http://vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/index.cfm?clear=1&PeID=10003
Universität BASEL, Philosophisch-Historische Fakultät Seminar Fotografie als Dokument?
Im Seminar werden wir die Titelfrage anhand von folgenden Themen diskutieren: Fotografie und Politik (deutsche und polnische Fotomontagen aus den 20er und 30er Jahren), Krieg und das Problem dessen fotografischen Inszenierung (bei Robert Capa und Martha Rosler), Tabu (im Kontext des «World Press Photo»), Objektivität der Fotografie (Arbeiten von Bern und Hilla Bechers und ihren Schülern), Alltag in der Fotografie (Arbeiten von Richard Billingham und Wolfgang Tillmans), Dokumentation des Undergrounds (Nan Goldin und andere Vertreter der Boston School), Klanglichkeit der Fotografie und Bewegung in der Fotografie (Großstadt-Darstellungen verschiedener Fotografen), die Anwesenheit der Schrift in der Fotografie und die Relation zwischen fotografischen und filmischen Mitteln. Wir werden mit verschiedenen Medien arbeiten.
Ort: Kunsthistorisches Seminar, Seminarraum 1. Stock
Zeit: Montag, 16.15-18.00, wöchentlich ab 22.09.2008
Leitung: Daria Kolacka
Kurs Schwarz-Weiss-Photographie
In diesem Kurs wird die schwarz-weiß Fotografie in Praxis behandelt: Aufnahme, Verarbeiten von Negativ-Filmen, Vergrößerung und Präsentation.
Ort: Kollegienhaus, Seminarraum 208/210 Zeit: Di, 14.15-17.00, Do, 14.15-17.00, wöchentlich
Leitung: Rudolf Gschwind
Kurs Digitale Photographie in Pressebild und Kunst
Digitale Bildproduktion begrifflich und praktisch zu reflektieren und intermediale Kompetenz als komplexes Wechselspiel von Visualität und Apparat zu erfassen.
Ort: Pharmazentrum, Klingelbergstrasse 50-70, Raum Cherry
Zeit: Di, 17.15-20.00, 14-täglich Leitung: Sabine Schnell
Übung Aspects of British Culture: Understanding Visual Media I: British Photography
The course has two main functions: firstly to introduce, practice and explore visual culture in general, and more specifically photography. Thus participants will be instructed in the basic terminology, characteristics and features of the field through reading a number of key critical texts. Secondly, we will apply and articulate theoretical aspects through an examination of British photography. Taking both a historical and social view of the medium, we will examine key images, practitioners and uses of photography. A second course given in the spring semester will address the time-based visual media of TV and film.
Ort: Kollegienhaus, Seminarraum 211
Zeit: Do, 12.15-14.00, wöchentlich
Leitung: Peter Robert Burleigh
Hochschule für Gestaltung OFFENBACH, Lehrgebiet Kunstgeschichte
Vorlesung: DAS FOTOGRAFISCHE UND DAS BILDLICHE. SPANNUNGSFELDR DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE
So wie sich z.B. ‘Sportivität’ heute überall, in der Alltagskleidung, im Fernsehen, im Benehmen, in Kraftfahrzeugen – und nur manchmal auch im Sport – findet, genauso geht es mit dem Fotografischen, dem für Fotografie typischen, aber keineswegs darauf beschränkten Effekt einer gleichsam physischen Verbindung zwischen dem Fotografierten und dem fotografisch Sichtbaren. Fotografien sind typischer Weise Spur dessen, was sie zeigen. Demnach dürften freilich auch Duchamps Ready mades als quasifotografischer Abdruck der Realität gelten - und ebenso die Ding-Assemblagen des Nouveau Réalisme, oder etwa die Einschreibung von Blitzen in die rasterförmig angeordneten Metallstäbe von Christos Lightning Field. Das Fotografische in diesem übertragenen Sinne herrscht überall dort, wo man der Selbstabbildung (oder nurmehr Selbstpräsentation) der Dinge mehr zutraut als ihrer willentlichen Verwandlung durch den Künstler. Entsprechend dominiert es innerhalb der eigentlichen Fotografie überall dort, wo mit Verve dokumentiert, gesammelt, gezeigt wird.
Dagegen gab es von Anfang an eine Tradition, das solcherart Fotografische innerhalb der Fotografie zu kaschieren, zu mildern, es zu schwächen oder gar außer Kraft zu setzen, um jenes Bildliche zum Zuge kommen zu lassen, das man sonst aus der Malerei kennt: also eine kompositorisch, farblich-formal, inhaltlich weitgehende Verfügung des Künstlers über die Bildfläche, derzufolge sich ein eigentümliches Spannungsverhältnis zwischen darstellenden, tiefenräumlichen und tendenziell ungegenständlich flächenbezogenen Wertigkeiten ergibt. Diese auf das Bildliche erpichte Tradition der Fotografie reicht vom frühen Piktorialismus über die Montage hin zum weiten, recht ausdifferenzierten Feld Inszenierter Fotografie. Dabei arrangier(t)en die Fotografen aufwändig vor, während und nach der Aufnahme, wobei insbesondere die jüngere digitale Nachbearbeitung Manipulationen und Eingriffe erlaubt, die es kaum mehr nachvollziehen lassen, ob und inwieweit das resultierende Bild überhaupt noch auf eine - so und nicht anders gewesene - Wirklichkeit referiert.
Es gilt diese Spannweite theoretisch, punktuell fotohistorisch und natürlich auch im Hinblick auf die vermittelnde Funktion einer Konzeptuellen Fotografie und ihrer Erben zu erörtern. Im Zentrum der Vorlesung stehen dann namhafte Beispiele heutiger künstlerischer Fotografie, von Wall bis Gursky, von Liebscher bis Boberg oder Tillmans - auch jüngere HfG-AbsolventINNen kommen vor.
Ort: HfG Offenbach R. 305
Zeit: MI 16.30-18.00 Uhr; Beginn: 22.10.2008
Leitung: Prof. Dr. Christian Janecke

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