Österreich

PHOTOMUSEUM DES OBERÖSTERREICHISCHEN LANDESMUSEUM (BAD ISCHL)

Ein Kuriosum, das gern als „das schönste Photomuseum der Welt“ bezeichnet wird, weil es im Marmorschlössl der Kaiserin Elisabeth untergebracht ist. Ein bis zwei Ausstellungen im Jahr mit Photographien des 19. Jahrhunderts werden dort gezeigt. Leiter ist Christian Parzer.

BILD- UND TONARCHIV AM LANDESMUSEUM JOANNEUM (GRAZ)

Das Bild- und Tonarchiv wurde 1960 zum Erzherzog-Johann-Gedenkjahr 1959 als „Steirische Landesstelle für Bild- und Tondokumentation“ gegründet, 1962 dem Landesmuseum Joanneum als 16. Abteilung eingegliedert und erhielt 1971 den Namen „Bild- und Tonarchiv“. Es sammelt landesgeschichtlich relevantes, auf die Steiermark bezogenes Bild- und Tonmaterial, Filme, Videos und - eingeschränkt - historische Geräte.

CAMERA AUSTRIA - KUNSTHAUS GRAZ

Camera Austria widmet sich der künstlerische, theoretisch-wissenschaftlichen, kuratorischen und publizistischen Auseinandersetzung mit Fotografie im Kontext zeitgenössischer Kunst, neuer Medien und gesellschaftlicher Entwicklungen. Besonderes Augenmerk gilt aktuellen Ansätzen, die sich vor dem Hintergrund gesamtkultureller Bedingungen mit den Dispositiven der Fotografie und neuer Bildtechnologien, mit deren Wirkungsweisen und Rezeptionsmustern beschäftigt. Seit 1975 tritt Camera Austria duch ein Ausstellungsprogramm, seit 1979 durch Symposien und seit 1980 vor allem als Herausgeber der gleichnamigen Zeitschrift und des Buchprogramms in Erscheinung. Seit 2003 ist der Standort im Kunsthaus Graz.

FOTOFORUM WEST (INNSBRUCK)

Das Fotoforum West wurde 1989 von Rupert Larl in Innsbruck als erste Fotogalerie Tirols gegründet. Ausstellungstätigkeit und Publikationen haben sich ursprünglich auf regionale Fotokunstproduktionen konzentriert, bevor 1993 neue Räume bezogen wurden. Die Lage im Stadtzentrum und die 240 Quadratmeter Ausstellungsfläche regten dazu an, auch internationale Fotokünstler zu präsentieren.

LANDESGALERIE OBERÖSTERREICH (LINZ)

Das Profil der Landesgalerie, einer der fünf Organisationsbereiche des Oberösterreichischen Landesmuseums Linz, schließt Photographie, insbesondere von österreichischen PhotokünstlerInnen mit ein. Leiter ist Dr. Martin Hochleitner.

RUPERTINUM (SALZBURG)

Die „Österreichische Photogalerie“ im Rupertinum widmet sich der österreichischen zeitgenössischen Photographie von 1945 bis in die Gegenwart und verfügt über vereinzelte Beispiele internationaler und historischer Photographie. Sie wird von Dr. Margit Zuckriegel geleitet. Künstlernamen, Bildtitel oder -themen, die in der Sammlung vertreten sind, können online auf der Homepage des Museums abgefragt werden.

FOTOHOF (SALZBURG)

Aus einer Autorengalerie hat sich 1981 die Galerie Fotohof zu einem lebendigen Zentrum für zeitgenössische Fotografie entwickelt.

PHOTOSAMMLUNG DES WIENER STADT- UND LANDESARCHIVS

Das Wiener Stadt- und Landesarchiv verfügt über eine mehrere 100 000 Fotos umfassende Sammlung zur Stadtgeschichte mit einem deutlichen topografischen Schwerpunkt, unter anderem das über 20 000 Stück umfassende Fotoarchiv Gerlach zur kommunalen Bautätigkeit Wiens von 1925 bis in die späten 60er Jahre, sowie umfangreiche Bestände aus der Tätigkeit der Fotografen Hula und Palka. Mittlerweile wurde die Sammlung der media wien (Magistratsabteilung 13) inkorporiert. Lit.: Beitrag von Dr. Magit Altfahrt, in: Rundbrief Fotografie 2/2006.

PHOTOABTEILUNG DER ALBERTINA (WIEN)

Die 1999 gegründete Photoabteilung der Albertina verfügt über die Sammlung „fotografis“ der Bank Austria und den Bestand der 1888 gegründeten Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (Atelierphotographien, frühen Farbphotographien, piktorialistische Arbeiten und Wissenschaftsphotographien: Kurzzeit-, Röntgen-, Mikro- und Chronophotographie). Hinzu kommt die Sammlung des Langewiesche Verlags ("Die Blauen Bücher", "Der Eiserne Hammer") als Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung mit dem Schwergewicht auf Sachphotographie der 20er und 30er Jahre. Weitere Bestände reichen von den Anfängen des Mediums bis zur Gegenwart, ein Fokus liegt auf der US-amerikanischen Photographie der 60er und 70er Jahre. Die hausinterne Datenbank kann vor Ort auch unangemeldet in den Ausstellungsräumen abgefragt werden. Leiterin ist Dr. Monika Faber. Nutzung der Bestände nach vorheriger Anmeldung.

FOTOSAMMLUNG DES WIENMUSEUM (SAMMLUNG STADTANSICHTEN)

Das Wienmuseum besitzt eine Sammlung aus der frühen Zeit der Wiener Photographie, insgesamt 250.000 Photographien von ca. 1850-1910, sowie zeitgeschichtliche Aufnahmen bis in die Gegenwart. Schwerpunkte sind Wiener Topographie sowie Porträts, die entsprechend nach Adressen oder nach dem Namen der Dargestellten katalogisiert sind. Der Studiensaal ist nach Anmeldung zugänglich.

BILDARCHIV DES INSTITUTS FÜR GESCHICHTE DER MEDIZIN (WIEN)

Das Bildarchiv des Instituts für Geschichte der Medizin der Medizinischen Universität Wien (IGM) beherbergt eine Sammlung von ca. 40.000 Bildern, die die Geschichte der Medizin dokumentiert. Porträt- u. Sachdarstellungen in Form von Ölgemälden, Aquarellen, Druckgraphiken, Photos und Diapositiven, von der Antike bis ins 20. Jh. sind mittels Zettelkatalog erschlossen.

BILDARCHIV DER ÖSTERREICHISCHEN NATIONALBIBLIOTHEK (WIEN)

Mehr als 1,5 Millionen Bildobjekte umfassen die Bestände Österreichs größter Bilddokumentationsstelle. Das Kernstück des Bildarchivs bilden über eine Million Photonegative. Schwerpunkte: Habsburgica, österreichische Topographie, Architekturphotographie, Zeitgeschichte (z.B. Photo-Archiv des "Wiener Kurier" des United States Service USIS 1946-1955), Porträts, Sammlungen: Martin jun. und Kurt Gerlach: Architekturphotographie mit Schwerpunkt Österreich und besonders Wien aus dem Zeitraum 1920-1970; Harry Weber: Reportagephotographie aus dem Zeitraum 1950-1975 mit Schwerpunkten politisches Geschehen in Österreich; Theaterphotographie, jüdische Gegenwart in Wien; Lucca Chmel: Architekturphotographie der Nachkriegsmoderne bis ca. 1970, Produktdesign; August Stauda: Architekturphotographie der Jahrhundertwende mit Schwerpunkt Wien; Franz Linschinger: Reportagephotographie, Grenzöffnung Ungarn 1989, und Porträts oberösterreichischer Künstler; Kurt Aigner: Reportagephotographie Oberösterreich von 1954 bis ca. 1987; ca. 20 Jahre Photoarchiv der Oberösterreichischen Nachrichten; Hubert Fiedler: Serie von Landschaften und Nutzgebäuden der 90er Jahre und Porträts; Christian Wachter: Porträtphotographie österreichischer Persönlichkeiten aus Kultur und Gesellschaft um etwa 1990.

DAS FOTOARCHIV DES TECHNISCHEN MUSEUMS (WIEN)

Das Technische Museum Wien verfügt über eine umfangreiche Sammlung von historischen Photos und Objektphotos sowie über bedeutende Nachlässe wie z. B. den des Professor für Mathematik Joseph Petzval (1807-1891). Zwei österreichische Photopioniere, Josef Maria Eder und Eduard Valenta, wirkten als Berater des Technischen Museums. Verwaltet werden derzeit 100.000 Bildträger, die großteils in der Form von Negativen oder Diapositiven auf Glasplatten oder Kunststoffträgern vorliegen. Zu den Bildinhalten zählen v.a. technische Objekte und Personen der Technikgeschichte, aber auch Arbeitsvorgänge und Aufnahmen von Produktionsstätten. Eine Besonderheit bilden Laternenbilder mit Motiven aus dem Bereich der Warenkunde. Die Bestände sind durch eine Kartei im Lesesaal benutzbar und teilweise bereits über eine Objektdatenbank abrufbar. Leiterin ist Manuela Fellner.

PHOTOSAMMLUNG DES THEATERMUSEUMS (WIEN)

Die Photosammlung des Österreichischen Theatermuseums zählt mit über 700.000 Exponaten zu den umfangreichsten auf dem Gebiet der österreichischen Theaterphotographie. Schwerpunkte: Szenen- und Porträtaufnahmen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts, Inszenierungen der Salzburger Festspiele, aktuelle Wiener Produktionen; Erwerbung bedeutender Photoarchive privater Sammler wie etwa Hugo Thimig, Hans Böhm, Joseph Gregor, Constantin Danhelovsky, Hermann Bahr; Ankäufe von Werken bekannter Theaterphotografen wie Lucca Chmel, Ernst Hausknost, Bruno Völkel; Originale bekannter Wiener Ateliers wie Madame d'Ora, Trude Fleischmann, Rudolf Koppitz, Atelier Dietrich, Franz Xaver Setzer; Filmphotos aus dem von Joseph Gregor 1929 gegründeten Archiv für Filmkunde (65.000 Dokumente zum Film bis 1943, hauptsächlich Stand- und Werkphotos sowie Porträts von Filmschauspielern aus Deutschland, USA und Österreich). Archiv nach telefonischer Anmeldung zugänglich.

TAGBLATT-ARCHIV DER WIENBIBLIOTHEK IM RATHAUS

Die Wiener Stadt- und Landesbibliothek hat 2002 das Tagblatt-Archiv der Arbeiterkammer Wien übernommen. Dieses einzige Zeitungsarchiv, das den Zweiten Weltkrieg überdauert hat, verfügt neben einer biographischen Sammlung und Zeitungsausschnitten zu Politik und Geschichte Wiens auch über eine Sammlung an Pressephotographien, v.a. Porträtaufnahmen von ca. 1870 bis 1945. Die nach Namen der Dargestellten geordneten Photokopien der Photographien können nach telefonischer Voranmeldung durchgesehen werden. Schriftlich Auskunft ist möglich.

DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDES (WIEN)

Die Photosammlung des DÖW umfasst rund 10.000 Katalognummern mit mehr als 40.000 Bildern. Schwerpunkte: Österreichische Zwischenkriegszeit, Widerstand und Verfolgung in Österreich 1934-1945, Widerstand in Europa, Österreicher im Exil, Erster und Zweiter Weltkrieg, Konzentrationslager, Nachkriegszeit in Österreich, Rechtsextremismus in Österreich nach 1945, Gedenkstätten des Widerstandes.

Erschließung: Personen- und Sachindex; rund die Hälfte des Bestands ist EDV-gestützt aufgearbeitet (nur vor Ort; EDV-Programm ARCHIDOC), Abfrage möglich nach Namen, Überbringer, Datum der Entstehung, Schlagwörtern.

BILDARCHIV DER ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR ZEITGESCHICHTE (WIEN)

Das Archiv der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte umfasst ca. 400.000 Photos und Negative. Es besitzt die Bestände zahlreicher ehemaliger Bildagenturen: Bayer (1947-1975), Blaha (1945-1955), Cermak (1950-1980), Hilscher (1930-1960), Kofler (1948-1965), Obransky (1945-1948), Zvacek (1930-1946). Zudem gibt es eine Portraitsammlung und ein Sacharchiv (Agenturbestände Weltbild, Wide World Photos) 1933-1945, sowie ein Sonderarchiv (Photoalben, Notgeld, WHW-Abzeichen) und Illustrierte.

Themenschwerpunkte: Monarchie, Österreich 1918-1980, 1. u. 2. Weltkrieg, 3.Reich, europ. und außereurop. Länder 1930-1938, Landschaftsaufnahmen, Menschen-Typen, Straßenszenen, Alltag, Privatphotographie, historische Bauten, Veranstaltungen, Künstler, Bildung, Wissenschaft, Land- und Forstwirtschaft, Handel und Gewerbe, Industrie, Energie, Verkehr, Leistungs- und Breitensport. Anfertigung eines Abzuges auf Bestellung möglich, Kopiermöglichkeit von Photos zur Vorauswahl, Hilfestellung und wissenschaftliche Beratung bei der Auswahl der Photos. Für Zeitungen: Zusendung der Bilder am Tag der Bestellung. Archivbenützung nach vorheriger Vereinbarung.

PHOTOARCHIV DES HEERESGESCHICHTLICHEN MUSEUMS (WIEN)

Das heeresgeschichtliche Museum verfügt über eine sachbezogene Sammlung von ca. 350.000 Aufnahmen, darunter ein Großteil in Alben. Die frühesten Aufnahmen datieren um ca. 1848. Schwerpunkte: heeresgeschichtlich relevante Aufnahmen bis zum Ersten Weltkrieg, Photographien zum Ersten Weltkrieg, Zwischenkriegszeit, Zweiter Weltkrieg, zweites österreichisches Bundesheer. Die Sammlung ist systematisch geordnet. Besuch des Photoarchivs nur bei gezielter vorzugsweise schriftlicher oder telefonischer Anfrage und Anmeldung.

BIBLIOTHEK UND KUNSTBLÄTTERSAMMLUNG DES MUSEUMS FÜR ANGEWANDTE KUNST (WIEN)

Die Bibliothek und Kunstblättersammlung des MAK besitzt eine Sammlung von ca. 250.000 Photographien und ungefähr 14.000 Großdias. Ein Großteil der Photographien stammt von ca. 1850-1930. Einen Schwerpunkt bilden die Aufnahmen der kunstgewerblichen Objekte des 14.–20. Jahrhunderts aus den Sammlungen des K.K. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie, internationaler Ausstellungen von 1860–1930, der Weltausstellung in Wien 1873 und Wienansichten um 1900. Zudem gibt es Photographien u.a. aus der Sammlung Figdor, von Wilhelm Burger (420 Photographien der Ostasienexpedition, 1869) und von Edweard Muybridge (Animal Locomotion, 1872-1885). Benützung der Sammlung gegen Voranmeldung.

PHOTOSAMMLUNG DER ALFRED KLAHR GESELLSCHAFT (WIEN)

Dem Zeitungsausschnittarchiv der „Österreichischen Volksstimme“ (August 1945 bis September 1991) ist eine Photosammlung angegliedert, die mehrer hunderttausend Photos umfasst: historische Photos aus der Monarchie, der 1. Republik, aus der Zeit des Austrofaschismus, der NS-Zeit, zum 1. und 2. Weltkrieg, aus der Zeit nach 1945, zu den ehemaligen sozialistischen Ländern oder zu den Kolonialkriegen ebenso wie zur Tier- und Pflanzenwelt sowie eine Porträtsammlung mit Photos von mehr als 27 000 Personen aus dem In- und Ausland. Ergänzt wird diese Sammlung von den umfangreichen Bestände der Sportredaktion der „Volksstimme“, die ebenfalls in die 40er Jahre zurückreicht und nach Sportarten und Sportlernamen geordnet ist. Die Systematik ist auf der Website aufgelistet.

PHOTOSAMMLUNG DES MUSEUMS FÜR VÖLKERKUNDE (WIEN)

Mehr als 72.000 Photographien aus aller Welt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts,­ Negative auf Glasplatten und Kunststoff, Positive unterschiedlichster Techniken in S/W und Farbe, Dias, Alben, Postkarten. Nutzung der Bestände nach Vereinbarung.

FOTOGALERIE AUF DER PAWLATSCHE (WIEN)

Die Fotogalerie des Vereins zur Förderung von Dokumentarfotografie und Wissenschaft am Institut für Slawistik der Universität Wien ist ein Forum für die Begegnung mit der osteuropäischen sozialdokumentarischen Fotografie.

FOTOGALERIE WIEN

In der Fotogalerie Wien werden seit 1982 aktuelle, experimentelle Fotokunst und interdisziplinäre Projekte jenseits des Mainstream vorgestellt.

PHOTOSAMMLUNG DES VEREINS FÜR DIE GESCHICHTE DER ARBEITERBEWEGUNG

Der Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung (VGA) wurde 1959 mit der Aufgabe gegründet, Quellen zur Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung zu sammeln. Darüber hinaus führt er Forschungsprojekte durch, gibt wissenschaftliche und volksbildnerische Publikationen heraus, veranstaltet Historikersymposien und präsentiert wesentliche Teile seiner Sammlungen in historischen Ausstellungen. Die Photosammlung des VGA enthält rund 10.000 Photos mit Schwerpunkt Monarchie und Erste Republik. Es besteht eine lokale Datenbank für Plakate und großformatige Photos. Recherche (Bearbeitungsgebühr): Aufträge werden telefonisch, per E-Mail, Fax und nach Vereinbarung auch persönlich entgegengenommen.

FOTOGALERIE WESTLICHT (WIEN)

2001 eröffnet, bietet die Westlicht Galerie in einem Hinterhof des 7. Bezirks sowohl Raum für eine ständige Ausstellung historischer Fotoapparate als auch für zahlreiche Wechselausstellungen, Lesungen und Veranstaltungen. Leiter ist Peter Coeln.