Deutschland
Ludwig-Maximilians-Universität München, Universität Augsburg, Katholische
Universität Eichstätt-Ingolstadt (Sprecheruniversität)in Kooperation mit:
Bayerische Akademie der Wissenschaften, Münchner Stadtmuseum (Foto- und
Filmmuseen), Zentralinstitut für Kunstgeschichte
HISTORISCHE KUNST- UND BILDDISKURSE
15. Oktober 2006 - 01. Oktober 2008
Einsendeschluss: 01.10.2006
(Internationaler Master für Kunstgeschichte, klassische Archäologie und
Bildwissenschaften im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern)
Programminhalt:
Ziel des internationalen, interdisziplinären Masterstudiengangs ist die
Vermittlung von Kompetenzen in den grundlegenden Kunst- und Bilddiskursen
von der klassischen Kunsttheorie bis zur Mediendebatte um den /iconic
turn/. Er qualifiziert auf herausragendem Niveau für die Forschung in den
kunsthistorischen Fächern (Kunstgeschichte, klassische Archäologie), aber
auch in den neuen Disziplinen zur Bild- und Medienwissenschaft (Foto- und
Filmgeschichte, Literaturwissenschaften mit Schwerpunkt
Text-Bild-Verhältnis und Mediengeschichte) sowie im Bereich der
philosophischen Ästhetik und der Medienphilosophie.
Vermittelt werden neben anwendungsbezogenen methodischen
Schlüsselqualifikationen historisch-kritische Kenntnisse der verschiedenen
Diskurse, die zur Interpretation von Kunst und Bild geführt wurden und
werden. Ausgehend von einem radikal historisierten Kunstbegriff führt der
Elitestudiengang auch in die Herausdifferenzierung eines
gesellschaftlichen Bereiches der Kunst (neben religiösem Kult und profanem
Ritual) sowie in die Geschichte ihrer Institutionen ein (von der
Kunstkammer zum Museum; Akademien; "white cube" und "institutional critique").
Aufbau:
Der viersemestrige Studiengang sieht in den ersten zwei Semestern ein
grundlegendes Studium in Bayern vor. In einem einführenden,
zweisemestrigen Methodenmodul werden den Studierenden die wichtigsten
Typen der Kunst- und Bilddiskurse vorgestellt. An der Lehre zu diesem
Modul beteiligt sich die Mehrzahl der Lehrenden. Anhand der exemplarischen
Lektüre von Gründungstexten wird eingeführt in die Kunsttheorie,
Kunstkritik, Kunsthistorik (Einführung in die Fachgeschichten der
Kunstgeschichte und der Archäologie), philosophische Ästhetik sowie in die
Bild- und Medientheorien des 20. Jahrhunderts (Bildsemiotik, Foto- und
Filmgeschichte). Zur Vertiefung sind daneben Hauptseminare aus zwei
Modulen Kunst- und Bilddiskurse wählbar.
Jedes Semester gibt sich der Studiengang ein Leitthema. Im WS 2006-07 wird
unter dem Titel "Temporalität" sowohl in Zeit- und narrative Strukturen
des Bildes als auch in die Zeitkonstruktionen der Kunst-Historiographie
eingeführt. Im SS 2007 ist das Thema: "Künste - Humanismen ?
Anthropologien". Sämtliche Seminare werden von mindestens zwei Lehrenden ?
bevorzugt in interdisziplinärer Zusammenarbeit - angeboten. Nach Abschluss
jedes Semesters finden alle Studierenden und Dozenten zu einem zweitägigen
Workshop über das Rahmenthema zusammen.
Im dritten Semester absolvieren die Studierenden einen gut vorbereiteten
und betreuten Auslandsaufenthalt - bevorzugt im Rahmen eines seit 2002
erfolgreichen internationalen Netzwerks (www.proartibus.net). Dabei
erwerben sie vertiefte Kenntnisse der methodologischen und
institutionellen Traditionen des Gastlandes. Sie werden dabei unterstützt,
bereits im Masterstudium professionelle Kontakte für die internationale
Zusammenarbeit anzuknüpfen. Dem internationalen Netzwerk gehören
Kunsthistoriker und Bildwissenschaftler aus Frankreich (École Normale
Supérieure, Paris; Institut National d'Histoire de l'Art, Paris; Uni
Paris-X), den U.S.A. (Harvard University), England (Uni Edinburgh), Kanada
(Uni Montreal), Italien (Scuola Normale Superiore in Pisa, Uni Turin),
Spanien (Universidad Complutense, Madrid) und Deutschland (Uni Frankfurt
sowie die am Elitestudiengang beteiligten Universitäten) an.
Das vierte Semester ist das Prüfungssemester. Es kann sowohl in Bayern als
auch zum überwiegenden Teil im Ausland absolviert werden. Die Studierenden
schreiben eine Master-Arbeit und besuchen ein Kolloquium, sei es im
Elitenetzwerk, sei es an der Gastuniversität. Aus Anlass einer
Frühjahrsakademie, die das Internationale Netzwerk jährlich in einem
anderen Land ausrichtet, können sie in work-in-progress-Berichten ihre
Arbeitsergebnisse international zur Diskussion stellen. Die
Frühjahrsakademie 2007 findet unter dem Titel "Künste - Humanismen -
Anthropologien" in Bayern statt; die Akademie des Jahres 2008 ist unter
dem Titel "Singularity and multiplicity/L'unique et le multiple" in Paris
und Giverny geplant. Es wird Gelegenheit eingeräumt, auch solche
Arbeitsprojekte zur Diskussion zu stellen, die sich nicht oder nicht
unmittelbar auf die genannten Themen beziehen. Für die Betreuung der
Abschlussarbeit und als Prüfer können die Studierenden mehrere Dozenten
(auch aus dem Ausland: Cotutelle) wählen.
Interessenten, die einen Studienabschluss (Bachelor, M.A.) besitzen;
können sich für den Master of Arts (with honours) bewerben; Studenten, die
mindestens 6 Fachsemester in relevanten Fächern studiert haben, können
sich für den Magister Artium bewerben.
Bewerbungsfrist in 2006: 1. Oktober; in den folgenden Jahren: 15. Juli;
Studienbeginn zum Wintersemester
Kontakt: Prof. Dr. Michael F. Zimmermann (Sprecher), Tel./Fax: +49 8421 93-1586 / -2624, Email: Michael.Zimmermann (at) ku-eichstaett.de
KULTURWISSENSCHAFTLICHES STUDIUM MIT SCHWERPUNKT PHOTOGRAPHIE
Am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Uni Hildesheim kann man Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt Photographie studieren. Das zentrale Interesse gilt dem photographischen Bild in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen unter der Produktions- und Reflexionsperspektive von Bildender Kunst. Photographie kann mit verschiedenen zu wählenden Schwerpunkten zunächst angeleitet, dann zunehmend eigenverantwortlich mit intensiver Betreuung studiert werden; etwa als konventionelle künstlerische Fotografie im Sinne von Dokumentation, künstlerisch inszenierter, konstruierter oder konzeptioneller Photographie, experimenteller oder elementarer Photographie (z.B. Fotogramm, Lochkamera), digitaler Photographie und Bildbearbeitung, immer in Verbindung mit ausgewiesenen Themen. Photographiepraktische und -theoretische Aspekte werden im Zusammenhang behandelt und fließen in mediale Vermittlungen (z.B. Ausstellungen, Kataloge, textliche Reflexionen, CD-Produktionen, Internetpräsentationen) ein.
Kontakt: Universität Hildesheim, Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft, Fachgebiet Fotografie, Moltkestraße 86, 31135 Hildesheim, Akademischer Oberrat Klaus Dierßen, Tel. 05121/59484, Fax 05121/511653, e-mail dierssen (at) rz.uni-hildesheim.de