Spanien

„Im Archiv der KP Spaniens verstauben 1.338 Fotos - wahrscheinlich von Robert Capa”

Einer besonderer Schatz befindet sich im Archiv der Kommunistischen Partei (PCE): Eine Sammlung von 1.338 Negativen aus dem Bürgerkrieg (1936-39), mutmaßlich von dem berühmten Kriegsreporter Robert Capa. Wann und wie sie an die PCE gelangte, die ihr Archiv während der Diktatur ins Ausland verlagern musste und erst 1977 wieder zugelassen wurde, ist strittig, ebenso wie ihr Wert. Die entwickelten Negative sind von außerordentlicher ästhetischer sowie handwerklicher Qualität: Frontszenen, Kundgebungen, Feldlager, Leichenhallen, Porträts, Aufmärsche, Propagandaplakate der republikanischen Streitkräfte und der Internationalen Brigaden.

Die spanischen Mittel reichen für eine intensive Erforschung nicht aus. Der Staat gibt nur minimale Hilfen für die Kulturarbeit der politischen Stiftungen - 3,6 Millionen Euro, proportional aufgeteilt nach Sitzen im Palament. Die Capa-Fotos dürften also bis auf weiteres in den Magazinen verstauben. (Quelle: Die Welt, 13.06.2003)