www.campus.rwth-aachen.de/rwth/all/eventlist.asp?mode=field&gguid=0x9D07169AFC694B49B793D90AEE16ECC7&tguid=0x302FA40021639C4AAD000CB7D26C518A

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule AACHEN, Institut für Kunstgeschichte
Geschichte der Architekturfotografie
Obwohl Architektur tagtäglich millionenfach fotografiert wird, findet dieses Fachgebiet in der Forschung immer noch zu wenig Beachtung. Häufig wird lediglich auf die Funktion der Dokumentation abgestellt ohne dabei die anderen, höchst interessanten Facetten dieses Mediums genauer in den Blick zu nehmen. Dieses Seminar stellt daher nicht den Anspruch, einen vollständigen Überblick der Geschichte der Architekturfotografie zu geben. Vielmehr sollen anhand ausgewählter Beispiele, auch aus der Stadtfotografie, verschiedene Eigenheiten der Architekturfotografie deutlich gemacht werden.
Ausgehend von den Anfängen der Fotografie und den ganz speziellen Voraussetzungen des Abbildens von Architektur, soll die Zeit der Weimarer Republik im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Damals entsteht im Umfeld des Bauhaus eine ganz neue Form der Zusammenarbeit zwischen Architekten wie Mies van der Rohe, Erich Mendelsohn oder Bruno Taut und den Fotografen der Avantgarde. Am Ende steht der Ausblick auf die Architekturfotografie von heute und die Frage, inwiefern sich hier ein Wandel des Mediums vollzogen hat.
Ort: Bibliothek

Zeit: Mittwoch 18.00-19.30 Uhr

Leitung: Birgit Hammers, M. A.

 

www.philhist.uni-augsburg.de/lehrveranstaltungen/ss_08/

Universität AUGSBURG, Kunsthistorisches Institut

Proseminar Amerikanische Dokumentarfotografie. Bildgedächtnis des 20. Jahrhunderts

Ort: Raum 2128

Zeit: Fr 10.00-12.15

Leitung: Prof. Dr. G. Bickendorf

 

vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/index.cfm?clear=1&PeID=10002
Universität BASEL, Philosophisch-Historische Fakultät
Seminar Foto-Texte. Literatur und optische Medien in der skandinavischen Literatur 3 KP

Kaum ein anderes Medium hat unseren Umgang mit der Wirklichkeit und der Erinnerung weitreichender geprägt als die Fotografie.
Dass die Erfindung der Fotografie einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der bildenden Kunst im 19. Jahrhundert ausgeübt hat, erscheint unbestritten. In den letzten Jahrzehnten hat sich auch die Literaturwissenschaft mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit die fortschreitende Entwicklung apparativer Aufzeichnungs- und Projektionstechniken in der Literatur reflektiert werden. Die literarische Auseinandersetzung mit der Fotografie kreist nicht nur um Fragen der Nachahmung, sondern auch um die Einflüsse, welche die fotografischen Medien auf die Vorgänge des Sehens und Vorstellens selbst sowie die entsprechenden Konzepte von Repräsentation und Illusion ausüben. Ein weiterer zentraler Punkt in der literarischen Behandlung der fotografischen Welterfassung ist die unheimliche Ausstrahlung eines Mediums, das die Welt auf merkwürdige Weise zu verdoppeln scheint und dem es auf völlig neue Weise gelingt, Unsichtbares sichtbar zu machen.
Im Seminar werden zunächst klassische Texte aus der skandinavischen Literatur des 19. Jahrhunderts im Zentrum stehen. Hans Christian Andersen ließ sich nicht nur gerne ablichten, sondern geht u. a. in den Märchen Dryaden und Skyggen ausführlich auf Faszination und Schattenseiten der Fotografie ein. August Strindberg gehört zu den ersten Künstlern, die intensiv mit der Fotografie experimentieren und die weitreichende kunsttheoretische Überlegungen aus dem Umgang mit dem neuen Medium ableiten. Auch Henrik Ibsen nutzt den Bezug auf die Fotografie, um in Vildanden über das Verhältnis von Sein und Schein zu reflektieren. Die Thematisierung der Fotografie ist schließlich eng mit derjenigen unterschiedlicher Projektionsmaschinen verknüpft. Sowohl August Strindberg als auch Johannes V. Jensen nutzen zeitgenössische Ängste vor dem Einfluss solcher Apparate, um in ihren kriminalistischen Prosatexten Tschandala und Madam D’Ora subtile Projektions-Verbrechen zu schildern. Neben diesen thematischen Reflexionen zur Fotografie soll anhand von Herman Bangs Det hvide Hus auf die Frage eingegangen werden, inwieweit sich der Einfluss fotografischer Beobachtungstechniken auch auf einer stilistischen Ebene bemerkbar macht.
In den letzten Sitzungen des Seminars werden wir auf jüngere Texte (ca. 1960-2007) eingehen, die mit Foto-Text-Collagen arbeiten und die auf diese Weise die Grenzen zwischen den Medien neu zu definieren versuchen.

Ort: Deutsches Seminar (Engelhof), Seminarraum 4

Zeit: Mi, 10.15-11.45, wöchentlich
Leitung: Klaus Müller-Wille

 

Kurs: Digitale Photographie
Im ersten Viertel des Semesters werden Grundlagen der Optik und digitalen Photographie repetiert. Anschließend wird in praktischen Übungen digitale Photographie und digitale Bildverarbeitung, von der Aufnahme bis zum Ausdruck behandelt.
Ort: Bernoullianum, Seminarraum 024B
Zeit: Di, 14.15-17.00 wöchentlich
Leitung: Rudolf Gschwind

 

www.fu-berlin.de/vorlesungsverzeichnis/ss08/004001001001001001.html

Freie Universität BERLIN, Kunsthistorisches Institut

Proseminar Fotografie in Mexiko 1890–1970

Neben der Wandmalerei, den Werken des so genannten „muralismo“, spielte die Fotografie als öffentliches Medium eine zentrale Rolle in der mexikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Vor allem in der Zeit der Revolution entwickelte sich eine engagierte Fotografie, die politische Ereignisse kommentierte und Kritik an sozialen Missständen übte, die aber auch dazu diente, den Anbruch eines neuen Zeitalters, die fortschreitende Modernisierung Mexikos, unter Beweis zu stellen. Viele Fotografinnen und Fotografen, die zwischen 1890 und 1970 in Mexiko arbeiteten, waren daher auch als Fotojournalisten tätig.
Ein wichtiges Thema bildete in diesem Zusammenhang die Repräsentation der indigenen Kulturen Mexikos. Zum einen wurde dabei die Konstruktion eines nationalen Mythos reflektiert, eines Geschichtsbildes, in dem das prähispanische Erbe seit dem 19. Jahrhundert die Funktion hatte, dem Selbstbild eines unabhängigen Staates die notwendigen Konturen zu verleihen. Zum anderen wurde die politische und soziale Marginalisierung der Indigenen gezeigt, deren Alltag im extremen Gegensatz zur mythischen Überhöhung und Idealisierung stand.
Vor allem drei Fotografinnen haben versucht, die distanzierte, archaisierende Repräsentationsform und den anthropologischen Blick, die seit dem 19. Jahrhundert in diesem Bereich der Fotografie dominierten, aufzubrechen und zu einem Dialog mit den Fotografierten zu gelangen: Mariana Yampolsky, Graciela Iturbide und Flor Garduño. Die formale Strenge und ästhetische Klarheit, die Fotografien der vorhergehenden Generation – von Edward Weston, Tina Modotti und Manuel sowie Lola Álvarez Bravo – prägten, wird in diesen Werken eigenständig weiterentwickelt.

Ort: Koserstr. 20, A 121 (Übungsraum)

Zeit: Di 14.00-16.00

Leitung: Margit Kern

 

www.kunstgeschichte.rub.de/beta

Ruhr-Universität BOCHUM, Kunstgeschichtliches Institut

Grundseminar Diskurse der Moderne. Kunstkritik, Malerei und Fotografie im ausgehenden 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert ist Paris die Hauptstadt der Moderne. Sie ist Ort und Sujet einer Kunst, die sich einer tiefgreifenden historischen Veränderung stellt. Die Großstadt und die damit verbundene Schnelligkeit werden zum Gegenstand einer Kunst, die sich von der Salonkunst abgrenzt und sich dem Vorübergehenden, Zufälligen und der Flüchtigkeit des gegenwärtigen Lebens stellt. Die Fotografie wird dabei zum privilegierten Erkenntnisinstrument, zum Mittel wissenschaftlicher Erkenntnis und zur Folie für eine reportagehafte Malerei, die Künstler wie Eduard Manet und Edgar Degas erproben. Auch die Kunstkritik der Zeit fragt nach den Möglichkeiten einer ästhetischen Modernität. So schafft Charles Baudelaire das Bild eines mit der großstädtischen Menge fechtenden Künstlers, den er als Heros des modernen Lebens begreift. Das Seminar untersucht das Wechselverhältnis von Kunstkritik, malerischer und fotografischer Produktionen in dieser Zeit, einer Kunst, die nach der Erfahrung und Darstellbarkeit der ‚vie moderne’ fragt.

Ort: Raum: GA 04/711

Zeit: Do. 2 Std. 12.00 bis 14.00 Uhr

Leitung: Dr. Friederike Wappler

 

Fotografie: Theorie und Praxis

Teil 1: Fotografie-Praxis 2

Im Praxis-Teil vermittelt ein professioneller Fotograf grundlegende Techniken analoger und digitaler Fotografie am Beispiel von Architektur sowie Sachfotografie (Plastiken, Gemälde).

Teil 2: Fotografie-Theorie 3

Zwar gibt es eine lange Liste an kommentierenden Texten zur Theorie der Photographie, allerdings können auch Photos selber Auskunft über ihren medialen Status geben, indem sie gleichsam selbst reflektieren, inwiefern sie wahr, inszeniert, artifiziell, etc. sind. Schließlich thematisiert sogar der Film als Medium der bewegten Bilder die unbeweglichen Bilder der Photographie, indem er sich z.B. mit ihr vergleicht oder misst, weswegen Photographen, Kameras und Dunkelkammern eine wichtige Rolle in einer Reihe von Film-Klassikern spielen. Im Anschluss an die Lektüre einiger klassischer Texte der Fototheorie wird das Seminar vor allem anhand von Photographien aus der Kunst des 20. Jahrhunderts und einigen Filmen wie z.B. „Das Fenster zum Hof“, „Blow Up“ oder „Peeping Tom“ Einblick in eine ungeschriebene Theorie der Photographie geben.

Ort/Zeit:Teil 1: 31. März und 01. April. 2008 jeweils 10.00 – 16.00 Uhr in der Situation Kunst / Haus Weitmar, Schlossstr. 1 a, 44795 Bochum. Teil 2: Vorbereitungssitzung: 21. April 16.00-18.00, Seminarsitzungen 17./18. Mai, 31. Mai/1. Juni 2008 in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum

Leitung: Teil 1: Thorsten Koch, Teil 2: Holger Kuhn

 

www.khi.uni-bonn.de/lehrveranstaltungen/index.htm

Universität BONN, Kunsthistorisches Institut

Proseminar Fotografie, Film und Neue Medien (Einführung)

Ort: gr. ÜR
Zeit: Mi 14-17

Leitung: H. Klein/ K. Stamm

 

Proseminar Einführung in die Theorie der Fotografie

Ort: gr. ÜR
Zeit: Do 16-18

Leitung: S. Gronert

tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikm/kuge/stud/vorlesungsverzeichniss08/kgss08
Technische Universität DRESDEN, Kunsthistorisches Institut

Seminar/ Übung Amerikanische Fotografie im 20. Jhd.
Die Fotografie ist ein paradigmatisches Medium der Moderne. Wie Rosalind Krauss einmal bemerkt hat, wurde sie oft mit denselben Vorwürfen konfrontiert wie die abstrakte Malerei: In ihr stecke nicht genug Arbeit, sie sei zu mechanisch, ihre Sprache sei zu privat, um Kommunikation als Kunst zu ermöglichen. In diesem Sinne setzt sich das Seminar zum Ziel, nicht nur allgemein in die (nord)amerikanische Fotografie des 20. Jahrhunderts einzuführen, sondern auch den vielfältigen Verbindungen zwischen Fotografie und Modernismus nachzuspüren. Begleitend sollen zentrale Texte zur Theorie der Fotografie gelesen und besprochen werden.

Ort: ABS / 114
Zeit: Do., 4. DS (13.00–14.30 Uhr)
Leitung: Bertram Kaschek M.A.

univis.uni-frankfurt.de/form

Johann Wolfgang Goethe Universität FRANKFURT AM MAIN, Kunsthistorisches Institut
Hauptseminar Der "imaginäre Orient" – Zur Bildgeschichte des Orientalismus in Malerei und Fotografie

Die Malerei der Orientalisten bedeutete die ästhetische Aufbereitung der Fremde – damit schließt das Seminar an die Vorlesung zur "Ikonografie des Orients" an. Im Fokus der bildlichen Inszenierungen stehen die Imaginationen von Erotik und Gewalt (Haremsszenen, das "Türkische Bad", Despotische Herrscher und exotische Gewalt); aber auch veränderte Wahrnehmungsweisen der Landschaft und des Genres finden sich in dieser Spielart der Malerei des 19. Jahrhunderts An verschiedenen Beispielen sollen diese Entwicklungen in Malerei und Fotografie des Orientalismus unter den Fragestellungen der Gender- und Postkolonial Studies vorgestellt werden.

Zeit und Ort: Di 14:00–16:00, Hausen 301

Leitung: Prof. Dr. Hildegard Frübis

 

Vorlesung Die Ikonografie des Orients in Malerei und Fotografie

Nach der ersten wichtigen Ausstellung 1975 in Marseille (L'Orient en question. 1825–1875) wurde die "question d'Orient" international in einer Reihe von Ausstellungen wieder aufgegriffen. Im Kontext dieser "Wiederentdeckung" des Orients entsteht die kritische Reflexion des europäischen Orientalismus – nicht zuletzt angestoßen durch Edward Saids kritische Studie "Orientalism" von 1978. Die Malerei der Orientalisten bedeutete die ästhetische Aufbereitung der Fremde und die Entwicklung eines Repertoires von Bildmotiven, das diese Fremde in europäische Bilder transformierte. Die Schaffung eines ersten Bildreservoirs ist dabei zurück zu verfolgen bis auf die militärische Expansion Napoleons und die Entstehung der "Description de l'Egypt" zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Mit der Vorlesung soll die "Ikonografie" des Orients vorgestellt werden als eine bildkünstlerische Leistung der historischen Auseinandersetzung, Rezeption und Neuformulierung der Traditionen des "Exotischen".

Leitung: Prof. Dr. Hildegard Frübis

Zeit und Ort: Mo 14:00–16:00, H H

 

Proseminar Theorie der Fotografie (Quellenlektüre)
An ausgewählten Originaltexten und ihrer Lektüre soll die technische Erfindung der Fotografie, ihre Praxis sowie die ihr zugeschriebenen Charakteristiken und Bedeutungen diskutiert werden.

Zeit und Ort: Mo 16:00–18:00, FLAT 613

Leitung: Prof. Dr. Hildegard Frübis

www.cdfi.de/

Universität GREIFSWALD, Caspar-David-Friedrich-Institut

Vorlesung/Seminar Kunst- Geschichte der Fotografie, Teil III 19450–1970

Im dritten Teil der auf vier Teile konzipierten Lehrveranstaltung werden folgende Schwerpunkte in der Einführung dargelegt und in anschließenden Seminarreferaten vertieft: die Auseinandersetzung der Fotografen im besetzten und geteilten Nachkriegsdeutschland mit den Hinterlassenschaften des Krieges (Trümmerfotografie) und der notdürftigen Unterbringung der Vertriebenen wie auch der Integration der heimkehrenden deutschen Kriegsgefangenen. In der SBZ/DDR wird die Fotografie zunehmend in den Dienst der Politik gestellt; in den späten 1950er und den 60er Jahren bilden sich zeitweilige innovative Fotogruppen mit der Zielstellung einer stärker individuellen Bildsprache heraus. In der BRD gehört die Gruppierung der „Subjektiven Fotografie“ um Otto Steinert zu den nachhaltigen Leistungen einer modernen, ästhetisch differenzierten Fotografie – auch als Gegenpol zu der dokumentarischen Fotografie der Nachkriegsjahre. Weiterhin wird der internationale und deutsche Fotojournalismus der Jahre nach Kriegsende bis zu den 1970er Jahren betrachtet; ebenso steht die Modefotografie und Aktfotografie im Interessenfeld. Abschließend wird die Frage diskutiert, inwieweit die Jugendrevolte der „68er“ und „72er“ – Bewegung die Thematik und Stilistik der Fotografie nachhaltig beeinflusst hat. Die verbindliche Belegung der Seminarreferate erfolgt in der ersten Lehrveranstaltung.

Ort: R 2

Zeit: Mo., 10-12

Leitung: Prof. Dr. Bernfried Lichtnau, Dr. Jana Olschewski

 

Künstlerische und kunstpädagogische Arbeitsweisen im Medium der Praxis (schwarzweißen) Fotografie

In der einführenden Lehrveranstaltung werden grundlegende Kompetenzen zur Technik und Gestaltung im Medium der Schwarzweißfotografie entwickelt und kunstpädagogische Fragestellungen erörtert. Theorie, Praxis und kunstpädagogische Reflexion beziehen sich auf die Arbeitsbereiche Aufnahme und Entwicklung. Die Studierenden erproben zu unterschiedlichen Themenstellungen verschiedene fotografische Ausdrucksmöglichkeiten und gestalten verschiedene fotografische Arbeiten. Es werden Spiegelreflexkamera, Filmmaterial und Fotopapier (ab 13x18 cm) benötigt, die Arbeit mit der Digitalkamera ist ebenfalls möglich.

Ort: SR Fachlabor

Zeit: Di 10-12

Leitung: Roland Mieth

 

Grundkurs Fotografie. Praxis Dokumentieren und Gestalten

In der Lehrveranstaltung werden elementare Kompetenzen zur Technik und Gestaltung im Medium der Fotografie unter Berücksichtigung dokumentarischer Aspekte herausgebildet. Theorie- und Praxisanteile wechseln mit den Aufgabenstellungen: Baukörper, plastisches Objekt und Reproduktion.
Die Studierenden benötigen eine Spiegelreflexkamera bzw. eine Digitalkamera und entsprechendes Equipment (Die anzufertigenden Vergrößerungen sollten 13x18 cm nicht unterschreiten).

Ort: gMS Labor

Zeit: Mi. 12-14

Leitung: Roland Mieth

 

Seminar Grundlagen der künstlerischen Fotografie und angrenzender Bildmedien

Übungen sowie selbstständiges Arbeiten an einer fotografischen Serie. Überblick zu gegenwärtigen Tendenzen der Fotografie in der Gegenwartskunst.

Ort: Medienwerkstatt B 50

Zeit: Do 16-19

Leitung: Marcus Kaiser

 

Seminar Medienkunst/ Praxis (Fotografie – Video – Installation) Menschenbild und Körperbild

Betreuung von selbstständigen künstlerischen Arbeiten und Projekten. Erörterung von Fragestellungen zur Geschichte und Gegenwart unseres Menschenbildes.

Ort: Medienwerkstatt B 50

Zeit: Fr 10-13

Leitung: Marcus Kaiser

 

www.uni-hamburg.de/Kunstgeschichte/Studium/Vorlesungsverzeichnis/KVVSS08.html#56.611
Universität HAMBURG, Kunstgeschichtliches Seminar

Vorlesung Geschichte der künstlerischen Fotografie

Die ersten größeren Gesamtdarstellungen der Fotografiegeschichte in der Nachkriegszeit (Newhall, Gernsheim) gingen ziemlich selbstverständlich von einer durchgängigen Kunstgeschichte der Fotografie aus. Diese Perspektive hatte die Schwierigkeit, dass große Teile vor allem der frühen Geschichte des Mediums im Nachhinein zu künstlerisch wertvollen Schöpfungen erklärt werden mussten. Ursprünglich waren sie aber schlichte Auftragsarbeiten gewesen, in denen eine Ästhetik der Fotografie, die glaubte, dass sie die Ästhetik der Fotografie besaß, unverzichtbare Vorarbeiten erkannte, um so eine lückenlose Kette künstlerischer Hochleistungen knüpfen zu können. Dieser Ansatz geriet in den 70er Jahren in die Kritik. So wie sich die Kunstgeschichten der Fotografie von den vorausgehenden Technikgeschichten der Fotografie abgesetzt hatten, so wurde unter medien- und sozialgeschichtlichen Vorzeichen aus der sogen. Künstlerischen Fotografie ein kleines Kapitel, ein Nebenstrang, der schon aus Gründen der Absetzung nicht mehr so recht beachtet werden sollte. Heute ist die Situation noch einmal eine andere. Was man in den 70er und frühen 80er Jahren, als sich die „neue“ Fotogeschichte etablierte, nicht so recht absehen konnte, ist die Tatsache, dass Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmedium eine ungeahnte Renaissance erfuhr – nicht zuletzt dank der Arbeit deutscher Fotografinnen und Fotografen und einiger Institutionen. Dieser Stand macht es auf entspanntere Weise möglich, den Beitrag der Fotografie zur allgemeinen Kunstgeschichte jenseits von Legitimationsnöten und Abgrenzungszwängen im Überblick zu würdigen.

Ort: ESA C (Erwin-Panofsky-Hörssal)
Zeit: Do 10.00-12.00
Leitung: Wolfgang Kemp/ Dr. Betancourt Nuñez

 

www.uibk.ac.at/kunstgeschichte/

Universität INNSBRUCK, Institut für Kunstgeschichte

Fotografie für Kunsthistoriker

Leitung: Kienzl Harald
Zeit: Blockseminar 3.3.–7.3

Ort: div.

 

http://www2.uni-jena.de/philosophie/arthist/vlv08.html

Friedrich-Schiller-Universität JENA, Kunsthistorisches Seminar und Kustodie

Geschichte und Techniken der Medienanalyse (Vorlesung Film, Photographie und Medienkunst)
 Ort: Carl-Zeiss-Straße 3, HS E028
Zeit: Mittwoch 12:00–14:00 Uhr
Leitung: Prof Dr. Karl Sierek

solaris.hfg-karlsruhe.de/hfg/vvz

Staatliche Hochschule für Gestaltung KARLSRUHE

Seminar Positionen zeitgenössischer Fotografie
Kaum ein anderes Medium ist in der aktuellen Kunstszene so zentral wie die Fotografie in ihrem ganzen heterogenen bildlichen wie technischen Spektrum. Das Seminar wird anhand von Werken der zeitgenössischen Kunstfotografie sowie von begleitenden Texten einen Überblick und eine kritische Diskussion über den „state of the art“ bieten. Im Vordergrund soll daher, neben allgemeinen technischen, kunsthistorischen und theoretischen Fragen, insbesondere der direkte Austausch mit der künstlerischen, kuratorischen sowie der kunstkritischen Praxis stehen. Eingeladen werden hierzu Künstlerinnen und Kunstkritikerinnen. Ausstellungsbesuche sind geplant.

Ort: Raum 112

Zeit: o. A.

Leitung: Schulz

 

Vortrag und Diskussion Helga Paris, Fotografin
Helga Paris, geboren 1938, hat über Jahrzehnte hinweg einen einzigartigen Bilderbogen geschaffen: Sie beobachtet die Menschen in ihrer Umgebung, betrachtet die Entwicklung kleiner Gesellschaften innerhalb ihrer größeren gesellschaftlichen Zusammenhänge, dokumentiert, wie Zeit und Zeitenlauf sie selbst und ihre Gegenüber verändern. Ihre Serien aus Berliner Eckkneipen (1974), von Müllmännern (1979), Berliner Jugendlichen (1982) und über die Stadt Halle (Diva in Grau, 1987) sind beispielgebend. Mit der Wiedervereinigung hat sich ihr Blickfeld verändert. Ihr präzises Schauen ist unbeirrt.
Ort: Raum 341 (Blackbox)
Zeit: Mi, 28.05.08, 10–16 Uhr

 

https://uk-online.uni-koeln.de/

Universität KÖLN, Kunsthistorisches Institut

Übung Medienspezifik? Fotografie in der Gegenwartskunst
Auch wenn der Gebrauch der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst sich immer weiter ausdifferenziert und es unmöglich scheint, die Spezifik des Mediums zu bestimmen, so zeigen doch die anhaltenden Debatten darum, dass Künstler und Künstlerinnen weiterhin die Frage nach der Medienspezifik ihren Arbeiten zu Grunde legen. An ausgewählten Beispielen, die bis zur fotografischen Avantgarde in den 1920er Jahren zurück reichen, werden in der Übung entscheidende Argumentationsstränge bis heute nachvollzogen. 
Ort: Museum Ludwig
Zeit: Mo. 10-11.30
Leitung: B. Engelbach

https://qis.verwaltung.uni-marburg.de

Philipps-Universität MARBURG, FB 09 Germanistik und Kunstwissenschaften

Vorlesung Fotografie. Aspekte zur Geschichte eines alten "Neuen Mediums"

Fotografie ist das erste „Neue Medium“ der Moderne. Ihre Geschichte lässt sich auf vielerlei Weise erzählen. Seit dem vierten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts steht sie als Methode der Bilderzeugung einer zunehmend breiten Nutzergruppe zur Verfügung und wird stetig weiterentwickelt. Sehr früh schon als relativ schlichtes Gebrauchsbild verbreitet, wird Fotografie dennoch schon in den Anfängen mit künstlerischem Anspruch betrieben. In ihrem prekären Charakter als Kunst- und/oder Gebrauchsform ist es begründet, dass sie spät als Gattung der Kunst ihre „Museumsweihe“ erhält. Bis heute wird fotografiert, doch hat man mit dem Aufkommen der digitalen Bildverarbeitung in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts auch vom Ende der Fotografie gesprochen, insofern in diesen Jahren die Fixierung der Spur des Lichtes auf einer chemisch sensibilisierten, materiellen Oberfläche in der digitalen Bildaufnahme eine Alternative erhält, die inzwischen die ältere Form faktisch verdrängt hat.
Die Vorlesung behandelt im Sinne einer Einführung in mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge Aspekte aus der Geschichte des Mediums. Im Mittelpunkt soll – neben der technischen Seite und der medialen Funktion, die im erforderlichen Rahmen erläutert werden – besonders die ästhetischen Aspekte der Fotografie, die Bemühungen um künstlerische Fotografie bzw. die Erweiterung dessen, was „Kunst“ meint, durch die neue Bildtechnik, letztlich das Bild, welches mit fotografischen Verfahren hervorgebracht wird, eine Perspektive, die auch den Blick auf Vorformen und Grenzphänomene verlangt und Fotografie als „stehende Kritik“ (Ulrich Keller) der tradierten Bildformen sichtbar macht.

Ort: HS, HH --> Biegenstrasse 11, Ernst von Hülsen–Haus

Zeit: Mo. 14:15 bis 15:45 wöchentlich
Leitung: Hubert Locher

 

Seminar und Übung Theorie der Fotografie

Das neue Medium Fotografie wird seit ihrer Begründung von einem Strom vielfältiger theoretischer Äußerungen begleitet. Es sind dies einerseits technische Abhandlungen zu den Verfahren, kritische und polemische Äußerungen, bald aber auch theoretische Abhandlungen eigenen Rechts, die in unterschiedlicher Weise die neue Form der Bildherstellung behandeln, im Versuch etwa, das Potential der Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel zu bestimmen oder um Fotografie als Reflexionsmedium der Wahrnehmung zu begreifen oder um ihre Funktionsweise als Kommunikationsmedium in der Gesellschaft zu definieren.
Im Seminar soll eine Reihe von sehr unterschiedlichen klassischen Texten dieser Theoriegeschichte gelesen werden. Es soll dabei einerseits besonders auf die (sprachliche bzw. literarische) Form der Theorie, die Argumentationsweise, ihre Adressaten, die Stoßrichtung geachtet werden. Andererseits soll jeweils im Blick auf die jeweils herangezogenen Beispiele konkret bestimmt werden, welche Form von Fotografie die jeweilige Theorie vorzugsweise in den Blick nimmt oder gar abbildet.
Behandelt werden Texte von theoretisierenden Fotografen ebenso wie von Philosophen, Soziologen und Kritikern des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Peter Henry Emerson, H. P. Robinson, Willi Warstat, Walter Benjamin, Gisèle Freund, Pierre Bourdieu, Roland Barthes, Henri Cartier-Bresson, Rosalind Krauss, Susan Sontag.

Ort: Ort: Arch, HH --> Biegenstrasse 11, Ernst von Hülsen–Haus

Zeit: Di. 11:15–12:45

Leitung: Hubert Locher

 

http://webinfo.campus.lmu.de

Ludwig-Maximilians-Universität MÜNCHEN, Kunsthistorisches Institut

Hauptseminar Spielarten des Erzählens in Fotografie und Film
Das interdisziplinäre Seminar beleuchtet die Geschichte der Bilderzählung in Fotografie und Film mit besonderer Berücksichtigung des Regelbruchs: des diskontinuierlichen, elliptischen, achronologischen, ambigen und unzuverlässigen Erzählens.
Zeit/Ort: Veranstaltungstermine: Do., 24.04., 08.05., 29.05.,05.06.2008, jeweils 17–20 Uhr s.t., Zentnerstr. 31, Raum 007. Do. 26.06., 03.07.2008 jeweils 12–19 Uhr c.t., KU Eichstätt, Raum UA030, EG, Universitätsbibliothek, Universitätsallee.
Leitung: Prof. Dr. Jacques Oliver Bégot, Dr. Christian Drude, Prof. Dr. Detlef Hofmann, Jun.-Prof. Dr. Fabienne Liptay

http://www.uni-stuttgart.de/kg1/lehre/kvv.html
Universität STUTTGART, Institut für Kunstgeschichte
Hauptseminar Fotografie und Malerei
Fotografie als Malerei
Ort: Raum: M 7.301
Zeit: Mi, 11.30-13 Uhr

Leitung: Prof. Dr. M. Bushart

http://kunstgeschichte.univie.ac.at/index.php?id=ifk

Universität WIEN, Institut für Kunstgeschichte

Reflexivität als ästhetische Strategie (Schwerpunkt Film und Fotografie)

Ort: Seminarraum 2

Zeit: 4.3.2008, 15.00–17.00, 1.4., 15.4., 19.4., 29.4. und 3.6.2008, 13.30–18.00 Uhr

Leitung: Mag. Johanna Schaffer

 

www.khist.uzh.ch/Lehre/Fotografiegeschichte.html

Universität ZÜRICH, Kunsthistorisches Institut

Neuer Studiengang: Theorie und Geschichte der Fotografie

Proseminar Fotografie in der Schweiz

Das Proseminar bietet einen Überblick über die Fotografie und deren Sammlungsgeschichte in der Schweiz von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Schwerpunkte werden die frühe Fotografie und die Fotografie der 1920er bis 1930er Jahre in der Schweiz sein. Dabei werden zum Teil noch unpublizierte Sammlungsbestände gemeinsam gesichtet und untersucht. Anhand von Sammlungsbeständen werden Theorien und Methoden der Fotografieforschung erprobt sowie Ausstellungskonzepte entwickelt. Leitende Fragen sind, wie sich ein historisch künstlerisches und dokumentarisches Medium unter dem Gesichtspunkt der „Geographie“ erschließt, und inwieweit die Fotografie als Instrument der Erforschung und Repräsentation der Natur und Kultur der Schweiz in verschiedenen historischen Situationen entwickelt und eingesetzt wurde.

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zur Archiv- und Teamarbeit sowie gegebenenfalls die Teilnahme an gemeinsam abzusprechenden Sonderterminen für Arbeiten in Sammlungen und Museen.

Literatur: Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute (= Schweizer Stiftung für die Photographie. Reihe „Schweizer Photographie“, Bd. 7), Gesamtredaktion: Hugo Loetscher, Bern: Benteli, 1992 (mit weiterführender Bibliographie).

Überblick über ein historisch künstlerisches und dokumentarisches Medium im kulturhistorischen und bildwissenschaftlichen Zusammenhang. Kenntnisse der Sammlungsgeschichte. Wissenschaftliche Archivarbeit und Ausstellungskonzeption.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende der Kunstgeschichte und Fotografiegeschichte im Grundstudium.

Das Proseminar wird von einem Tutorat begleitet, in dem Veranstaltungsthemen wiederholt sowie Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt werden. Im Herbstsemester 2008 wird die Veranstaltung als Seminar fortgesetzt. Die Teilnahme an der Folgeveranstaltung ist jedoch nicht zwingend.

Zeit: Do 14:00-15:45

Leitung: Prof. Dr. Bettina Gockel

 

Übung Einführung in die Theorie und Geschichte der Fotografie

Die Übung ist als 2. Teil der gleichnamigen Lehrveranstaltung im HS 07 konzipiert. Sie findet im Zentrum für Fotografie, Winterthur, statt und gibt Einblicke in die Praxis von zwei Institutionen (Fotomuseum Winterthur / Fotostiftung Schweiz), die sich im Bereich des Sammelns, Erforschens und Ausstellens von Fotografien national und international profiliert haben. Ziel der Veranstaltung ist es, anhand konkreter Projekte und mit originalem Bildmaterial Grundlagen für das Verständnis von fotografischen Werken zu vermitteln. Es können maximal 30 Studierende teilnehmen.

Folgende Themenbereiche werden behandelt:

Fotografische Techniken: Was ist eine Daguerreotypie? Was ist ein Silbergelatine-Print, was ein Lambda-Print? Welche Zusammenhänge gibt es zwischen den technischen Möglichkeiten und den ästhetischen Konzepten einer Zeit? Die Materialität von Fotografien wird anhand von Beispielen aus der Sammlung der Fotostiftung Schweiz diskutiert.

Das Archiv: Was ist die kulturelle Bedeutung eines Archivs? Wie wird ein Archiv erschlossen, wie lässt es sich auswerten? Welche Beziehung besteht zwischen Archiv und Einzelwerk, welche zwischen Archiv und Gesellschaft?

Die Sammlung: Fotografien können auf ganz unterschiedliche Weisen gesammelt werden – zum Beispiel nach thematischen, historischen oder ästhetischen Kriterien. Am Beispiel der Sammlung des Fotomuseum Winterthur werden verschiedene Konzepte diskutiert. Wie wird diese Sammlung erweitert, wie kann man sie der Öffentlichkeit zugänglich machen?

Die Ausstellung: Zwischen einer Idee und dem sichtbaren Endprodukt steht ein komplexer Prozess. Konzept, Organisation und Präsentation erfordern spezifische Kenntnisse über das Medium und seine Wirkung. In Form von Case Studies werden Aspekte des Ausstellens von Fotografie als Dokument und als Kunst erörtert.

Das Fotobuch: Seit den Anfängen der Fotografie spielt das Buch eine zentrale Rolle für die öffentliche Präsentation und Verbreitung von Werken. Neben Klassikern der Fotogeschichte werden aktuelle Publikationen und Kataloge des Fotomuseums Winterthur und der Fotostiftung Schweiz untersucht.

Museum und Öffentlichkeit: Wie präsentiert sich ein Fotografiemuseum der Öffentlichkeit? Wie vermittelt es seine Inhalte? Eine gute Kommunikation gehört heute ebenso zu einem erfolgreichen Museum wie die gelungene Ausstellung und ist ein wichtiger Teil im öffentlichen Diskurs über Fotografie.

Bild und Kontext: Welche Möglichkeiten gibt es, eine Fotografie zu „lesen“? Je nachdem, ob sie in der Zeitung erscheint oder an der Museumswand hängt, verändert sich ihre Bedeutung. Welche Rolle spielt der Kontext, welchen Einfluss hat die Legende?

Lernziele: Einführung in das Verständnis von Fotografien im historischen, kulturellen und sozialen Kontext, Einblick in die Museumspraxis.

Leistungsnachweis: Kurzreferat zu einem der 7 Themenbereiche sowie eine schriftliche Bildanalyse (ca. 2000 Zeichen) zu einem Exponat im Zentrum für Fotografie. Die einzelnen Themen werden zu Beginn des Semesters vergeben.

Die einzelnen Sitzungen werden je nach Thema von einem Vertreter des Fotomuseum Winterthur oder der Fotostiftung Schweiz gestaltet. Weblinks: www.fotomuseum.ch, www.fotostiftung.ch

Ort: Fotozentrum Winterthur

Zeit: Mi 10:15-12:00

Leitung: Dr. Martin Gasser, Dr. Peter Pfrunder, Dr. des. Thomas Seelig, lic. phil. Urs Stahel

 

Proseminar/Wahlpflichtmodul "Werkanalyse": Städtische Räume im fotografischen Bild: Ausgewählte Positionen und Strategien im Vergleich

Im Zentrum des Proseminars steht die fotohistorische und -theoretische Analyse verschiedener, beispielhaft ausgewählter fotografischer Bilder von städtischen Räumen. Durch den Vergleich unterschiedlicher Positionen und Strategien sollen insbesondere ästhetische Merkmale und technische Voraussetzungen sowie deren historische Bedingtheit erkannt und herausgearbeitet werden. Mit ihrer Eigenschaft, Ausschnitte der sichtbaren Realität als Momentaufnahmen festzuhalten, eignet sich die (analoge) Fotografie besonders gut dafür, Zustände und Veränderungen des städtischen Raums sichtbar zu machen. Dies geschieht stets aus einem ganz bestimmten, gesellschaftlich bedingten und historischen Veränderungen unterworfenen Blickwinkel. Am fotografischen Bild des städtischen Raums lassen sich verschiedene Perspektivenwechsel in der Wahrnehmung der gebauten Umgebung untersuchen. Beispiele dafür sind die Inventarisierung von Baudenkmälern im 19. Jahrhundert, das Feiern von hoch aufragenden Wolkenkratzern und programmatischen Bauten der architektonischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder ein kritisches Dokumentieren der städtischen Peripherie seit den 1960er Jahren.

Im Proseminar werden wir fotohistorische Probebohrungen an bestimmten, für das Thema besonders interessanten zeitlich und geografisch begrenzten Stellen vornehmen, diese einander gegenüberstellen und miteinander vergleichen. Dazu gehört neben der Bildanalyse auch die Berücksichtigung des Kontexts der Produktion, Distribution und Rezeption: Wir werden es sowohl mit Fotografien aus einem künstlerischen Zusammenhang als auch mit solchen aus anderen Anwendungsbereichen zu tun haben.

Literatur: Ausführliche Literaturhinweise werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben. Für einen ersten Einblick in den Themenbereich eignen sich folgende Publikationen:

Molly Nesbitt, Der Fotograf und die Geschichte. Eugène Atget, in: Michel Frizot (Hrsg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998 (frz. 1994), S. 399-409.

Elvire Perego, Die Stadt-Maschine. Architektur und Industrie, in: Michel Frizot (Hrsg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998 (frz. 1994), S. 197-223.

Psychoscape. Peripherie und Fotografie, Kat. Ausst. Welti-Furrer-Areal Zürich, hrsg. v. Joachim Brohm/Cécile Wick, Zürich 2002.

Trans Emilia. Sammlung Linea di Confine: Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna, Kat. Ausst. Fotomuseum Winterthur, Basel/Winterthur 2005.

Colin Westerbeck, In der Stadt und auf dem Lande. Die Nachkriegszeit in den Vereinigten Staaten, in: Michel Frizot (Hrsg.), Neue Geschichte der Fotografie, Köln 1998 (frz. 1994), S. 640-659.

Lernziele: Wissenschaftliche Grundausbildung, Sach- und Objektkenntnis in der Theorie und Geschichte der Fotografie, Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens in einer historischen Disziplin, Kenntnis in der Präsentation kulturgeschichtlicher Zusammenhänge und kunsthistorischer Fragestellungen, Ausbildung eines problemgeschichtlichen Bewusstseins, Sprachkompetenz

Zeit: Do 16:15-18:00

Leitung: lic. phil. Verena Huber Nievergelt

 

Proseminar „Seemannsgarn“ Fish Story von Allan Sekula

Das Proseminar beschäftigt sich mit dem Projekt „Seemannsgarn“ (engl. Titel: „Fish Story“) von Allan Sekula. Es ist die dritte Arbeit des amerikanischen Fotografen im Rahmen eines Zyklus über die „imaginäre und materielle Geographie der fortgeschrittenen kapitalistischen Welt.“ Gegenstand ist die Transformation des maritimen Welthandels unter den Bedingungen der „Globalisierung“, der Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Hafenstädten und im Containerfrachtverkehr und der Wandel der kulturellen Bedeutung der Seefahrt.

Literatur/Unterrichtsmaterialien: Sekula, Allan, Seemannsgarn, [Nach den Ausstellungen: Witte de With, Center of Contemporary Art, Rotterdam, 21.01.1995, Documenta 11, Kassel, 08.06.2002–15.09.2002] Düsseldorf 2002.

Sekula, Allan, „Den Modernismus demontieren, das Dokumentarische neu erfinden. Bemerkungen zur Politik der Repräsentation“, in: Amelunxen, Hubertus v., Theorie der Fotografie IV, 1980–1995, München 2000, S. 120- 128.

Sekula, Allan, „Der Körper und das Archiv“, in: Wolf, Herta (Hg.), Diskurse der Fotografie. Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, Bd. 2, Frankfurt a. M. 2003, S. 269-334.

Lernziele: Das Ziel der Veranstaltung ist die Identifizierung, Erprobung und Beherrschung wichtiger bildrethorischer Figuren der sozialdokumentarischen Fotografie Sekulas und ihre Reflexion im Kontext der Analyse der materiellen und symbolischen Bedeutung des maritimen Raums.

Zeit: Do 10:15-12:00

Leitung: Dr. Michael Dumkow

 

Die analoge Schwarzweißfotografie in Theorie und Praxis

Es werden die Theorie und Praxis der analogen Schwarzweißfotografie sowie des Schwarzweißlabors behandelt: Die fotografischen Gestaltungsmittel, die wichtigsten Fototechniken, alle Labortechniken und ihre Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Fotografien weltberühmter Fotograf/innen vorgestellt und analysiert. „Man sieht nur, was man weiß“, dies gilt auch für die Fotografie. Um das fotografische Handwerk zu durchschauen, bedarf es eines umfassenden Hintergrundwissens. Das grundlegende fotografische Prinzip „Negativ – Positiv“ und die analoge Silberfotografie werden theoretisch besprochen und durch praktische Übungen, also konkrete fotografische und labortechnische Aufgabenstellungen vertieft. Es gilt, die sechs Gestaltungsmittel der Schwarzweißfotografie zu (er)kennen: Die Wahl des Bildausschnittes, die Lichtführung, die Schärfentiefe, die Wahl der Zeit beziehungsweise des Zeitpunktes, des Standortes und der Perspektive (des Objektivs). Fotografien können nach unterschiedlichen Methoden analysiert werden. Zahlreiche Schwarzweißbilder berühmter Fotograf/innen, darunter auch wichtige Aufnahmen, die maßgebend im Schwarzweißlabor bearbeitet worden sind, dienen zur Anschauung und zur Sensibilisierung.

In wissenschaftlichem Kontext müssen Bilder umfassend betrachtet werden. Neben formalen und inhaltlichen Aspekten kommen soziologische und psychologische Ansichten hinzu, sowohl bezüglich der Person hinter der Kamera wie auch der jeweiligen Umstände bei der Entstehung einer Fotografie. Oft sind diese dokumentiert durch geistreiche Texte von den Fotografinnen und Fotografen, die ihre Gedanken niedergeschrieben haben (Henri Cartier-Bresson, Andreas Feininger, Margaret Bourke-White, Dorothea Lange und weitere). Durch das Studium dieser ausgewählten Berichte und Analysen wird ein sehr direkten Zugang und vertiefter Einblick in die Welt der Fotografie ermöglicht und das sensibilisierte fotografische Denken und Sehen geübt. „Manchmal weiß man etwas erst, nachdem man die Fotografien gesehen hat“.

Zeit: Di 10:15-13:45, alle 14 Tage

Leitung: Monica Beurer

 

Proseminar/Wahlpflichtmodul "Ästhetik und Technik der Fotografie": Photographie der russischen Avantgarde

Die Russische Avantgarde ist für ihre formale Radikalität bekannt. Ganz dem etymologischen Ursprung als "Vorhut" gemäß, werden der Bewegung zahlreiche Merkmale zugeschrieben, die seither kennzeichnend für die gesamte moderne Kunst des 20. Jahrhunderts sind: Abwendung von Tradition und Akademismus, Originalität, Abstraktion, Experimentierfreude, Technikeuphorie, Verschwinden des Autors, Herabwertung des Originals, usw. Wie passen die Photographien der Russischen Avantgarde in dieses Bild? Alexander Rodtschenkos berühmte Perspektiven von schräg unten und steil oben scheinen den Zuschreibungen gerecht zu werden, nicht aber seine statische Porträtserie von Wladimir Majakowskij oder die späteren Fabrikaufnahmen. Ebenso schwierig ist es, die motivische Vielfalt der 20er und 30er Jahre auf einen Nenner zu bringen: Photomontagen Gustav Klucis und Werbecollagen El Lissitzkys entstehen neben dokumentarischen Reiseberichten, Sportpropaganda, Stalins Retuschen und Photos, die zugleich die traditionelle Familie und neueste Technologien verherrlichen. Gerade letztere lassen sich kaum mit einer als innovativ und kritisch geltenden Kunst in Einklang bringen. Das ästhetische und ideologische Credo der Zwischenkriegsjahre war dem entsprechend anspruchsvoll: Photographie sollte wissenschaftlich, dokumentarisch und künstlerisch zugleich sein.

DDas Seminar wird diesen Widersprüchen in exemplarischen Bildanalysen nachgehen und versuchen, sie durch eine genauere Kontextualisierung etwas aufzuklären. Dazu werden neben Schriften der Photographen auch frühe Theorien zur Avantgarde-Photographie (Osip Brik, Nikolaj Cuzak) gelesen und photographische Praktiken an nicht-künstlerischen Institutionen zum Vergleich heran gezogen (wie im Photolabor des ZIT, dem Zentralen Institut für Arbeit in Moskau). Im Laufe des Semesters sollen neben einem Überblick über die Anfänge der sowjetischen Photographie auch die verschiedenen Methoden der Avantgardeforschung vermittelt werden.

Zeit: Fr 10:15-13:45, alle 14 Tage, ab 29.02.

Leitung: Dr. Margarete Voehringer