Aktuelle Projekte (zusätzlich und parallel zu den in der Virtuellen Bibliothek angeführten Veröffentlichungen)

 

An dieser Stelle sollen einschlägige laufende Aktivitäten dokumentiert werden, die mit dem Thema des medialen Aspektes von Architektur in Verbindung stehen. Dies soll sich keineswegs nur auf wissenschaftliche Ansätze beschränken. Wir bitte um weitere Hinweise, besonders gerne natürlich durch die Verantwortlichen selbst, wenn möglich mit kurzer Selbstdarstellung, die auch eine Abbildung enthalten kann. (per E-Mail)

 

 

Architektur- und Ingenieurzeichnungen der deutschen Renaissance. Digitalisierung und wissenschaftliche Erschließung des Zeichnungsbestandes von 1500 - 1650

 

Das Kooperationsprojekt der SLUB mit der Abteilung Architekturgeschichte des Kunsthistorischen Institutes der Universität zu Köln und dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte befasst sich mit den Architektur- und Ingenieurzeichnungen der Renaissance in Deutschland, die relativ zahlreich überliefert sind. Dieser erhaltene Bestand an Primärquellen von etwa 2.000 Blatt soll erstmals umfassend verzeichnet, digitalisiert, über eine wissenschaftliche Systematik erschlossen und in einem Internetportal zugänglich gemacht werden. Das Vorhaben geht auf eine Idee von Marc Rohrmüller (Dresden) und Stephan Hoppe (Köln) zurück.


In dem Projekt werden im Laufzeitraum 2009/2010 dringend benötigte Quellen für aktuell expandierende Forschungsfelder wie die Geschichte der deutschen Renaissancearchitektur im europäischen Kontext, bildwissenschaftliche Zugänge zur Architektur, zur Wissensgeschichte der Architektur (»epistemic history of architecture«) und zur Produktionsgeschichte der Architektur bereitgestellt. Heute verstreute Objektkomplexe werden virtuell zusammengeführt und benutzerfreundlich präsentiert.
Die Technologie des angestrebten Portals wurde bereits von dem Kooperationspartner Deutsche Fotothek in der SLUB entwickelt und erfolgreich eingesetzt. Im Rahmen des Projektes sollen die aktuellen Recherchemöglichkeiten inhaltlich nach den Bedürfnissen der internationalen kunsthistorischen und technikgeschichtlichen Forschung für die bilinguale Erschließung erweitert werden. Eine geeignete Grundlage bietet das bereits erprobte technikgeschichtliche und medienanalytische Kategoriensystem des Kooperationspartners MPI für Wissenschaftsgeschichte.

 

Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
SSG Technikgeschichte
Zellescher Weg 18
01069 Dresden
+49 (0)351-4677 560
Marc.Rohrmueller (at) slub-dresden.de

 

Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln
Abteilung Architekturgeschichte
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
+49 (0)221-470 4440
norbert.nussbaum (at) uni-koeln.de
email (at) stephan-hoppe.de

 

Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
Boltzmannstraße 22
14195 Berlin
+49 (0)30-22667 103
wlef (at) mpiwg-berlin.mpg.de

 

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Tagung im Rahmen des Projektes

 

 

"MediaCity"

Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Bauhaus-Universität Weimar, postgradualer Masterstudiengang "MediaArchitecture", Leitung: Jun.-Prof. Dr. Frank Eckardt, Prof. Dr.  Jens Geelhaar, Vertr.-Prof. Dr.-Ing. M.S. Jörg H. Gleiter

 

"Innerhalb des Projekts soll untersucht werden, in welcher Weise durch die sich ständig weiter entwickelnden Informations- und Kommunikationstechnologien sich neue Möglichkeiten der räumlich orientierten Nutzung ergeben. Drei Themengebiete werden zentral bearbeitet werden: a. Wissensorientierte lokale Ökonomien und städtische Gesellschaften; b. Nutzung neuer Medien in der Praxis von Architektur, Stadtplanung, Flächen- und Raumplanung sowie c. notwendige politische und soziale Voraussetzungen für den sozial ausgewogenen Gebrauch der neuen Technologien."

Projektskizze auf der Seite der Bauhaus-Universität Weimar

 

 

Heike Delitz: "Architektur als Medium des Sozialen"

Dissertationsprojekt an der TU Dresden im Rahmen des Internationales Graduiertenkollegs 625 "Institutionelle Ordnungen, Schrift und Symbole"

 

"Entfaltet wird eine soziologische Theorie der Architektur, die voraussetzt, dass die Architektur hinsichtlich des Sozialen einen ›Unterschied‹ macht. Die Ausgangsüberzeugung ist: die Architektur spiegelt, symbolisiert oder reproduziert nicht, was vorher und unabhängig von ihr ›existiert‹. Vielmehr verschafft sie der Gesellschaft allererst eine Gestalt, in der sich diese als eine bestimmte ›Gesellschaft‹ erkennt. [...] Der Vorschlag ist, die Architektur als gleichermaßen konstitutives wie transitives »Medium des Sozialen« zu denken. Es geht darum, die soziale Brisanz der Architektur zu berücksichtigen."

Projektskizze

 

 

Hauke Horn: "Tradition des Ortes. Ein formbestimmendes Moment in der deutschen Sakralarchitektur des Mittelalters"

Dissertationsprojekt an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Kunstgeschichte, betreut von Prof. Dr. Matthias Müller

 

"Mit der Dissertation zur „Tradition des Ortes“ wird die Bezugnahme auf die Vergangenheit und deren bewusste Inszenierung erstmals für den Bereich der deutschen Sakralarchitektur im Mittelalter untersucht. Neben verschiedenen Fallbeispielen wie dem Baseler Münster, dem Essener, Trierer und Magdeburger Dom, welche in der Arbeit vertiefend analysiert werden, soll das Phänomen darüber hinaus erstmals auf einer Metaebene reflektiert werden, indem eine Kategorisierung der Ausdrucksformen vorgenommen wird. Auf dieser Basis kann dann eine methodische Reflexion erfolgen, mit dem Ziel, die Möglichkeiten der Analyse und Interpretation von Architektur erweitern."

Projektskizze

 

 

Zu den abgeschlossenen Projekten