Niederlande

GEMEENTEARCHIEF (AMSTERDAM)

Die Photosammlung des Gemeindearchivs der Stadt Amsterdam weist ca. eine Million Bilder (19. Jh. bis heute) und zahlreiche bekannte Namen auf wie Pieter Oosterhuis, George H. Breitner, Bernard Eilers, Willem Witsen, Cas Oorthuys, Eva Besnyö, Dolf Kruger and Paul Huf. Eine Onlinedatenbank bietet 130.000 Photographien von Amsterdam und Umgebung sowie Neuerwerbungen.

HUIS MARSEILLE - FOUNDATION FOR PHOTOGRAPHY (AMSTERDAM)

Die Foundation for Photography befindet sich in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert. 1993 kaufte die De Pont Foundation das Gebäude mit der Absicht, es zu renovieren und ein neues kulturelles Zentrum für Photographie zu schaffen. Die Sammlung ist noch jung, vorrangig sind die 90er Jahre mit großformatigen Aufnahmen niederländischer sowie internationaler Künstler vertreten. Sie bildet den Grundstein für die geplante Ausweitung in den nächsten Jahren. Das Huis Marseille bietet auf seiner Internetseite einen Überblick über die aktuellen Ausstellungen und Veranstaltungen im Bereich Photographie in den Niederlanden.

INTERNATIONAL INSTITUTE OF SOCIAL HISTORY (AMSTERDAM)

Das Internationale Institut für Sozialgeschichte (IISG) wurde 1935 eröffnet. Es ging aus dem 1914 gegründeten Niederländischen Archiv für Wirtschaftsgeschichte NEHA hervor, das Archive von Unternehmen, wirtschaftsgeschichtliche Quellen sowie Zeugnisse der Arbeiterbewegung aus ganz Europa sammelte. 1989 wurde das Institut wieder mit dem NEHA zusammengeführt und befindet sich heute mit dem Niederländischen Pressemuseum in einem Haus, sodass der Online-Katalog des IISG alle drei Einrichtungen repräsentiert. Es veröffentlicht die „International Review of Social History“ und veranstaltet alle zwei Jahre die „European Social Science History Conference“. Wichtigeste Photosammlungen sind die des Algemeen Hollands Fotopersbureau (AHF)/Ben van Meerendonk, das Archiv der Tageszeitung „De Waarheid en het Vrije Volk“ sowie das Langzeitprojekt Het Historisch Beeldarchief Migranten (HBM); online werden virtuelle Ausstellungen sowie Katalogzugang geboten.

KONINKLIJK INSTITUUT VOOR DE TROPEN

Seit 1872 sammelte das Tropenmuseum Photographien der ehemaligen niederländischen Kolonien; nach 1960 wurde der Fokus auf tropische und subtropische Länder verbreitert. Die historische Sammlung umfasst etwa 200.000 größtenteils in Prachtalben aufbewahrte Aufnahmen, die moderne Sammlung besitzt derzeit an die 144.000 Bilder.

MARIA AUSTRIA INSTITUT

Das nach der aus Österreich emigrierten Photographin benannte Institut, das dem Gemeindearchiv der Stadt Amsterdam inkorporiert ist, verfügt über rund zwei Millionen Negative, u.a. von Carel Blazer, Fred Brommet, Hans Buter, Hans Dukkers, Henk Jonker, Wim Meischke, Jaap Pieper, Sem Presser, Nico van der Stam, Bram Wisman, Ad Windig, Eli van Zachten, Maria Austria u.a.m.

PHOTOGRAPHY MUSEUM (AMSTERDAM)

Das foam sieht sich als ein für Amsterdam typisches Museum: inspirierend, zugänglich, unkompliziert aber dennoch kritisch. Neben den großen Namen will das foam ein Forum für noch unbekannte, sich entwickelnde Künstler sein. Es hat sich nicht auf einen bestimmten Bereich spezialisiert, sondern präsentiert die Photographie in jeder Form: autonome Photographie, Dokumentarphotographie, historische, zeitgenössische und angewandte Photographie.

RIJKSPRENTENKABINET DES RIJKSMUSEUMS (AMSTERDAM)

Derzeit umfasst die Sammlung im Prentenkabinet des Rijksmuseums über 100.000 Photographien des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts, darunter Namen wie Baldus, Le Gray; Fenton, Julia Margaret Cameron, Asser, Breitner. Teile davon sind online abfragbar auf der Portalseite Early Photography bzw. über den Museumseigenen Online-Sammlungskatalog. Hinzu kommen ca. 2.500 mit Photographien illustrierte Bücher von 1839-1900 (ehem. Sammlungen Joseph und Hartkamp), Alben mit Reisephotographie, Reproduktionen, aber auch niederländische Dokumentarphotographie nach 1945, zudem seit 1979 Ergebnisse einer laufenden Photokommission.

VERHALEN VAN VROEGER

„Geschichten früherer Zeiten“ ist ein Oral History Projekt, für das Privatpersonen anhand ihrer Familienphotos ihre Lebensgeschichte erzählen, die nach Namen, nach Adresse oder nach Jahr aufgerufen werden kann.

FOTOMUSEUM DEN HAAG

Das frühere Schamhart-Heijligers Gebäude am Gemeentemuseum wurde von den Architekten Benthem-Crouwel umgewandelt, um das Fotomuseum zu beherbergen. Das Museum spezialisierte sich auf die Ausstellung zeitgenössischer Photographie. In seinem Besitz befinden sich unter anderem Werke von Piet Zwart, Paul Schuitema, Paul Citroen, Cesar Domela, Laszlo Moholy-Nagy, Gerard Fieret, Nan Goldin, Paul Blanca und Dana Lixenberg. Das Museum arbeitet Hand in Hand mit der Universität Leiden, die eine der größten und wichtigsten historischen Fotografiesammlungen Europas besitzt. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit der Königlichen Kunstakademie in Den Haag geplant, um einen Masters Kurs für Fotografie anzubieten.

NEDERLANDS FOTOMUSEUM (ROTTERDAM)

Den Sammlungsschwerpunkt des Niederländischen Fotomuseums in Rotterdam bilden Fotografien von 70 niederländischen Künstlern des 19. und 20 Jahrhunderts. Mit Hilfe einer Suchmaske können Informationen zu Künstlern und Werken abgerufen werden; aktuelle Ausstellungen werden mit Bildbeispielen vorgestellt. Darüber hinaus informieren die Seiten über Fotoprojekte, an denen das Museum beteiligt ist und es werden weiterführende Links, besonders zur Fotografie der Niederlande, angeboten. Das Museum befindet sich im Las Palmas Gebäude auf der kulturelle Halbinsel Kop van Zuid in Rotterdam.