27. Juni bis 19. Oktober 2008
Kupferstichkabinett Berlin
Der Kenner im Museum: Max J. Friedländer (1867-1958)
Der große Kunsthistoriker Max J. Friedländer hat neben Wilhelm von Bode die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin entscheidend geprägt. Die beinahe vier Jahrzehnte (1896-1933) seines Wirkens an der Gemäldegalerie und im Kupferstichkabinett standen im Zeichen von spektakulären Funden und bedeutenden Ankäufen. Entscheidend hierbei waren seine ausgewiesene Kennerschaft sowie seine Kontakte zum Kunsthandel und zu Sammlern. Die Erfahrungen aus seiner Museums- und Expertisentätigkeit schlugen sich in zahlreichen Publikationen nieder, von denen viele zu Standardwerken wurden. Nach seiner Emigration aus Berlin 1939 lebte Friedländer als hochgeschätzter Privatgelehrter in Holland. Er starb am 11. Oktober 1958 im Amsterdamer Exil. Sein Todestag jährt sich im Herbst zum 50. Mal. Vor genau 100 Jahren wurde Friedländer Direktor des Kupferstichkabinetts, das ihn aus diesem Anlass mit einer kleinen Ausstellung zu Leben und Werk sowie einer Vortragsreihe ehrt.
12. Juni bis 7. September 2008
Winckelmann-Museum Stendal
Daktyliotheken
Antike Gemmen in Abdrucksammlungen des 18. und 19. Jahrhunderts
Die Bewunderung antiker Kunst im 18. Jahrhundert hatte nördlich der Alpen einen großen Bedarf an Abbildungen zur Folge. Er wurde nicht nur mit den Stichen von Kunstobjekten befriedigt. Ein heute fast vergessenes Bildmedium vermittelte eine weit authentischere Vorstellung der verehrten Werke: Abdrücke von antiken gravierten Steinen (Gemmen). In schönen Behältnissen, den Daktyliotheken, aufbewahrt, konnten diese in Bibliotheken oder Kunstakademien, aber auch bei kunstsinnigen Sammlern studiert werden. Man schätzte die Gemmen wegen der auf ihnen eingravirten Bilder. Sie zeigen Götter und Heroen, Könige und Caesaren, aber auch Mythen, Symbole und Kulthadlungen aus der Antike und ergänzten damit ebenso das Studium der klassischen Autoren wie sie als stilbildende Vorlage für die Künstler der Gegenwart dienten.
seit 25. Juni 2007
Eine Online-Ausstellung der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz
Hilde Lotz-Bauer (1907-1999) in Florenz.
Die Fotografin und promovierte Kunsthistorikerin Hilde Lotz-Bauer (1907 München - 1999 München) lebte von 1935 bis 1943 in Italien. Das Kunsthistorische Institut in Florenz besitzt durch Schenkung und durch Ankauf in den 70er und 80er Jahren einen Teil ihres künstlerischen Nachlasses in Form von ca. 750 Fotos, von denen eine repräsentative Auswahl aus Anlass ihres hundertsten Geburtstags jetzt erstmals in einer OnlineAusstellung gezeigt wird.
Leitung Photothek: Dr. Costanza Caraffa, Ausstellungskonzept: Dr. Tamara Hufschmidt, Ausstellungskoordination: Dr. Brigitte Reineke