nachleben in der bildenden Kunst
Inhalte:
- Erste "Sofortbilder" 1841
- Stereoaufnahmen um 1865
- Projekt Muybridge um 1870/75
- Projekt Marey ab1880
- Momentaufnahmen und Amateurphotographie ab 1890
- "Streetphotography" ab 1930
- Theorien des darstellungswürdigen Augenblicks seit etwa 1800
- Filmstill und Standphotographie
Ziele: Analyse eines photographischen Spezifikums und seine historische Anbindung.
Ort: Hörsaal C1 Uni Campus Hof 2 2G-O1-03
Zeit: DO, 09.10.2008, ab 9.10.2008 Do 15:30-17:00
Leitung: Monika Drechsler-Faber
http://online.univie.ac.at/vlvz?pkey=36141&semester=current
Übung Fotografie, Film und Fernsehen im Dienste der Kunstgeschichte
Inhalte: Thematisiert werden die medialen Voraussetzungen der Kunstgeschichte, speziell die Herausforderung der Kunstgeschichte durch das Aufkommen der Möglichkeit Kunst und Architektur mittels der neueren technischen Massenmedien Fotografie, Film und Fernsehen zu repräsentieren. Davon ausgehend soll auch ein Blick auf die "alten Medien" der Kunstgeschichte, vor allem die Zeichnung und die Druckgrafik, sowie die neusten digitalen Medien geworfen werden. Eine Medienarchäologie der Kunstgeschichte verdeutlicht, dass die Geschichte der Kunstgeschichte die Frage nach den Bildmedien mit einschließen sollte. Der Wandel der Fragestellungen, des methodischen Instrumentariums und des Verhältnisses von akademischer Forschung und Lehre sowie "populärer" Kunstvermittlung erweist sich als an die allgemeine Medienentwicklung und den spezifischen Medieneinsatz gebunden.
Ziele: Durch den Blick auf die technischen Bildmedien, Fotografie, Film und Fernsehen, soll das Bewusstsein dafür geschärft werden, dass in einer in so hohem Maße bildgestützen Disziplin, wie der Kunstgeschichte, die mediale Vermitteltheit der Kunst in der akademischen Praxis wie auch in der auf ein breites Publikum zielenden Kunstvermittlung den Blick auf die Kunst und ihre Geschichte entscheidend geprägt hat.
Ort: Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Zeit: MO, 13.10.2008, 17.11.2008, 15.12.2008-12.1. und 26.1.2009 Mo 12:00-16:30
Leitung: Barbara Schrödl
Uni Innsbruck, Institut für Sprachen und Literaturen, Studienrichtung Vergleichende Literaturwissenschaft
http://orawww.uibk.ac.at/public_prod/owa/lfuonline_lv.details?sem_id_in=08W&lvnr_id_in=641209
Proseminar Das Fotobuch
Ziel: Die Studierenden werden mit der Geschichte und Entwicklung des spezifischen Genres "Fotobuch" vertraut gemacht. Sie sollen fotografische Bilder und ihre Präsentationsweisen analysieren lernen. Die LV ist überdies an eine internationale Fototagung im Innsbrucker Fotoforum West im Oktober 2008 angebunden. In Form einer Exkursion werden auch praktische Fragen der Buchproduktion und des Verlagswesens diskutiert. Inhalt: Geschichte und Entwicklung des Fotobuches: von den Klassikern bis zur Gegenwart; die gedruckte Fotografie: technische Voraussetzungen und Entwicklungen; aktuelle Tendenzen angesichts der digitalen Revolution; Analyse narrativer Strukturen: Wie kann man fotografischen Bildern erzählen?
Methoden: Vortrag des LV-Leiters, Referate der Studierenden, Teilnahme an der Tagung, Exkursion zu einem Verleger / Drucker nach Vorarlberg.
Ort: 50101/1 SR
Zeit: Fr 02.10.08, Do 02.10. 13.00 - 17.00, Fr 28.11. 14.00 - 18.00, Sa 29.11. 09.00 - 12.00, Sa 29.11. 14.00 - 18.00, Mi 14.01.2009 Exkursion, 23.-25 .Oktober 2008 Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen der Fototagung im Fotoforum West (detailliertes Programm folgt)
Leitung: Mag. Gisinger Arno
Uni Salzburg, Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, Kunst- Musik- und Tanzwissenschaft
https://online.uni-salzburg.at/plus_online/webnav.navigate_to?corg=14025
Vorlesung Fotografie und Kunst
Die Fotografie steht seit ihrer "Erfindung" im ständigen Dialog mit der Malerei und den anderen bildenden Künsten. Um das Wesen der Fotografie zu verstehen werden die Grundkenntnisse ihrer "Elemente" (Optik, Mechanik, Chemie bzw. Elektronik) vermittelt und es wird der Rolle der Fotografie als Dokument und der Frage ihres künstlerischen Wertes nachgegangen. Anhand von Bildbeispielen werden die gesellschaftspolitischen und stilgeschichtlichen Entwicklungen der Abschnitte von 170 Jahren Fotografiegeschichte verdeutlicht und bedeutende FotografInnenpersönlichkeiten mit herausragenden Arbeiten vorgestellt. Und es wird auch gezeigt, wie viele Maler sich der Fotografie bedient haben. Es werden die Entwicklungsstränge und Wendepunkte als Impulse für eine Neuausrichtung und die Weiterentwicklung der Fotografie als künstlerisches Medium nachvollziehbar. In dieser Vorlesung werden somit die Gründe der Emanzipation der Fotografie als künstlerisches Medium und ihre Bedeutung im Kontext mit den anderen Künsten erarbeitet und ihr Stellenwert im heutigen Kunstmarkt erkennbar.
Zu erwerbende Kompetenzen:
* Die Besonderheiten, Eigenarten und Unterschiede der Fotografie im Vergleich zu den anderen bildnerischen Künsten verstehen
* Grundkenntnisse der "Elemente" der Fotografie (Optik, Mechanik, Chemie bzw. Elektronik) erwerben
* Fähigkeiten im "Lesen" von Fotografien erwerben und ihren "visuellen Code" verstehen
* Die gesellschaftspolitischen und stilgeschichtlichen Entwicklungen der Fotografie in den einzelnen Abschnitten von 170 Jahren Fotografiegeschichte kennen
* Entwicklungen und Wendepunkte als Impulse für die Weiterentwicklung der Fotografie als technisches und künstlerisches Medium nachvollziehen
* Bedeutende Persönlichkeiten der Fotografiegeschichte und ihre Arbeiten kennen
* Die Bedeutung der Fotografie in der Kunstentwicklung und auf dem heutigen Kunstmarkt erkennen
Ort: HS 2.04 Eingang Kapitelgasse 5
Zeit: Mo., 6.10.-29.1., 12.15-13.45 Uhr
Leitung: Häufler Walter
SCHWEIZ
Universität BASEL, Philosophisch-Historische Fakultät
http://vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/index.cfm?clear=1&PeID=10003
Seminar Fotografie als Dokument?
Im Seminar werden wir die Titelfrage anhand von folgenden Themen diskutieren: Fotografie und Politik (deutsche und polnische Fotomontagen aus den 20er und 30er Jahren), Krieg und das Problem dessen fotografischen Inszenierung (bei Robert Capa und Martha Rosler), Tabu (im Kontext des «World Press Photo»), Objektivität der Fotografie (Arbeiten von Bern und Hilla Bechers und ihren Schülern), Alltag in der Fotografie (Arbeiten von Richard Billingham und Wolfgang Tillmans), Dokumentation des Undergrounds (Nan Goldin und andere Vertreter der Boston School), Klanglichkeit der Fotografie und Bewegung in der Fotografie (Großstadt-Darstellungen verschiedener Fotografen), die Anwesenheit der Schrift in der Fotografie und die Relation zwischen fotografischen und filmischen Mitteln. Wir werden mit verschiedenen Medien arbeiten.
Ort: Kunsthistorisches Seminar, Seminarraum 1. Stock
Zeit: Montag, 16.15-18.00, wöchentlich ab 22.09.2008
Leitung: Daria Kolacka
Kurs Schwarz-Weiss-Photographie
In diesem Kurs wird die schwarz-weiß Fotografie in Praxis behandelt: Aufnahme, Verarbeiten von Negativ-Filmen, Vergrößerung und Präsentation.
Ort: Kollegienhaus, Seminarraum 208/210
Zeit: Di, 14.15-17.00, Do, 14.15-17.00, wöchentlich
Leitung: Rudolf Gschwind
Kurs Digitale Photographie in Pressebild und Kunst
Digitale Bildproduktion begrifflich und praktisch zu reflektieren und intermediale Kompetenz als komplexes Wechselspiel von Visualität und Apparat zu erfassen.
Ort: Pharmazentrum, Klingelbergstrasse 50-70, Raum Cherry
Zeit: Di, 17.15-20.00, 14-täglich
Leitung: Sabine Schnell
Übung Aspects of British Culture: Understanding Visual Media I: British Photography
The course has two main functions: firstly to introduce, practice and explore visual culture in general, and more specifically photography. Thus participants will be instructed in the basic terminology, characteristics and features of the field through reading a number of key critical texts. Secondly, we will apply and articulate theoretical aspects through an examination of British photography. Taking both a historical and social view of the medium, we will examine key images, practitioners and uses of photography. A second course given in the spring semester will address the time-based visual media of TV and film.
Ort: Kollegienhaus, Seminarraum 211
Zeit: Do, 12.15-14.00, wöchentlich
Leitung: Peter Robert Burleigh
Universität Genf, département d’histoire de l’art et de musicologie
http://www.unige.ch/lettres/etudes/enseignements/brochuresept08.pdf
Histoire de la photographie
Zeit: Dienstag, 14-18 Uhr
Leitung: W. Ewing
Universität Zürich, Kunsthistorisches Institut
Vorlesung Gastprofessur: Art and Photography after the End of Photography
Gastprofessorin im Herbstsemester 2008 ist Frau Prof. Abigail Solomon-Godeau (Department of the History of Art and Architecture, University of California, Santa Barbara).
Official Opening Evening “Femininity, Subjectivity, and the Politics of Self-Representation”
First series: Photographic Genres
- “Caught Looking: Susan Meiselas' Carnival Strippers” (photographic documentary)
- “Abu Ghraib: The Movie” (amateur digital photography)
- “The Other Side of Venus: Femininity, Modernity, Photography” (erotic photography)
- “Harry Callahan, Street Photography and the Alienating City” (“street” photography)
Second Series: Photo-based contemporary art practices
- “Haunting and Taunting: Critical Practices in a 'Minor' Mode”
- “Out of the Archives and into the Street: The Fae Richards Archive”
- “The Twilight Zone: Photography and the Uncanny”
- “Haunted Habitats”
Third series: Critical Discourse
- Photography in the Feminine?
- Photography after Photography: facts, truth and realism in the age of Digital Photography
Zeit: Di 10.15-12.00
Seminar Fotografie in der Schweiz
Lehrveranstaltungsinhalt: Internationale Kunst-, Dokumentar- und Reportagefotografie in der Schweiz von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart im kulturellen und politischen Kontext; Einführung in die wissenschaftliche Archivarbeit sowie Analyse und Entwicklung von Ausstellungskonzeptionen. Seminar mit Übungen vor Originalen, Diskussionsstunden mit Experten aus dem Sammlungs- und Ausstellungswesen.
Programm: 25.9. Frühe Fotografie in der Schweiz; Fotografiesammlungen in der Schweiz. 2.10.08 Fotostiftung Winterthur. Vorbereitung des Ortstermins mit Führung. 9.10.08 Fotografie in den Schweiz in den 1920 und 1930er Jahren; Fotografie und nationale Identität?; Fotografische Ausbildung in der Schweiz (Hans Finsler); 16.10.08 Gemeinsamer Ortstermin: Galeriebesuch in Zürich 23.10.08 Reportagefotografie in der Schweiz (geeignet für ein Referententeam). 30.10.08 Schweizer FotografInnen in Amerika: Annemarie Schwarzenbach, Robert Frank, 6. 11. 08, 13.11. 08 Martin Hürlimann; Jakob Tuggener; Hans Staub; Peter Knapp; René Burri. 20.11. Peter Fischli und David Weiss. 27.11. 08 Hans Danuser.
Offene Termine: 4.12. 08; 11.12. 08; 18.12. 08.
Weitere Themen: Die Entdeckung der Farbfotografie in der Schweiz. Der Sammlungsbestand Photoglobe in der ZB / Frühe Portraitfotografie / Fotografische Nachlässe von Malern und Malerinnen in der Schweiz / Landschaftsfotografie in der Schweiz/ Fotografie und Kunstgeschichte / Fotografie und Ethnologie / Kunstgalerien und Fotografie in Zürich / Aktuelle Ausstellungen zur Fotografie in der Schweiz (Thema für ein Referententeam).
Ort: RAK-E-6
Zeit: Do 12.15-13.45
Leitung: Bettina Gockel
Seminar Gastprofessur Fotografiegeschichte
Lehrveranstaltungsinhalt: This seminar is for the most part structured around readings of classic and/ or foundational texts in the field of photography theory and criticism. Although many of the assigned readings are available in French and/or German (e.g., Bazin, Barthes, Freud, Metz, Baudry, Benjamin, Kraucauer, etc.) a number of texts (e.g., Victor Burgin, Laura Mulvey, etc.) may only be available in English. But insofar as the seminar will be conducted in English, I assume that reading in English will not be a problem. Where possible, however, I have indicated French or German versions of the assigned texts.
In addition to essays and books that take photography as their subject, we will also be reading certain other kinds of texts (e.g., “Fetishism” by Sigmund Freud) that figure importantly within photographic theory. After the first and perhaps second seminars, which are intended to introduce the major terms, themes and issues of the seminar, members of the seminar are expected to read the texts for each week's meeting, to present them to the seminar, and to participate in the following discussion. Given the wealth of museums, galleries and various collections in and around Zurich, I would also like to plan several museum and gallery sessions to look at photographic work both historical and contemporary.
Ort: RAK-E-6
Zeit: Mi 12.15-14.00
Leitung: Abigail Solomon-Godeau
Vorlesung Einführung in die Theorie und Geschichte der Fotografie
Ort: KOL-F-104
Zeit:: Mo 12:15-13:45, ab 22.09.
Leitung: Wolfgang Kersten, Mandy Gnägi
Vorlesung Fotografie und Fotografieforschung in der Schweiz. Dr. Carlo Fleischmann-Vorträge zur Fotografie
Ort: KOL-H-312
Zeit: Do 19.00-20.30, 22.10.: 19.00-20.30