Online-Ausstellungen

Fotoausstellung „Schwarz auf Weiß“ der Gedenkstätte Buchenwald

Am 8. September 2008 ging die virtuelle Ausstellung „Schwarz auf Weiß. Fotografien vom Konzentrationslager Buchenwald“ der Gedenkstätte Buchenwald ans Netz. Die Online-Präsentation orientiert sich an der Struktur der gleichnamigen, aus Anlass des 70. Jahrestages der Errichtung des KZ Buchenwald 2007 eröffneten Ausstellung der Gedenkstätte Buchenwald. Die erste Bildgeschichte eines Konzentrationslagers kann dort – am authentischen Ort – auf einer 800 qm großen Ausstellungsfläche im Kammergebäude besucht werden. Mit der virtuellen Ausstellung ist das Bildmaterial nun dauerhaft verfügbar und für ein breites Publikum weltweit zugänglich. Neben den über 300 historischen Fotografien sind in der virtuellen Ausstellung auch Filme, Kurzbiografien und Sachtexte abrufbar.

Die Fotografien stammen aus dem Archiv der Gedenkstätte Buchenwald, das über einen Bestand von etwa 10.000 Fotos verfügt. Es ist in Deutschland die älteste große Fotosammlung einer Gedenkstätte. In den vergangenen Jahren wurde der Fotobestand historiografisch erschlossen und digital inventarisiert. 2007 wurde ein Kernbestand der Fotosammlung über das digitale Fotoarchiv Buchenwald im Internet zugänglich gemacht: www.buchenwald.de/fotoarchiv. Entsprechend den Standards historischer Bildforschung präsentiert die virtuelle Ausstellung „Schwarz auf Weiß“ Fotos in ihrem Kontext und geht ausführlich auf die Fotografen ein.

Mit der Sammlung fotografischer Zeugnisse der NS-Verbrechen steht die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in einer besonderen Verantwortung. Nach dem Fotoarchiv Buchenwald realisiert sie mit der virtuellen Ausstellung „Schwarz auf Weiß“ nun die zweite Online-Präsentation historischer Fotos mit dem Ziel, zentrale historische Bildquellen für die pädagogische und wissenschaftliche Nutzung leicht zugänglich zumachen. Neben dem als Datenbank angelegten „Fotoarchiv Buchenwald“, das insbesondere der Fotorecherche und dem forschenden Lernen dient, bietet die virtuelle Ausstellung eine prägnante Bildgeschichte des KZ Buchenwald – von der Errichtung bis zur Befreiung. Eine mediale Präsentation im Internet schafft für Besucher neue Möglichkeiten, sich die Fotogeschichte des KZ Buchenwald selbstständig zu erschließen: Die Fotografien bilden eine visuelle Erzählung und sind gleichzeitig jeweils mit Informationen über Inhalt und Entstehung verknüpft.

Die virtuelle Ausstellung „Schwarz und Weiß“ ermöglicht ein schärferes Bild des KZ Buchenwald als in der breiten Öffentlichkeit bislang verbreitet. Die quellenkritische Inventarisierung und historische Kontextualisierung bietet die Gewähr für eine glaubwürdige Bildungsarbeit. Insofern begegnet die Stiftung dem anhaltenden, fundamentalen Wandel von Rezeptions- und Lerngewohnheiten offensiv und trägt zur Qualitätssicherung von historischer Information im Internet bei.

„Schwarz auf Weiß.“ Fotografien vom Konzentrationslager Buchenwald. Eine virtuelle Ausstellung der Stiftung Gedenks
Kurator: Rikola-Gunnar Lüttgenau
Wissenschaftliche Bearbeitung: Sandra Starke
Gestaltung: werkraum.media, Weimar

Online-Ausstellungen der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz

Kontakt: Dr. Costanza Caraffa, Almut Goldhahn M.A., Astrid Müller M.A.
Kunsthistorisches Institut in Florenz, Max-Planck-Institut,
Via Giuseppe Giusti 44, 50121 Firenze, Italia,
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